Abstieg droht

KSV Hessen Kassel siegt 3:2 und muss jetzt auf zwei Aufsteiger hoffen

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Gewonnen - und jetzt? Der KSV um Kapitän Frederic Brill (l.) schlägt Eintracht Stadtallendorf zwar 3:2, muss aber weiter um den Klassenerhalt bangen.

Kassel. Wilde Fahrt für den KSV: 2:0 geführt, Ausgleich kassiert, gezittert, gehofft, gebangt – und dann doch mit 3:2 (1:0) gegen Eintracht Stadtallendorf gewonnen.

Der KSV Hessen hat seine Aufgabe im Abstiegskampf der Fußball-Regionalliga Südwest am letzten Spieltag vor knapp 5000 Zuschauern am Samstag im Auestadion erfüllt – wenn auch am Ende mit einer großen Nervenbelastung für die eigenen Anhänger.

Leider gab es aus Elversberg keine Schützenhilfe für die Löwen. Dort gewann Koblenz klar mit 4:0 und blieb damit vor den Nordhessen, welche die Saison auf Platz 16 beenden. Der KSV ist nun von den Aufstiegsspielen in die Dritte Liga abhängig, die Ende Mai stattfinden. Dort müssen sowohl Meister Saarbrücken als auch Vizemeister Mannheim aufsteigen, damit im Auestadion auch nächste Saison viertklassiger Fußball gespielt werden kann.

Im Vergleich zum Spiel in Koblenz stellte Tobias Cramer sein Team auf einer Position um. Marco Dawid begann in der Startelf für Steven Rakk. Und Dawid sorgte nicht nur für richtig viel Schwung über die rechte Seite, sondern hatte auch die erste Chance des KSV in der zehnten Minute. Die Löwen waren feldüberlegen, drückten die Gäste in ihre eigene Hälfte.

Doch Stadtallendorf blieb mit Kontern gefährlich. Del Angelo Williams prüfte KSV-Torwart Niklas Hartmann, der die kurze Ecke aber perfekt abdeckte (19.). In der 22. Minute scheiterte Sergej Schmik aus kurzer Distanz und verpasste das 1:0 für die Gastgeber (22.). Nur drei Minuten später ist dann aber zum ersten Mal richtig Jubel im Auestadion. Stadtallendorfs Torwart Manuel Bachmeier trifft mit seinem Abschlag den eigenen Abwehrspieler, Sebastian Schmeer schaltet am schnellsten und passt quer zum völlig freistehenden Tim-Philipp Brandner, der nur noch einschieben braucht. Der Traum vom Klassenerhalt lebt.

KSV Hessen Kassel gewinnt gegen Eintracht Stadtallendorf

KSV Hessen Kassel gegen Eintracht Stadtallendorf
 © Christian Hedler
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Zu diesem Zeitpunkt steht es noch 0:0 in der Partie zwischen Elversberg und Koblenz, der KSV müsste aktuell nur auf einen Aufsteiger aus der Regionalliga Südwest in die Dritte Liga hoffen. Die Löwen sind weiter spielbestimmend, haben die nächste riesengroße Möglichkeit durch Cedric Mimbala, der einen Eckball von Sascha Korb völlig frei am Tor vorbeiköpft (29.). Aber auch Stadtallendorf bleibt gefährlich und lässt sich keinesfalls hängen. Amar Zildzovic hat die beste Chance, trifft aber nur den linken Pfosten (35.).

So bleibt es bei der 1:0-Führung zur Halbzeit, die zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht mehr ganz so viel Wert ist, weil Koblenz in Elversberg mittlerweile ebenfalls mit 1:0 in Front ist und damit die Löwen wieder in der Tabelle hinter sich gelassen hat. Jetzt muss der KSV auf zwei Aufsteiger hoffen, um den Klassenerhalt zu schaffen.

Kurz nach der Pause steht dann Sebastian Schmeer im Mittelpunkt – und das gleich dreimal. In der 47. Minute verpasst er eine Hereingabe von Brandner, dann bedient er Dawid, der knapp rechts vorbeischießt (51.) und in der 55. Minute erlöst Schmeer die Löwen-Fans mit dem 2:0. Schmik hatte aus dem Gewühl heraus im Strafraum die Übersicht behalten und den KSV-Stürmer bedient, der den Ball in die Maschen drischt. An der Situation in der Tabelle ändert das nichts, da Koblenz mittlerweile 2:0 in Elversberg führt und sich die Gastgeber zudem eine Rote Karte eingehandelt haben.

Nach einem Kopfball von Lukas Albrecht an die Latte (65.) müssen die Löwen trotz drückender Überlegenheit noch einmal um den Sieg zittern. Denn Del Angelo Williams verwandelt einen Freistoß aus 20 Metern zum Anschlusstreffer für Stadtallendorf (74.). Auf einmal werden die Gäste wach, und der KSV kontert im eigenen Stadion. Koblenz führt indes schon 4:0, jetzt müssen die Löwen zumindest den viertletzten Platz gegenüber den Stuttgarter Kickers verteidigen, die 2:1 beim FSV Frankfurt vorn liegen. Und dann hängt auf einmal die Zukunft des gesamten Vereins am seidenen Faden. Valon Ademi lupft den Ball über Hartmann hinweg zum 2:2 in die Maschen (87.).

Ein Gegentor noch, und der KSV ist direkt abgestiegen. Doch dann kommt Sebastian Schmeer. Tankt sich durch drei, vier Spieler durch und erlöst die Löwen-Fans in der Nachspielzeit mit dem 3:2. Jetzt heißt es Hoffen und Bangen. Bis Ende Mai. Dann müssen beide Vertreter der Regionalliga Südwest in die Dritte Liga aufsteigen, damit die Löwen die Klasse halten.

Die KSV-Mannschaft bedankte sich nach dem Spiel bei ihren Fans.

KSV: Hartmann – Schmik, Mimbala, Albrecht, Korb – Brill – Dawid (71. Leinhos), Schwechel (80. Evljuskin), Bravo Sanchez (84. Baumgarten), Brandner - Schmeer

Stadtallendorf: Bachmeier – Gaudermann, Vidakovics, Völk, Dinler – Baltic, Abdul – Zildzovic (62. Ademi), Vier (62. Geljic), Suero – Williams (79. Michel)

Schiedsrichter: Göpferich (Bretten-Bauerbach)

Zuschauer: 4900

Tore: 1:0 Brandner (25.), 2:0 Schmeer (55.), 2:1 Williams (74.), 2:2 Ademi (87.), 3:2 Schmeer (90.+2)

Gelbe Karten: Brill / -

 

Entscheidung über Auf- und Abstieg

Der KSV Hessen Kassel beendet die Saison auf Tabellenplatz 16. Damit müssen die Kasseler auf zwei Aufsteiger aus der eigenen Regionalliga hoffen. Die Meister der fünf Regionalligen sowie der Zweite der Südwest-Staffel spielen drei Aufsteiger in die 3. Liga aus. 

Die Partien (Hinspiele am 24. Mai, Rückspiele am 27. Mai):

  • 1. FC Saarbrücken gegen 1860 München
  • Meister der Regionalliga Nord (HSV II oder SC Weiche Flensburg 08) gegen Energie Cottbus
  • Meister der Regionalliga West (KFC Uerdingen oder Viktoria Köln) gegen Waldhof Mannheim

 

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