Vor dem Spiel am Samstag 

Unvergessene Derbys zwischen dem KSV Hessen Kassel und KSV Baunatal

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Den Ball fest im Blick: Maximilian Sauer, Manuel Pforr und Bobo Mayer (von links). Derbyszene aus der Saison 2013/2014.

Derbys zwischen dem KSV Hessen und dem KSV Baunatal sind rar, weil die Kicker meistens in unterschiedlichen Ligen spielten. Aber am Samstag ist es mal wieder soweit. Das Hessenligaderby wird um 15 Uhr im Baunataler Parkstadion angepfiffen. Ein Rückblick - ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

2013/2014: Kurz nach dem Aufstieg des KSV Baunatal in die Regionalliga kommt es zum ersten Derby in dieser Spielklasse. Im Parkstadion sehen mehr als 8000 Zuschauer den 2:0-Sieg des KSV Hessen, den Bobo Mayer und Basti Schmeer mit ihren Treffern sicherstellen.

Baunatal:Klöppner - Heussner, Borgardt, Wolf, Brandner - Wengerek, Riske - Pforr (Matys), Tobias Nebe, Davulcu (Käthner) - Schrader (Frerking)

Kassel: Nulle - Sauer, Müller, Rahn, Dieck (Meuser) - Gaede, Becker - Gallus (Nagel), Mayer - Henel (Andrijanic) - Schmeer

1990/1991: Die Spielklasse heißt Oberliga, und der KSV Hessen feiert zwei klare Siege. Das Hinspiel findet im Auestadion statt und endet 5:2 für den KSV Hessen. Trainer Hans-Ulrich Thomale freut sich über die Tore von Michael Drube (2), Tobi Schmidt, Carsten Lakies und Thomas Freudenstein. Für den Baunataler Trainer Terry Scott sind die Treffer von Mirko Dickhaut und Norbert Scheiter nur ein schwacher Trost. Auch beim Rückspiel im Parkstadion dominiert der KSV Hessen. Beim 3:0 heißen die Torschützen Ralph Kistner, Claus Schäfer und Tobi Schmidt.

Baunatal: Hoffmeister - Bachmann, Dickhaut, Mario Schäfer, Thomas - Marco Mason, Reinsdorf, Adolf (Robert Scheiter), Hofeditz - Krug, Norbert Scheiter

Kassel: Zeljko - Jerzy Matys, Drube, Deppe, Schnell - Koutsoliakos, Tobi Schmidt, Freudenstein - Höhle, Claus Schäfer, Ralph Kistner (Schmelting)

Abgezogen: Helmut Hampl, Berthold Bachmann, Karl-Heinz Dickkopf (von links). Szene aus der Saison 1979/80.

1979/1980: Der Aufstieg in die zweite Bundesliga wird in sechs Nordhessenderbys entschieden, denn die Spitzenmannschaften der Oberliga heißen KSV Hessen, KSV Baunatal und FSV Bergshausen. Im Auestadion sehen 16 000 Zuschauer das Hinspiel zwischen dem KSV Hessen und dem KSV Baunatal, in dem die Löwen von Trainer Rudi Kröner einen wichtigen 2:1-Sieg feiern. Auch das Rückspiel im Parkstadion hat eine ungeheure Anziehungskraft. 10 000 Fußballfans sehen im Parkstadion den 2:1-Erfolg der Baunataler. Dennoch heißt der Aufsteiger KSV Hessen, und es beginnen sieben fette Jahre in der zweiten Bundesliga.

Kassel: Siewert - Sturm, Horch, Hüter, Damerau - Zaczyk, Frohnapfel (Willi Nebe), Kott - Greif (Hofmann), Hampl, Grau

Baunatal: Greifenberg - Dickkopf, Prantschke, Melzer (Lattemann), Thomas - Bachmann, Reinbold, Diehl, Krawczyk, N. Tsawaris - Ganz (Grawunder)

1975/1976: Der 24. April ist für Baunataler Fußballfans ein Feiertag, denn besser konnte es aus der Sicht der Mannschaft von Trainer Hans Michel nicht kommen. 10 000 Zuschauer sehen im Kasseler Auestadion, wie der KSV Baunatal dem KSV Hessen eine Lehrstunde erteilt und nach den Treffern von Maciossek (2), Westen, Bronnert und einem Eigentor von Windisch einen 5:0-Sieg feiert. Aber es ist nicht nur der Triumph über den Nachbarn, der die Baunataler glücklich macht. Mit dem 5:0 machen sie den Aufstieg in die zweite Bundesliga, der sie dann drei Jahre angehören werden, praktisch perfekt. Die Wut einiger KSV-Fans aber richtet sich gegen den zweifachen Baunataler Torschützen. Herbert Maciossek war nur wenige Jahre zuvor noch der Liebling der Kasseler Fans, aber nicht alle hatten ihm den Wechsel vom KSV Hessen zum KSV Baunatal verziehen. Einige schreckten sogar vor der Androhung körperlicher Gewalt nicht zurück.

Kassel:Burose - Windisch, Habedank, Dippoldsmann, Müller - Ey, Ziegert (Blacha), Hansmann - Stengel, Abbe, Douadi

Baunatal: Uhl - Kastl, Schade, Patzer, Prantschke - Bernd Lichte, Bronnert, Westen - Hofeditz, Maciossek, Bliska

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