Ingmar Merle und Sascha Korb treffen für Löwen

2:2 – KSV Hessen holt Punkt gegen Stuttgarts Reserve - noch fünf Minuspunkte bleiben

Kassel. 0:1 zurückgelegen, Spiel gedreht, 2:1 geführt und am Ende 2:2 (0:1): Zumindest einen weiteren Punkt hat der KSV Hessen Kassel in der Fußball-Regionalliga Südwest aufgeholt.

Nach dem Unentschieden gegen die Reserve des VfB Stuttgart haben die Kasseler noch fünf Minuspunkte auf ihrem Konto.

Die Löwen, bei denen Brian Schwechel sein Debüt in der Startelf gab, brauchten zu Beginn etwas, um in die Partie zu kommen. Vor allem der von der Seite hereinpeitschende Regen und der nasse Rasen machten nicht nur Schlussmann Niklas Hartmann bei Rückpässen seiner Vorderleute zu schaffen. Immerhin hatte Sebastian Schmeer in der vierten Minute die erste KSV-Chance, doch sein Schuss wurde im letzten Moment noch abgeblockt.

Nach einer Viertelstunde kamen die Gastgeber dann gegen spielerisch etwas zwingendere Stuttgarter besser ins Spiel. Eine dicke Doppelchance verbuchten aber die Schwaben. Einen Schuss von Nicolas Sessa entschärfte Hartmann mustergültig, und Joel Sonoras Versuch ging knapp am linken Pfosten vorbei (20.). Fünf Minuten später hatte erneut Schmeer die Führung auf dem Fuß, doch sein Drehschuss aus kurzer Distanz flog über das Tor.

Und dann folgte die kalte Dusche bei ohnehin schon kühlen 15 Grad im Auestadion. Ein Pass in die Schnittstelle brachte Caniggia Ginola Elva scharf aufs Tor, und Hartmann konnte nur noch in die Mitte abwehren. So hatte Joel Sonora keine Mühe und schob in der 29. Minute zur Stuttgarter Führung ein. War der KSV vorher gut im Spiel, wirkte dieser Gegentreffer eher lähmend auf die kreativen Offensivbemühungen der Löwen. Es lief bis zur Pause nicht mehr viel zusammen, und fast hätten die Gastgeber durch einen Distanzschuss von Sessa noch das 0:2 kassiert (41.).

Der KSV kam dann mit richtig viel Elan aus der Kabine und verbuchte die nächste Chance. Sergej Schmik hatte aus halbrechter Position einfach mal abgezogen und VfB-Torwart Florian Kastenmaier zu einer Glanzparade gezwungen (50.). Wenig später hätte Adrian Bravo Sanchez direkter zum Tor ziehen müssen, so war sein Schuss kein Problem für den Stuttgarter Keeper.

Und dann folgten fünf Minuten, die der Aufholjagd der Löwen weiter Auftrieb gaben und für regelrechte Begeisterungsstürme im Auestadion sorgten. Eine Ecke von Bravo Sanchez legte Niklas Künzel in der Mitte ab, und Ingmar Merle drosch den Ball zum 1:1 unter die Latte (66.). Wieder war es eine Standardsituation, wieder war es Merle. Und damit nicht genug. In der 71. Minute trat Sascha Korb einen Freistoß aus halblinker Position, und der Ball ging an allen Spielern vorbei ins lange Eck - 2:1.

Der KSV hatte Stuttgart das Spiel komplett aus der Hand genommen, die Schwaben wirkten verunsichert. Doch genau in dieser Phase bekommen sie einen Freistoß in zentraler Position etwa 20 Meter vor dem Tor zugesprochen. Sessa tritt an, der Ball wird abgefälscht und Hartmann hat im KSV-Gehäuse keine Chance - 2:2 (77.). Aber auch davon ließen sich die Löwen nicht beeindrucken, spielten munter weiter und kamen zu Torchancen wie der von Nael Najjer in der 88. Minute. Zum Sieg reichte es am Ende aber nicht mehr.

KSV: Hartmann - Schmik, Künzel (72. Leinhos), Evljuskin, Korb - Brill - Schwechel, Bravo Sanchez - Merle (83. Dawid), Szimayer (62. Najjer), Schmeer

Stuttgart: Kastenmeier - Sommer, Walter, Radeljic, Ößwein - Feisthammel - Groiß (72. Dos Santos), Sonora (80. Ramaj), Breier - Elva, Sessa (90.+2 Scheidl)

SR: Hildenbrand (Nassig) - Z: 1800

Tore: 0:1 Sonora (29.), 1:1 Merle (66.), 2:1 Korb (71.), 2:2 Sessa (77.)

Gelbe Karten: Bravo Sanchez, Künzel, Schwechel / -

Rubriklistenbild: © Hedler

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