KSV kann Siegesserie beim 1:1 nicht fortsetzen, überzeugt aber trotzdem

„Drei Punkte waren definitiv drin“

Machte ein starkes Spiel, blieb am Ende aber ohne Tor: KSV-Stürmer Mike Feigenspan, hier gegen den Bahlinger Mihailo Trkulja.
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Machte ein starkes Spiel, blieb am Ende aber ohne Tor: KSV-Stürmer Mike Feigenspan, hier gegen den Bahlinger Mihailo Trkulja.

Ja, es hätten zwei Punkte mehr sein können. Da waren sich alle Beteiligten einig. Und irgendwie schwebte über dieser Partie der 29. Oktober 2016, also der Tag vor fast genau fünf Jahren, als der KSV Hessen unter Trainer Tobias Cramer den vierten Sieg in Folge in der Fußball-Regionalliga Südwest gefeiert hatte.

Nach drei Erfolgen waren die Löwen auch diesmal ganz nah dran, mussten sich aber am Ende mit einem 1:1 (1:0) gegen den Bahlinger SC begnügen – verbunden mit der Tatsache, dass die Nordhessen gegen das Team vom Kaiserstuhl weiter auf den ersten Sieg warten.

„Wir haben ein gutes Spiel gemacht, von daher bin ich sehr zufrieden. Mit dem Ergebnis müssen wir leben, aber drei Punkte waren heute definitiv drin“, sagte KSV-Coach Tobias Damm, dessen Team vor allem in der Nachspielzeit der zweiten Hälfte drei Gelegenheiten liegen ließ. Der eingewechselte Jon Mogge verpasste gleich zweimal das 2:1, Mike Feigenspan schoss nach seinem Doppelpack in Pirmasens knapp am langen Eck vorbei.

„Zehn Punkte aus den letzten vier Spielen – da kann man nicht meckern. Aber wenn man unsere Chancen sieht, müssen wir eigentlich gewinnen“, sagte Feigenspan im Anschluss. Auf die Frage, ob der Rückkehrer nun erneut bei den Löwen angekommen ist, meinte er: „Klar, ich war ja eigentlich gar nicht richtig weg. Ich fühle mich hier unglaublich wohl.“ Und das sah man auch gegen Bahlingen. Gleich dreimal bereitete er mustergültig vor, aber auch dreimal verpasste Marcel Fischer in aussichtsreicher Position. In der 72. Minute war es Feigenspan dann selbst, der aus spitzem Winkel das kurze Eck anvisierte, aber nur den linken Pfosten traf.

Vor allem in der ersten Halbzeit waren die Löwen klar überlegen und führten durch Maurice Springfeld völlig verdient mit 1:0 (21.). Der Verteidiger hatte einen scharfen und flachen Najjar-Freistoß aus dem Mittelfeld mit dem Kopf ins Tor verlängert. Im weiteren Spielverlauf verpasste es der KSV allerdings, die Führung auszubauen.

Die kalte Dusche der Gäste folgte dann in der 56. Minute, als Ivan Novakovic der Ausgleich fast wie aus dem Nichts gelang. „Das ärgert mich richtig. Wir hatten keinen Druck und haben diesen langen Ball in die Schnittstelle einfach schlecht verteidigt. Am Ende hat er ihn dann super getroffen“, sagte Damm, dem die ersten zehn Minuten nach der Pause nicht so gut gefallen haben, da sein Team dort zu nachlässig agiert habe.

Dass es am Ende nichts mit drei Punkten wurde, hatte auch mit der Schlussphase zu tun, in der laut KSV-Verteidiger Alexander Mißbach „das Quäntchen Glück“ gefehlt hat. Der nächste Gegner am Samstag heißt wieder Balingen, dann aber geht die lange Reise für die Löwen in die Nähe des Bodensees.

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