Sportlicher Aufschwung, positive Finanzen

Jahreshauptversammlung beim KSV Hessen: Viel Harmonie bei den Löwen

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Weiter im Aufsichtsrat: Enrico Gaede freute sich über Wiederwahl und eine friedliche Versammlung

Fußball-Hessenligist KSV Hessen Kassel hat am Montag eine friedliche Jahreshauptversammlung erlebt. Neben dem sportlichen Aufschwung sorgten dafür erfreuliche Nachrichten bei den Finanzen. 

Sportlicher Erfolg sorgt für Harmonie. Aufsichtsrat Enrico Gaede nach der Jahreshauptversammlung: "So transparent, so friedlich habe ich es lange nicht erlebt." Nicht selbstverständlich bei einem Klub, der sich mit Pleiten bestens auskennt. Die Versammlung in Stichworten: 

Der Sport

Immer dann, wenn die Namen Tobias Damm und Sebastian Busch fielen, gab es Beifall im mit 150 Mitgliedern sowie der kompletten ersten Mannschaft gut gefüllten Klubhaus bei Eppos. Das war eine Welle der Sympathie, die dem Trainer-Duo der ersten Mannschaft entgegenschlug. Vorstand Jens Rose lobte: „Diamanten entstehen unter Druck.“ Anders als der Sportliche Leiter Jörg Müller, der das Jahr betont sachlich schilderte, aber noch einmal unterstrich, dass „wir uns den Aufstieg zum Ziel gesetzt haben“, gestand Rose Fehler ein: „ Wir waren von Dietmar Hirsch überzeugt. Nach einer guten Vorbereitung wurde dann aber schnell klar, dass er nicht der Richtige ist.“ Hirsch war als Cheftrainer im Oktober entlassen worden.

Die Finanzen

Das Wirtschaftsjahr ist bei den Löwen an die Saison angepasst. Für 2018/19 endete es somit am 30. Juni. Was der für Finanzen zuständige Vorstand Swen Meier sehr anschaulich an Zahlen vorlegte, das war erfreulich. Einnahmen in Höhe von 1 132 199 Euro standen 1 086 566 Euro an Ausgaben gegenüber. Es blieb also ein Gewinn von 45 633 Euro. Ein starker Posten war dabei natürlich das Rekordspiel gegen Baunatal am Ostermontag, das den Löwen 63 000 Euro Gewinn einbrachte. Dank der positiven Zuschauer- und Sponsorenentwicklung wurde der Etat im Laufe der Saison sogar zweimal nachgebessert. Das ermöglichte zum Beispiel auch die Verpflichtung von Mahir Saglik.

Da im Jahr 17/18 bereits ein Plus von 62 000 Euro erwirtschaftet worden war, sind die Löwen ohne Risiko mit einer leichten Unterdeckung von rund 42 000 Euro in das neue Wirtschaftsjahr gestartet. „Wir planen sehr zurückhaltend“, sagte Meier – und hofft deshalb, am Saisonende doch ohne Minus dazustehen.

Die Wahlen

Hier stand die Wahl für den Aufsichtsrat im Blickpunkt. Weil die bisherigen Mitglieder Holger Günther und Stefan Hildebrandt nicht mehr zur Verfügung stehen, gab es nur drei Kandidaten. Gaede und Jens Lüdecke aus dem bisherigen Gremium, dazu Florian Beisheim aus der Abteilung Herzblut. Alle drei wurden ohne Gegenstimme gewählt. Da der Aufsichtsrat aus mindestens fünf Mitgliedern bestehen muss, werden zwei weitere aus dem Gremium heraus bestimmt. Mutmaßlich werden das erneut Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle und Rechtsanwalt Fritz Westhelle.

Die Kritik

Der verpasste Aufstieg und der verpatzte Saisonstart waren zwar inhaltlich kein Thema mehr, doch vor allem Jens Rose erinnerte an die daraus resultierende schlechte Stimmung und mahnte: „Es sind Dinge passiert, die keine Spieler und keine Verantwortlichen verdient haben. Wir müssen Respekt und Moral wieder zurückholen in diesen Verein.“ Gaede und der Schiedsrichter-Beauftragte Claus Wiegand nahmen diesen Appell ebenfalls auf.

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