KSV siegt im Hessenpokal mit 3:0 in Biedenkopf – Flutlicht fällt 20 Minuten aus

Vescos Doppelpack ebnet den Weg

Laufduell: KSV-Spieler Maurice Springfeld (links) verfolgt in dieser Situation Daniel Gora vom VfL Biedenkopf. Am Ende setzten sich die Löwen im Hessenpokal beim Gruppenligisten durch.
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Laufduell: KSV-Spieler Maurice Springfeld (links) verfolgt in dieser Situation Daniel Gora vom VfL Biedenkopf. Am Ende setzten sich die Löwen im Hessenpokal beim Gruppenligisten durch.

Am Anfang noch etwas zäh, am Ende dann aber höchst souverän: Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel hat sich in der dritten Runde des Hessenpokals keine Blöße gegeben und zog mit einem ungefährdeten 3:0 (1:0)-Sieg bei Gruppenligavertreter VfL Biedenkopf in die nächste Runde ein.

Dabei mussten alle Spieler wesentlich mehr Geduld als geplant beweisen, weil die Flutlichtanlage zwischenzeitlich streikte.

Löwen-Coach Tobias Damm hatte kräftig am Personalkarussell gedreht. Im Vergleich zur 1:2-Niederlage in der Regionalliga Südwest gegen den VfR Aalen blieben nur Maurice Springfeld, Nael Najjar und Moritz Flotho in der Startelf. Dafür standen etwa Steven Rakk und Aram Kahraman für Brian Schwechel sowie Frederik Brill im Kader. Lukas Iksal ersetzte im Sturm Jon Mogge, und Paul Stegmann feierte schließlich seine Pflichtspielpremiere für den KSV.

Nach acht gespielten Minuten war dann auch schon wieder Feierabend, weil das Flutlicht ausfiel. Die beiden Teams gingen in die Kabine und warteten dort etwa 20 Minuten, ehe die Lampen wieder brannten. Mit Wiederbeginn gestattete der gastgebende Gruppenligist dem KSV gut 80 Prozent Ballbesitz und harrte mit bis zu acht defensiven Akteuren der Dinge. Was kam, waren schön anzusehende, aber letztlich wenig produktive lange Bälle des Regionalligisten, auf die sich die Gastgeber meist einstellen konnten.

Wenn etwas ging für den KSV, dann meistens über die rechte Außenbahn und den fleißigen Nael Najjar. Die eine oder andere Halbchance stellte sich ein, die meist aus den unzähligen Eckbällen resultierte. Die größte Chance der Anfangsphase besaß Biedenkopfs Dennis Rakowski, der in der 27. Minute allein auf KSV-Keeper Maximilian Zunker zusteuerte, der per Fußabwehr klärte. Drei Minuten vor der Pause besorgte schließlich der gefoulte Daniele Vesco per Strafstoß das 1:0 für den haushohen Favoriten.

Auch nach dem Seitenwechsel war die Einbahnstraße in Richtung des Biedenkopfer Gehäuses geöffnet. Weil Jascha Döringer (48.), Moritz Flotho (51.) und Daniele Vesco (53./73.) ihre Hochkaräter nicht im gegnerischen Kasten unterbrachten, blieb die Partie spannender, als dies aus Kasseler Sicht nötig gewesen wäre. „Wir haben das Spiel von der Einstellung her prima angenommen. Es war nicht leicht gegen tief stehende Biedenkopfer, aber am Ende sah es dann besser aus, als wir endlich auch die Chancen genutzt haben“, sagte KSV-Trainer Tobias Damm, der dann auch noch Mate Mustapic zu seinem ersten Einsatz verhalf.

Daniele Vesco (79.) und der starke Serkan Durna mit einem sehenswerten Solo (86.) beseitigten mit ihren Treffern zum 3:0 schließlich die letzten kleinen Zweifel am verdienten Erfolg des KSV in Biedenkopf.

VfL Biedenkopf –
KSV Hessen Kassel 0:3 (0:1)
Biedenkopf: Geiss – Höflein, Kovacevic, Löwer, Runzheimer – Zucca, Taskiran, Zaun – Hidic (46. Herrmann), Rakowski (71. Cegledi) – Gora (65. Yildirim)
Kassel: Zunker – Durna, Springfeld, Stegmann – Kahraman, Rakk – Vesco (82. Mustapic), Najjar, Döringer (77. Feigenspan) – Iksal (77. Mogge), Flotho
SR: Waldinger (Rauschenberg) – Z: 950
Tore: 0:1 Vesco (42., Foulelfmeter), 0:2 Vesco (79.), 0:3 Durna (86.)
Gelbe Karten: - / Iksal

Von Rainer Maaß und Torsten Kohlhaase

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