2:0 bei Damms Debüt 

KSV Hessen schlägt Steinbach: Erfolgreich beim Neuanfang

Zufrieden: Tobias Damm (links) und sein Co-Trainer Sebastian Busch. 
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Zufrieden: Tobias Damm (links) und sein Co-Trainer Sebastian Busch. 

„Es geht doch! Und es geht weiter!“ Es war nur ein Ruf eines Fans, als die Spieler des KSV Hessen Kassel am Samstagnachmittag eine Runde drehten.

Gerade hatten sie 2:0 (1:0) gegen den SV Steinbach gewonnen. Der erste Sieg in der Fußball-Hessenliga nach drei erfolglosen Spielen, die zur Entlassung von Trainer Dietmar Hirsch geführt hatten. Und doch waren diese beiden Sätze bemerkenswert. Denn noch vor einer Woche herrschte im Aue-stadion Untergangsstimmung. Mit dem neuen Trainergespann Tobias Damm/Sebastian Busch und einer etwas veränderten Ausrichtung wurden auch die Fans zurück ins Boot geholt.

Schon als der Stadionsprecher vor dem Anpfiff Damms Namen rief, gab es viel Applaus. Der Stimmungsboykott fand ein Ende. Die Spieler klatschten in Richtung der Nordkurve und bekamen dafür wieder eine 90-minütige Unterstützungsantwort. Damm sagte hinterher: „Vielen Dank an die Fans. Man hat gesehen, was sie ausmachen können.“

KSV Hessen Kassel: Defensive stand sicher

Und tatsächlich: Die Löwen machten noch nicht alles besser als zuletzt, aber doch entscheidende Dinge. War die Chancenverwertung gegen den Aufsteiger wieder einmal fahrlässig, der Sieg nicht deutlich genug, stand die Defensive sicher, leistete sich keinen Aussetzer. Damm hatte auf Viererkette umgestellt. Alexander Mißbach und Sergej Evljuskin verteidigten zentral, Frederic Brill wurde wieder ins defensive Mittelfeld vorgezogen. Die Löwen agierten in der vertrauten 4-1-4-1-Ordnung.

Darf wieder jubeln: Adrian Bravo Sanchez (rechts). Links: Frederic Brill. 

Für etwas Ruhe sorgte Mahir Saglik bereits in der 9. Minute, als er von Brill per Chipball klasse freigespielt wurde, anschließend eiskalt blieb und zur Führung traf. Der KSV hatte das Spiel anschließend im Griff, Steinbach war mehr als harmlos. Das zweite Tor war eigentlich nur eine Frage der Zeit, Chancen waren viele da. Ein Beispiel, das stellvertretend dafür steht, warum es bis zur 53. Minute dauerte, ehe die Löwen nachlegten: Nach einem tollen Spielzug stand Lukas Iksal am zweiten Pfosten frei, hat das leere Tor vor sich, traf aber den Pfosten (40.).

2:0-Sieg für den KSV Hessen Kassel

In der 53. Minute klappte es dann endlich mit dem 2:0. Die Geschichte des Treffers ist eine besondere. Denn Torschütze war Adrian Bravo Sanchez, der zuletzt nicht einmal im Kader stand. Der Mittelfeldspieler wurde von Tim Brandner klasse bedient, knallte den Ball aus kurzer Distanz unter die Latte und ins Tor. Hinterher sagte er: „Es war einfach schön, in dieser Saison im Auestadion das erste Mal von Beginn an zu spielen. Ich habe lange darauf gewartet und hatte Gänsehaut. Glücklich ist gar kein Ausdruck für meine Gefühlslage gerade. Danke ans Trainerteam für das Vertrauen.“

Damm war mit seinem Spieler „sehr zufrieden“. „Adrian passt perfekt in dieses System. Er hat wieder 13, 14 Kilometer abgespult“, sagte er. Es war ein erfolgreicher kleiner Neuanfang für die Löwen, in vielerlei Hinsicht. Damm, ganz Gentleman, merkte noch an: „Vielen Dank an meinen Vorgänger. Ich habe viel gelernt.“

Seit dem Debüt von Tobias Damm befindet sich der KSV Hessen Kassel im Höhenflug. Nach dem Kantersieg in Friedberg sprach Damm von der bisher besten ersten Hälfte.

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