Favorit muss beim 5:0 gegen OSC aber einigen Widerstand brechen

KSV Hessen Kassel gewinnt Kreispokal gegen Vellmar

Tim Brandner vom KSV Hessen Kassel (links) im Zweikampf mit Vellmars Egli Milloshaj
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Den Ball im Blick: Tim Brandner vom KSV Hessen Kassel (links) im Zweikampf mit Vellmars Egli Milloshaj. Brandner holte einen Strafstoß heraus und bereitete einen Treffer direkt vor.

Der KSV Hessen Kassel hat den Kreispokal gegen den OSC Vellmar gewonnen. Die Löwen mussten allerdings erst einigen Widerstand brechen.

Es ist nur ein kleiner Titel. Dazu einer, der für einen frischgebackenen Fußball-Regionalligisten so etwas wie Pflicht sein sollte – doch er muss eben erst geholt werden. Der KSV Hessen hat den Kreispokal der Saison 2019/20 gewonnen. Vor 600 Zuschauern im Auestadion setzten sich die Löwen im Finale gegen einen sich mutig wehrenden OSC Vellmar 5:0 (1:0) durch.

Beim Verbandsligisten fehlte Trainer Jörg Müller aus beruflichen Gründen, wurde an der Seitenlinie von Roland Borrmann vertreten. Die Gäste boten zwei Angreifer auf. Es spielte zu Beginn aber erst einmal nur der KSV. Für Gefahr sorgte vor allem Alban Meha. Sein Distanzschuss ging knapp am Tor vorbei, seinen Abschluss aus zehn Metern parierte Tobias Schlöffer glänzend. In Führung gingen die Gastgeber trotzdem früh. In der 15. Minute foulte Maik Siebert im Strafraum Tim Brandner, den Elfmeter vewandelte Mahir Saglik.

Danach aber ging der Fluss im Spiel der Gastgeber erst einmal verloren. Vellmar erarbeitete sich Spielanteile im Mittelfeld, kam immer besser in die Zweikämpfe, verschaffte sich auch mit einer Portion Härte Respekt. Eine Torchance allerdings konnte sich der Außenseiter bis zur Pause nicht herausspielen. Erst nach dem Wechsel musste KSV-Torhüter Maximilian Zunker erstmals eingreifen. Erst bei einer verunglückten Kopfball-Abwehr nach Vellmars erster Ecke, dann bei einem Schuss des eingewechselten Tolga Yantut. Als der KSV zum ersten Mal nach der Führung wieder gefährlich wurde, lief die 54. Minute. Eine schöne Flanke von Nael Najjar nahm Jon Mogge direkt, doch Schlöffel war wieder auf dem Posten, klärte zur Ecke. Die aber brachte doch das 2:0 durch einen Kopfball von Kevin Nennhuber.

Vellmar also geschlagen? Noch nicht ganz. Bei einem Freistoß von Yantut musste Zunker sich ganz lang machen (62.). Im Gegenzug aber machten die Löwen den Sack zu. Saglik, der kurz zuvor bei einem Schubser gegen Schanze Gelb gesehen hatte, erzielte seinen zweiten Treffer. Großen Anteil am 3:0 hatte aber Tim Brandner mit seinem energischen Vorstoß über die linke Seite. In der Schlussphase schloss der eingewechselte Sebastian Schmeer zwei Konter mit dem vierten und fünften Treffer ab.

Respekt aber vorm OSC, der weiter mitspielte. So scheiterte Janik Ziegler bei einem Konter an Zunker. Der erste Corona-Kreismeister aber hieß KSV Hessen Kassel.

Statistik: So haben der KSV Hessen Kassel und der OSC Vellmar gespielt

Kassel: Zunker - Najjar, Evljuskin (46. Mißbach), Nennhuber, Brandner - Brill - Pichinot, Meha, Bravo Sanchez, Mogge (64. Iksal) - Saglik (64. Schmeer)

Vellmar: Schlöffel - Siebert (22. Lesser), Trump, Wagener, Brinkmann - Milloshaj, Schanze (64. Löbel), Glogic (46. Yantut), Ziegler - Aytemür, Demaj

Schiedsrichter: Jonek (Ihringshausen) - Zuschauer: 650

Tore: 1:0 Saglik (14., Elfmeter), 2:0 Nennhuber (54.), 3:0 Saglik (63.), 4:0 Schmeer (76.),  5:0 Schmeer (90.)

Von Frank Ziemke

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