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KSV Hessen Kassel macht aus 0:2 ein 2:2

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Von: Frank Ziemke

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Jon Mogge
Erzielte den Ausgleich: Jon Mogge. © Andreas Fischer

Mit großer Moral hat Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel im ersten Heimspiel aus einem Rückstand zumindest ein Unentschieden gemacht.

Kassel – Ersten Saisonsieg verpasst, aber große Moral gezeigt: Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel lag im Heimspiel gegen Rot-Weiss Koblenz nach einer schwachen ersten Halbzeit 0:2 hinten. Doch die Mannschaft von Trainer Tobias Damm steigerte sich nach der Pause und kam vor 1559 Zuschauern zumindest zu einem 2:2. Marcel Fischer und Jon Mogge erzielten die Tore.

Oliver Issa Schmitt war nicht dabei. Der Neuzugang hatte sich im Abschlusstraining verletzt. Die Löwen begannen gefällig. Ein paar schöne Flügelwechsel. Ein paar Flanken. Aber wie schon bei der Auftaktniederlage in Hoffenheim: Im Strafraum des Gegners kam lange wenig an. Für erste Gefahr sorgte ein Standard: Nael Najjar trat eine Ecke flach Richtung erster Pfosten, Innenverteidiger Maurice Springfeld rauschte heran, drückte den Ball aber rechts am Tor vorbei.

Doch bald zeigte sich, dass die Gäste in der Offensive zu viel Platz bekamen. In der 19. Minute hatten die Gastgeber noch Glück, dass Christian Stark den Ball zwar über Torhüter Nicolas Gröteke hinwegköpfte, aber auch am Gehäuse vorbei. Drei Minuten später war es dann soweit: Nach einem Freistoß kam Alexis Weidenbach frei zum Kopfball. Gröteke parierte zwar spektakulär, aber der Ball war schon über die Linie (22.).

Das war ein gehöriger Rückschlag. Und es war nicht der letzte. Die Löwen bemühten sich. Aber sie waren oft umständlich. Und ja, sie hatten auch Pech. So wie beim Konter in der 25. Minute, an dessen Ende Mogge alles richtig machte, den Gegenspieler ins Leere laufen ließ, mit links schoss. Der Ball ging aber Zentimeter rechts vorbei. Noch ärgerlicher wurde es in der Nachspielzeit. Wieder gab es die Kurze-Ecke-Variante. Wieder war Springfeld da – aber ein Koblenzer verhinderte vor der Linie den Anschlusstreffer.

Ja, Anschlusstreffer. Denn es stand bereits 0:2, weil der KSV ein weiteres Mal viel zu nachlässig verteidigt hatte. In der 31. Minute lief Thilo Töpken nach einem langen Ball auf und davon, umspielte Gröteke und schob lässig ein.

Und wie ging es nach der Pause weiter? Mit bemühten Kasselern, die wieder Pech hatten. Jascha Döringer setzte sich über links richtig schön durch, zog ab – doch das Leder klatschte an die Latte. Das wäre ein starkes Signal gewesen. So aber liefen die Löwen weiter zwei Toren hinterher. Immerhin: In der Defensive standen sie jetzt besser.

In der 63. Minute wechselte Tobias Damm in der Offensive gleich dreimal aus. Kurz darauf fiel das erste Tor der Saison. Und es war eine Co-Produktion zweier eingewechselter Spieler. Iksal legte quer auf Marcel Fischer, der den Ball endlich über die Linie brachte. Zwei Minuten später wurde es dann bereits richtig laut im Auestadion. Iksal traf zum Ausgleich. Aber der Jubel verstummte schnell. Abseits!

Einmal noch mussten die Löwen durchatmen, als Weidenbach freistehend volley über das Tor schoss (75.). Aber dann fiel das 2:2, das mittlerweile hochverdient war. Najjar flankte von rechts, Mogge setzte zum Flugkopfball an, drin war der Ball. So einfach, so schön kann Fußball sein. Und der KSV wollte jetzt noch mehr, drängte auf die Führung. Der ebenfalls eingewechselte Daniele Vesco verpasste sie knapp, als er Zentimeter links vorbeischoss (85.). So blieb es bei einem Punkt und dem Fazit: Die Moral der Löwen stimmt.

Hier gibt‘s den Liveticker zum Nachlesen.

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