1. Startseite
  2. Sport
  3. KSV Hessen Kassel

0:0 gegen Hoffenheim: Wieder keine Tore im Auestadion

Erstellt:

Von: Torsten Kohlhaase

Kommentare

Oft im Blickpunkt des Geschehens: Nael Najjar überzeugte beim KSV Hessen erneut mit schnellen Flankenläufen und scharf hereingabrachten Ecken. In dieser Szene setzt er sich gegen den Hoffenheimer Gautier Ott durch.
Oft im Blickpunkt des Geschehens: Nael Najjar überzeugte beim KSV Hessen erneut mit schnellen Flankenläufen und scharf hereingabrachten Ecken. In dieser Szene setzt er sich gegen den Hoffenheimer Gautier Ott durch. © Andreas Fischer

Der KSV Hessen trifft einfach nicht mehr im Auestadion: Nach drei Spielen ohne eigenes Tor in Heimspielen musste sich der Fußball-Regionalligist am Sonntag mit einem 0:0 gegen die Reserve der TSG Hoffenheim begnügen.

Nach einer ereignisarmen ersten Hälfte hätten die Gastgeber vor allem aufgrund eines engagierten zweiten Durchgangs den Sieg verdient gehabt.

Löwen-Coach Tobias Damm änderte seine Aufstellung auf zwei Positionen gegenüber dem Koblenz-Spiel. Für Alexander Mißbach und Moritz Flotho rückten Serkan Durna und Nils Stendera in die Startelf. Bei der TSG Hoffenheim verblieb nur Torjäger Nick Proschwitz in der Anfangsformation, dafür standen mit Justin Che und Marco John zwei Spieler im Kader, die am Samstag bei der 0:3-Niederlage gegen Hertha BSC in der Bundesliga eingewechselt wurden.

Zunächst war von ihnen allerdings nicht so viel zu sehen. Die Löwen machten es in der ersten Viertelstunde gut, standen eng an ihren Gegenspielern und ließen kaum etwas zu. Nael Najjar sorgte für den ersten Höhepunkt, als er in der achten Minute einen Freistoß aus halbrechter Position frech um die Mauer direkt aufs Tor zirkelte. Insgesamt mussten sich die Zuschauer im Auestadion durch eine zähe und überschaubare erste Hälfte kämpfen, die sich nur selten durch Strafraumszenen auszeichnete. Zudem vertrauten beide Teams eher auf lange Bälle, da sich die Kurzpässe mit den Platzverhältnissen oft nicht so sonderlich gut vertrugen.

Die Gäste kamen nach knapp 20 Minuten besser ins Spiel. Nick Breitenbücher traf nach einer Vorlage von Andreas Ludwig aus spitzem Winkel nur das Außennetz (18.), Felix Hagmanns Schuss im Sechzehner konnte die KSV-Abwehr mit vereinten Kräften blocken (36.). Zwei Abschlüsse kamen dann auch noch von den Gastgebern. Jascha Döringers Versuch vom linken Strafraumeck war eine sichere Beute von Hoffenheims Torwart Nahuel Noll (41.), die Direktabnahme von Tim Dierßen hätte ein Traumtor werden können, der Ball rauschte aber rechts am Kasten vorbei (45.).

Besser aus der Pause starteten zunächst die Kraichgauer. Einen abgefälschten Proschwitz-Freistoß lenkte KSV-Keeper Maximilian Zunker über die Latte (57.), wenig später erwischte Gautier Ott nach seinem Flankenlauf über die linke Seite nur das Außennetz. Es war jetzt ein munteres, ein schnelleres, ein sehr viel lebhafteres Spiel, in dem der KSV nach einer guten Stunde seine dickste Chance verzeichnete. Freistoß Najjar auf den langen Pfosten, Kopfball Kevin Nennhuber, doch Noll ist schnell auf dem Boden und zur Stelle.

Die Löwen hatten nun längst das Heft in der Hand, liefen einen Angriff nach dem anderen. Eine Viertelstunde vor Schluss versuchte es Najjar zentral von der Strafraumgrenze, aber sein Schuss ging deutlich übers Tor. Danach brachte er zwei Eckbälle scharf vors Tor, die ins Halbfeld zu Dierßen abgewehrt wurden. Der konnte aber mit seinen Schüssen aus der zweiten Reihe nichts ausrichten.

Überhaupt stand Najjar nun immer mehr im Mittelpunkt. In der 83. Minute schob Flotho einen Ball durch den Strafraum auf die rechte Seite, doch Najjar drosch ihn per Seitfallzieher aus halber Höhe über das Gehäuse. Dann wieder Ecke. Najjar auf Maurice Springfeld, der köpfte überragend, doch Noll lenkte den Ball mit einem hervorragenden Reflex noch übers Tor (88.). Sie hätten ihren Treffer heute vor allem aufgrund der zweiten Halbzeit verdient gehabt, doch am Ende stand auch im vierten Heimspiel in Folge die Null bei den Löwen.

Auch interessant

Kommentare