Fußball-Hessenliga

Löwen vergeben Chancen und siegen trotzdem

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Jubel über das 2:0 der Löwen: Nael Najjar (links) und Jan-Philipp Häuser (rechts) freuen sich mit Ingmar Merle über dessen Freistoßtreffer aus etwa 25 Metern. 

KSV-Fußballer gewinnen gegen den Tabellenvorletzten im heimischen Auestadion vor 1300 Zuschauern.

 „Es war zäh heute. Aber mit zähen Spielen kennen wir uns ja mittlerweile aus.“ Sagte KSV-Trainer Tobias Cramer nach dem 2:0 (0:0) gegen den Tabellenvorletzten Flieden. Hoch überlegen waren die Löwen, bestimmten die Partie gegen einen extrem defensiv eingestellten Gegner fast nach Belieben und erarbeiteten sich Chancen über Chancen.

Am Ende war es ein Geduldsspiel, das die Gastgeber dann aber durch einen Elfmeter von Sebastian Schmeer und Ingmar Merles nächsten Traum-Freistoß für sich entschieden.

Dass es ein Geduldsspiel für den KSV Hessen werden würde, deutete sich bereits in den ersten Minuten an. Die Gäste boten eine massive Fünfer-Abwehrkette auf und ließen schnell erkennen, dass sie – wenn überhaupt – nur mal durch einen Konter gefährlich nach vorn kommen wollten. 

So hatten die Löwen gefühlte 80 Prozent Ballbesitz und kamen vor allem über die linke Seite und Nael Najjar immer wieder in aussichtsreiche Positionen. „Wir haben uns richtig viel herausgespielt, aber wir müssen uns auch früher belohnen. So dauert es dann, bis das erlösende 1:0 fiel“, sagte Najjar nach dem Spiel.

Allein in der ersten Halbzeit boten sich den Gastgebern fünf richtig dicke Möglichkeiten durch Adrian Bravo Sanchez (16.), Marco Dawid (28.), Ingmar Merle (29.), Najjar (30.) und Sebastian Schmeer (40.). Flieden hatte mehr als nur Glück, dass es zur Pause noch 0:0 stand. 

Und fast wurde der Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt, als KSV-Außenverteidiger Jan-Philipp Häuser seinen Schlussmann Niklas Hartmann mit einem Kopfball prüfte. Nach einer guten Stunde mussten die 1300 Fans im Auestadion dann noch einmal die Luft anhalten, als der Ball plötzlich im Tor der Löwen lag. Allerdings wurde Taras Zaviiskyi wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen.

Als schließlich viele Zuschauer im weiten Rund dachten, es ginge immer so weiter, nachdem Dawid eine weitere hundertprozentige Chance ausgelassen hatte (63.), kam der KSV endlich zur hochverdienten Führung. Durch einen Elfmeter. 

Fliedens Torwart Florian Wess hatte Bravo Sanchez von den Beinen geholt und Schmeer den fälligen Strafstoß in der 67. Minute verwandelt. „Wir mussten heute einfach Geduld haben gegen einen tief stehenden und körperlich sehr präsenten Gegner“, sagte der Torschütze zum 1:0.

Wenig später folgte dann das Sahnestück des Nachmittags. Allein für diesen zweiten Treffer des KSV hatte sich der Eintritt gelohnt. Aus etwa 25 Metern zirkelte Ingmar Merle den nächsten seiner traumhaft ausgeführten Freistöße ins Netz – und zwar ins rechte obere Eck. 

Es war die Vorentscheidung in der 83. Minute. In der Nachspielzeit musste Merle dann raus, weil es nach einem Pferdekuss aus der ersten Halbzeit nicht mehr weiterging. Auch Tim-Philipp Brandner erwischte keinen glücklichen Nachmittag. Nach einer guten halben Stunde wurde er mit Verdacht auf Muskelfaserriss im Oberschenkel ausgewechselt.

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