Löwen am Samstag beim Tabellennachbarn

KSV gegen Koblenz: Mehr Abstiegskampf geht nicht

Kassel. Mehr Abstiegskampf, mehr Nervenkitzel geht nicht: Am Samstag tritt Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel bei der TuS Koblenz an.

Die Partie (Liveticker ab 14 Uhr) ist Abstiegskampf pur. Für beide Kontrahenten gilt: Verlieren ist nicht erlaubt. Alles zum Krimi im Keller zwischen Koblenz und Kassel:

• Die Konstellation im Abstiegskampf: Dramatik pur. Der Tabellen-15. tritt beim Tabellen-16. an. Beide hoffen, im Schlussspurt das rettende Ufer zu erreichen, das da heißt: Rang 14. Beide wissen, dass dieses Spiel die letzte Chance sein kann. Kassels Trainer Tobias Cramer betont: „Wir haben uns eine gute Ausgangsposition erarbeitet, aber das Ziel ist noch zwei Spiele entfernt.“ Ein Teilziel muss dabei sein, den jetzigen Platz zu halten. Der kann den Klassenerhalt bringen, wenn einem Team der Südwest-Staffel der Aufstieg gelingt. • Die personelle Situation beim KSV: Sieht richtig gut aus. Cramer hat alle Mann an Bord. „Das ist eine gute und beruhigende Situation“, sagt der Trainer, der zuletzt meist dieselbe Startelf ins Rennen geschickt hat. Große Veränderungen sind auch am Samstag nicht zu erwarten.

 Die Einschätzung des KSV-Trainers: „Da treffen zwei Mannschaften aufeinander, die sich zerreißen“, sagt Tobi Cramer, der größten Respekt hat vor Koblenz: „Im Hinspiel haben die uns 80 Minuten dominiert.“ Torjäger Dejan Bozic könne aus dem Nichts Tore machen. Im Training haben die Löwen vor allem daran gearbeitet, durch richtige Entscheidungen zu mehr Entlastung zu kommen. Zuletzt zeigte der KSV in Worms und gegen Walldorf im Umschaltspiel Schwächen.

 Die personelle Situation in Koblenz: Mittelfeldspieler Andreas Glockner hat sich im letzten Spiel gegen Ulm eine Rippenprellung zugezogen und wird wohl ausfallen. Ein Fragezeichen steht auch hinter dem Einsatz von Abwehrspieler Michael Schüler. Beide gehören zum Stamminventar der Koblenzer und haben zusammen schon sechsmal getroffen. Was die Torschützenliste angeht, gibt es bei den Gastgebern keinen überragenden Akteur. Bozic ist mit sechs Treffern bester Schütze. Was auffällt: Lässt man die Torhüter außen vor, gibt es nur fünf Spieler im Kader, die in dieser Saison nicht getroffen haben.

 Die Einschätzung des Koblenzer Trainers: Nach dem 4:1 in Ulm ist das Selbstvertrauen bei den Gastgebern zurück. Das machte auch Anel Dzaka während der Pressekonferenz deutlich. „Wir wussten, dass es nicht einfach wird. Aber ich habe den Jungs immer wieder Mut zugesprochen“, wird der TuS-Coach und ehemalige Zweitligaspieler der Koblenzer auf der Internetseite des Vereins zitiert. Was die Hoffnung auf den Klassenerhalt angeht, da holte sich der 37-Jährige schon mal überirdischen Beistand: „Wenn es tatsächlich einen Fußballgott gibt, dann muss er die Jungs am Ende auch belohnen. Das haben sie einfach verdient.“

• Das Hinspiel: Nach neun Spielen ohne Sieg hatte schon der erste Vergleich zwischen dem KSV und Koblenz wahren Endspielcharakter. Die Löwen waren Vorletzter mit neun Punkten, die Rheinländer waren zwei Plätze besser platziert und hatten zwölf Zähler gesammelt. Doch statt vorbeizuziehen, fiel der KSV nach einem 1:1 im Auestadion auf den letzten Rang zurück. Bereits in der zweiten Minute hatte Bozic die Gäste in Führung gebracht, und es deutete sich sogar eine Niederlage an. Doch Sebastian Schmeer rettete mit seinem Treffer in der 84. Minute einen Punkt.

 Der Schiedsrichter am Samstag: Heißt Tobias Fritsch, ist 27 Jahre alt und kommt aus Bruchsal. Warum das wichtig werden kann? Weil er dem KSV seit Bestehen der Fußball-Regionalliga Südwest im Jahr 2012 noch keine einzige Niederlage beschert hat. Neunmal pfiff Fritsch die Löwen – fünf Siege und vier Unentschieden sprangen dabei heraus. Zuletzt leitete der Unparteiische die Partie des KSV in Worms (1:1).

Rubriklistenbild: © Patrick Seeger/dpa

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