Samstag, 14 Uhr, Auestadion 

Erstes Spiel für Tobias Damm als Cheftrainer des KSV Hessen: Kleine Änderungen beim Debüt

Der neue Cheftrainer: Tobias Damm übernimmt das Amt des entlassenen Dietmar Hirsch beim KSV Hessen Kassel – zumindest erst einmal bis Dezember. 
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Der neue Cheftrainer: Tobias Damm übernimmt das Amt des entlassenen Dietmar Hirsch beim KSV Hessen Kassel – zumindest erst einmal bis Dezember. 

Das Adjektiv „neu“ in einen Zusammenhang mit Tobias Damm und den KSV Hessen Kassel zu bringen – es fällt irgendwie schwer.

2010 wechselte der Stürmer vom Wuppertaler SV zu den Löwen. 2017 beendete er seine aktive Karriere als Fußballer – half aber immer mal wieder bei der zweiten und auch bei der ersten Mannschaft aus. Seine Hauptaufgabe war seit zwei Jahren aber eigentlich die des Co-Trainers. Erst unter Tobias Cramer, dann unter Dietmar Hirsch.

Nun ist Damm aber neu, neu als Cheftrainer. NachdemHirsch am Dienstagabend als Coach des KSV entlassen wurde, übernahm Damm zusammen mit Sebastian Busch, der zuvor als Co-Trainer der zweiten Mannschaft tätig war, die Hessenliga-Fußballer. Morgen steht nun sein Debüt an. Gegner im Auestadion ist ab 14 Uhr Aufsteiger SV Steinbach.

Tobias Damm war überrascht über die Absetzung von Dietmar Hirsch

Für Damm kam die Nachricht, dass Hirsch gehen muss, trotz der Negativserie in den vergangenen Wochen ein wenig überraschend: „Wir haben uns natürlich alle etwas anderes gewünscht. Dass wir erfolgreicher in die Saison starten“, sagt er. Er werde jetzt dennoch nicht alles über den Haufen werfen. „Zwei, drei Sachen werde ich aber schon ändern“, sagt der 35-Jährige.

Zu diesen zwei, drei Sachen gehört unter anderem, dass Sebastian Schmeer und Adrian Bravo Sanchez, die zuletzt beim Spiel gegen Eddersheim nicht einmal mehr zum Kader der Löwen gehörten, definitiv wieder dabei sind. „Ich habe mit beiden noch nicht allein gesprochen, aber ich kann sagen, dass sie morgen zum Kader gehören“, sagt Damm.

Der neue Cheftrainer setzt auf Kommunikation im Team

Einzelgespräche, die stehen beim neuen Cheftrainer derzeit sowieso ganz oben auf der Liste. „Der Teamgedanke muss ganz klar in den Fokus gerückt werden. Ich lege viel Wert auf die Mannschaftsführung. Wir müssen am Umgang in der Mannschaft arbeiten, an der Kommunikation untereinander“, sagt er. Ein kurzer Rückblick: Beim letzten Spiel der vergangenen Saison in Flieden wurde Damm sogar noch einmal eingewechselt. Viele Spieler fehlten verletzt.

Um die Aufstiegschance zu erhalten, musste ein Sieg her. Die Löwen lagen 0:1 zurück. Ingmar Merle sah kurz nach seiner Einwechslung die Rote Karte. Dennoch drehte der KSV das Spiel, gewann am Ende 3:1. Ein Sieg, der dennoch nicht für die Aufstiegsrunde reichte. Aber ein deutliches Zeichen einer intakten KSV-Mannschaft.

Tobias Damm will die Mannschaft wieder stabilisieren

Das alles ist nicht einmal fünf Monate her. Doch dieses Gefühl, dass die Löwen sich von nichts aufhalten lassen, zusammen alles schaffen können – es ist weg. Damm sieht eine seiner ersten Aufgaben darin, die Mannschaft zu stabilisieren. Dafür hat er mit dem Team zwei Systeme festgelegt, in denen gespielt werden soll. Der 35-Jährige verrät nur so viel: „Beide Grundordnungen sehen eine Viererkette vor.“ Das heißt wohl, dass Kapitän Frederic Brill wieder ins Mittelfeld vorgezogen wird. Ein 4-1-4-1 oder 4-2-3-1 sind denkbar.

Fehlen werden dem neuen Cheftrainer morgen Ingmar Merle (Muskelfaserriss/Adduktoren), Dominik Schneider (private Gründe) und Marius Rohde (Muskelfaserriss/Wade). Ohne sie wird Damm eines von mindestens zehn Ligaspielen als verantwortlicher Trainer angehen. In der Winterpause soll dann analysiert und die Zukunft besprochen werden.

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