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Nennhubers Neun-Punkte-Plan

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Von: Torsten Kohlhaase

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1,96 Meter perfekt in Szene gesetzt: KSV-Innenverteidiger Kevin Nennhuber hat den Großteil der Saison aufgrund eines Mittelfußbruchs verpasst. Nun aber hat er seinen Vertrag verlängert und ist wieder voll einsatzbereit.
1,96 Meter perfekt in Szene gesetzt: KSV-Innenverteidiger Kevin Nennhuber hat den Großteil der Saison aufgrund eines Mittelfußbruchs verpasst. Nun aber hat er seinen Vertrag verlängert und ist wieder voll einsatzbereit. © Dieter Schachtschneider

Zuletzt stand er wieder zweimal über die volle Spielzeit auf dem Platz – und hat dabei auch die komplette Palette der Emotionen erlebt. Erst die Enttäuschung beim 0:3 gegen das damalige Schlusslicht Pirmasens, dann das 3:2 beim Bahlinger SC, das den Klassenerhalt schließlich gesichert hat: Es waren ereignisreiche Spieltage für Kevin Nennhuber, den lange verletzungsgeplagten Innenverteidiger des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel.

Vor dem drittletzten Saisonspiel am Samstag ab 14 Uhr im Auestadion gegen die TSG Balingen hat der 34-Jährige seinen Vertrag um ein Jahr verlängert und könnte per Option sogar eine weitere Spielzeit dranhängen.

„Die Saison hat für mich extrem schlecht angefangen. Aber ich bin nicht der Typ, der sich ständig Gedanken über die negativen Dinge macht. Am meisten hat mich an der Verletzung geärgert, dass sie sich so lang hingezogen hat“, blickt Nennhuber zurück. Ein Mittelfußbruch am rechten Fuß zwang ihn zur Pause, die insgesamt neun Monate dauerte. Auch, weil er vier Operationen über sich ergehen lassen musste.

Zunächst sah alles sehr gut aus, doch dann wurde eine Refraktur, eine Pseudo-Arthrose, festgestellt. Schließlich musste die Schraube, die zunächst eingesetzt wurde, wieder raus. Sie wurde durch zwei Drähte ersetzt. „Die haben mich dann irgendwann auch gestört. Als die Drähte endlich entfernt waren, dauerte es noch zwei Wochen, ehe ich wieder aus dem Vollen schöpfen konnte“, sagt Nennhuber, der sich nun auf einen „gesunden Konkurrenzkampf“ mit seinen Kollegen freut. „Wir fordern und pushen uns gegenseitig, damit sich nicht irgendein bequemer Trott einschleicht“, sagt der 1,96 Meter große Innenverteidiger. Löwen-Coach Tobias Damm meint zum Luxusproblem in der Abwehr: „Das ist ja so gewollt. Wir haben dort richtig viel Qualität und können uns auf alle Jungs verlassen.“

Auch nach dem perfekten Klassenerhalt soll in den letzten drei Spielen nicht der Schlendrian einkehren. „Das will der Trainer nicht, und das wollen wir auch nicht. Es sind noch neun Punkte gegen direkte Konkurrenten zu vergeben, die wollen wir nach Möglichkeit alle holen“, lautet die klare Ansage Nennhubers, der beim kommenden Gegner Balingen von einer Überraschung spricht: „Erst waren sie lange unten drin, haben sich dann aber umgestellt und den Kampf in der Regionalliga angenommen.“

Das ausgegebene Ziel sei nun, den einstelligen Tabellenplatz zu verteidigen. „Das ist ein großer Erfolg für uns. Und wir sollten jetzt auch nicht größenwahnsinnig werden und eher versuchen, unsere Leistungen zu bestätigen und zu festigen. Klar träumt jeder von der Dritten Liga, aber man darf nicht vergessen, dass wir einen großen Umbruch hinter uns haben“, so Nennhuber. Dass der KSV die Partien gegen Balingen, in Aalen und gegen Gießen erfolgreich gestaltet, dafür spricht auch der Personalstand. Torwart Nicolas Gröteke wird noch einmal pausieren, auch bei Tim Dierßens Knie will man kein Risiko eingehen. Neben dem gelbgesperrten Nael Najjar sind aber sonst alle Mann an Bord.

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