Fußball-Gruppenligist im Blickpunkt

KSV Hessen II hat eine gute Mischung aus Jung und Alt

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Mit ihnen will die KSV-Reserve in der Gruppenliga bestehen: Die Neuzugänge (hinten von links) Christian Wollenhaupt, Sebastian Vollgraf, Murat Osmanoglu, Lukas Iksal, Selcuk Yikar, Eray Ecevit, Anton Leonhardt sowie (vorn von links) David Matakovic, Edwin Owusu, Mergin Sahitaj und Kevin Bannenberg.   

Kassel. Die Fußball-Gruppenliga ist für den KSV Hessen Kassel II nicht die Spielklasse nach Wunsch. Aber es hätte schlimmer kommen können. Schließlich drohte der komplette Rückzug.

Dank Sponsor Gerhard Klapp, der sich bereit erklärte, einen Großteil des Etats zu bestreiten, ging der Verbandsliga-Absteiger am Sonntag ins Rennen – und erwischte mit dem 6:0-Sieg beim FC Bosporus einen fulminanten Auftakt.

„Nach dem letzten Ligaspiel im Mai kamen wir mit Gerhard Klapp ins Gespräch. Wäre er nicht eingesprungen, wäre es sehr ernst geworden“, sagt Trainer Thorsten Hirdes. Er und Co-Trainer Sebastian Busch wussten erst Anfang Juni, dass es weitergehen würde. Und konnten erst dann mit dem Neuaufbau beginnen. Mit dem Ertrag können sie gut leben. „Breite und Qualität im Aufgebot sind zufriedenstellend“, sagt Hirdes.

Dennoch könnte es noch den ein oder anderen Neuzugang geben. Auch Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft sollen bei Bedarf für die Reserve auflaufen. „Wir haben eine sehr gute Mischung aus Jung und Alt. Gerade die Älteren, Erfahrenen passen spielerisch und charakterlich gut zu uns und wollen was erreichen“, erklärt Busch. Entsprechend gut sei das Klima. Tragende Rollen könnten etwa der vom OSC Vellmar gekommene Christian Wollenhaupt oder die beiden Rückkehrer Murat Osmanoglu und Eray Ecevit spielen.

Dies gilt auch für den erst kürzlich zu den nicht mehr ganz so jungen Junglöwen gestoßenen Lukas Iksal. Der bisherige Lohfeldener traf gegen Bosporus dreimal. „Er will sich über uns für die Erste anbieten und in die Hessenliga zurück“, sagt Hirdes.

Breiter aufgestellt ist auch das Funktionsteam. Betreuer Timo Mentel und Physio Nadine Nehlmeyer kamen vom OSC, und auch Klaus Bachmann engagiert sich stärker als zuvor. „Es ist ein echter Neuanfang, der uns die Chance gibt, alles besser zu machen als zuvor“, sagt Busch. Als Ausbildungsmannschaft wie zuvor sieht sich die KSV-Reserve nicht mehr. „Es ist zu schwer, junge Talente zu holen, wenn Anbindung und Perspektive nach oben nicht mehr gegeben sind. Über kurz oder lang sollten wir da aber wieder hinkommen“, erklärt Hirdes.

Zunächst einmal aber will der KSV „nach all dem Theater in ruhigeres Fahrwasser gelangen“, sagt Busch. Und die sportlichen Ambitionen? „Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz. Aber wir schielen schon ins obere Drittel, ohne überheblich zu werden.“

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