2:2 gegen Hadamar 

15. Spiel in Folge ohne Niederlage: Glücklicher Punktgewinn für den KSV Hessen Kassel

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Oft enttäuscht, einmal erfolgreich: Marco Dawid hatte gegen Hadamar lange einen unglücklichen Nachmittag. Kurz vor dem Ende erzielte der Mittelfeldspieler dann aber den Ausgleich. 

Die Serie hat bestand, auch wenn es knapp war: Der KSV Hessen Kassel hat gegen Verfolger Hadamar auch sein 15. Spiel in Folge in der Fußball-Hessenliga nicht verloren. 

Denn ein später Treffer von Marco Dawid rettete den Punktgewinn der Löwen gegen Hadamar. Das 2:2 (1:1) gegen den Tabellenvierten war glücklich, ein Sieg wäre für den KSV aber ebenso möglich gewesen. Das klingt kurios. War es auch, denn es war ein aufregendes Spiel im Auestadion, an dessen Ende die Kasseler zum 15. Mal in Folge in der fünften Liga ohne Niederlage blieben. Die bislang letzte gab es am 6. Oktober 2018 – in Hadamar.

Das Spiel: Ohne den gesperrten Mahir Saglik und den verletzten Ingmar Merle liefen die Löwen gegen einen robusten Gegner bis zur 89. Minute einem Rückstand hinterher. Dann traf Marco Dawid in einem hektischen Spiel zumindest noch zum 2:2. Bereits in der ersten Hälfte hatte das Heimteam zurückgelegen.

Das 0:1 (18.) durch Jerome Zey, dessen Schuss aus 16 Metern noch von Jan-Philipp Häuser abgefälscht wurde, glich Sebastian Schmeer aus. Der Ball landete nach einer Ecke vor den Füßen des Stürmers – und der 32-Jährige nutzte die Möglichkeit zu seinem 16. Saisontor.

Das war ein Weckruf für den KSV, der anschließend auch hätte in Führung gehen können. Doch das taten nach der Pause erneut die Gäste. Nach einer Flanke hatte sich Mirko Dimter mit dem Ellenbogen Platz verschafft. Der Pfiff blieb aus, Dimter traf (53.). Die Löwen mussten etwas tun, blieben aber auch im Anschluss – wie im gesamten Spiel – extrem fehlerhaft. Abspielfehler häuften sich. Hadamar machte es aber auch gut und setzte den KSV früh unter Druck.

Dass es schließlich doch noch für einen Punkt reichte, lag daran, dass Dawid in der 89. Minute eine Flanke von Nael Najjar zum Ausgleich ins Tor köpfte. Da waren die Löwen ein Mann mehr auf dem Platz. Dennis Winter hatte Gelb-Rot gesehen (80.).

Der Spieler: Dawid erzielte das umjubelte 2:2. Vorher hatte er aber gleich mehrere gute Möglichkeiten ausgelassen. Und nach dem Ausgleich besaß er in der Nachspielzeit noch einmal die große Chance, sogar das 3:2 zu machen. „Mit ein bisschen mehr Glück hätten wir gewonnen. Verdient wäre das aber nicht gewesen“, sagte er hinterher. Und beschrieb damit genau das, was auch die 1420 Zuschauer gesehen hatten. Hadamar war überlegen, der KSV hatte aber die besseren Möglichkeiten.

Der Schiedsrichter: Nicht nur die KSV-Fans stellten Schiedsrichter Marius Ulbrich kein gutes Arbeitszeugnis aus. Beim 1:2 durch Dimter hatte Ulbrich den Einsatz des Ellenbogens übersehen, den Treffer trotzdem gegeben. Später wurde Schmeer im Strafraum gefoult. Wieder blieb ein Pfiff aus. Auch deshalb kochten direkt nach dem Schlusspfiff die Emotionen hoch und es kam zu einer Rudelbildung. Mittendrin war auch Saglik, der das Spiel von der Tribüne aus verfolgt hatte und nach dem Ende aufs Feld geeilt war.

Der Trainer: Tobias Cramer, der keinen Platz für den Lehrgang zum Fußball-Lehrer bekommen hat, zeigte sich hinterher selbstkritisch. Er habe mit dem einen oder anderen Positionswechsel nicht ganz optimal gelegen, sagte er. Dafür müsse er die Verantwortung übernehmen. „Ich bin aber immer bereit, mit der Mannschaft durchs Feuer zu gehen“, ergänzte Cramer. 

Der Trainer sah auch, dass einige Spieler nach vielen intensiven Begegnungen müde seien. Er habe schon über die Heimserie nachgedacht, sagte Cramer. „Sie hätte enden können.“ Sie endete aber nicht. Weil die Mannschaft nach etlichen falschen doch noch richtige Entscheidungen getroffen habe.

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