Kommentar zur Situation beim KSV Hessen Kassel

Abstieg und Vertragsverlängerung mit dem Trainer: Signal im Misserfolg

Kassel. Der KSV Hessen Kassel ist abgestiegen. Das tut weh. Doch die Vertragsverlängerung von Tobias Cramer ist ein wichtiges Signal, findet HNA-Sportchef Frank Ziemke.

Nun ist es also perfekt: Der KSV Hessen Kassel ist abgestiegen. Der finanziellen Misere samt Insolvenz im Vorjahr folgte so der sportliche Absturz in die Fünftklassigkeit. Das tut weh – auch wenn der letzte Schritt kaum noch zu vermeiden war. Das Wunder von Mannheim und Saarbrücken, mit ihm war nicht wirklich zu rechnen. Abgestiegen waren die Löwen vorher. Im Grunde bereits in dieser unerklärlichen, schier unendlichen Sieglos-Serie des letzten Jahres.

Dass sie im neuen Jahr zeigten, was eigentlich in ihnen steckt, macht es noch bitterer – und weckt zugleich Hoffnung. Es war kein schlechter Weg, den dieser KSV gegangen ist. Deshalb ist die nun feststehende Personalie auch so wichtig. Mit Trainer Tobias Cramer weiterzumachen, obwohl das sportliche Ziel nicht erreicht wurde, das ist sympathisch und absolut richtig.

Cramer ist das Gesicht des KSV Hessen Kassel. Er verkörpert Bodenständigkeit, steht für Regionalität, vertraut dem Nachwuchs, baut keine Luftschlösser. Vor allem wegen ihm stehen die Fans hinter Team und Klub. Sein Bleiben im Misserfolg sollte so ein wichtiges Signal sein. An Spieler, die nun vielleicht über Wechsel nachdenken. An Sponsoren, denen die Hessenliga nicht attraktiv genug scheint. Sie werden gerade jetzt gebraucht. Damit es schnell heißen kann: Die Löwen sind wieder da.

Der KSV Hessen Kassel ist in die Hessenliga abgestiegen. Hier lesen Sie, wie es jetzt im Verein weitergeht und eine Chronik des Abstiegs.

Rubriklistenbild: © Hedler

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