Es soll Änderungen geben 

Samstag tritt der KSV Hessen in Waldgirmes an: Wie baut Hirsch hinten um?

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Er könnte eine Alternative sein: Sergej Evljuskin (links) im Spiel gegen Friedberg. 

31 Gegentore kassierte der KSV Hessen Kassel in der vergangenen Saison in der Fußball-Hessenliga – in 32 Spielen. Nach zwei Partien in der aktuellen Spielzeit sind es bereits sechs.

War es 2018/2019 rund ein Gegentreffer im Schnitt, sind es derzeit drei. Trainer Dietmar Hirsch hatte seinem Personal nach dem 3:4 in Stadtallendorf noch das Vertrauen ausgesprochen. Anschließend an den 4:2-Sieg gegen Friedberg am vergangenen Wochenende kündigte er aber Konsequenzen an.

Hirsch sprach damit die Probleme in der Defensive an, betont aber noch einmal: „Ich meinte nicht, dass wir externe Verstärkungen holen werden. Unser Kader ist breit. Aber wir müssen die Abwehr dicht bekommen.“ Er sei nicht zufrieden mit den beiden Spielen bislang. „Das ist Leistungsfußball. Das hat nichts mit den einzelnen Charakteren zu tun. Aber am Ende zählt eben die Leistung, und daran müssen sich die Spieler messen lassen.“

Bislang bildeten NeuzugangAlexander Mißbach (25 Jahre alt) und Jan-Philipp Häuser (21) die Innenverteidigung. Dass das auch morgen beim Gastspiel in Waldgirmes (15 Uhr) so sein wird, darf bezweifelt werden. Einer wird wohl weichen müssen. Und auch wenn Mißbach in den ersten zwei Partien ebenfalls zweimal patzte, wird es wohl eher den jungen Häuser treffen. Er sich wohl zunächst einmal auf der Bank wiederfinden wird. Nach drei Fehlern gegen Stadtallendorf, die jeweils zu einem Gegentor führten, unterlief Häuser gegen Friedberg der nächste Schnitzer. Wieder folgte ein Gegentreffer. Hirsch reagiert umgehend und nahm den Verteidiger vom Feld.

Der Trainer hat sich nach eigenen Aussagen noch nicht festgelegt, aber selbst Alternativen angesprochen.Luis Allmeroth (20) muss sich demnach derzeit hinten anstellen. Ingmar Merle (29), der in der vergangenen Saison in der Innenverteidigung überzeugte, tat das gegen Friedberg auf der Position des Rechtsverteidigers. Solange Nael Najjar verletzt ausfällt, wird Merle, der gegen Friedberg drei Torvorlagen lieferte, wohl auch erst einmal außen verteidigen.

Bleiben drei Namen für die Zentrale: Sergej Evljuskin (31), Brian Schwechel(21) und Dominik Schneider (24). Letzterer könnte für das Spiel gegen Waldgirmes allerdings nicht zur Verfügung stehen. Er verletzte sich im Training am Mittwoch. Evljuskin und Schwechel sind sonst im defensiven Mittelfeld zuhause. Zumindest einer von beiden kennt die Rolle als Innenverteidiger aber schon.

Als Häuser zuletzt ausgewechselt wurde, rückte Evljuskin hinten rein. „Ich weiß noch nicht, was der Trainer vorhat, aber ich bin bereit, sagt der 31-Jährige. „Ich fühle mich im Mittelfeld wohl, es ist ein anderes Spiel, als das des Innenverteidigers. Aber da habe ich in der vergangenen Saison ja auch schon ausgeholfen.“ Evljuskin beschreibt die Veränderung im Spiel mit einem anschaulichen Bild, das Trainer häufig zur Erklärung nutzen würden. „Die Risiko-Ampel steht hinten auf Rot, im Mittelfeld auf Gelb und vorn auf Grün – da wird es nicht gleich gefährlich, wenn man mal den Ball verliert.“

Schwechel äußert sich ähnlich: „Im Training habe ich das schon mal gespielt, sonst noch nicht. In der Hessenauswahl vielleicht mal. Meine Lieblingsposition ist im Mittelfeld, aber ich mache das, was der Trainer will.“ Es bleibt die Frage: Wie baut Hirsch hinten um, damit die Abwehr-Ampel nur für die Stürmer auf Rot springt?

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