KSV-Gegner schließt das Jahr mit einem Pokalkracher ab

Spatzen denken noch nicht an Schalke

Fußballer Anton Fink vom SSV Ulm gestikuliert auf dem Fußballplatz
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Prominentester Spieler in Ulm: Anton Fink, hier in der Partie gegen Koblenz, war bereits Torschützenkönig der Dritten Liga.

3:0 in Stadtallendorf, 4:0 in Alzenau. Der SSV Ulm ist richtig gut aus der Pause gekommen, die die Fußball-Regionalliga Südwest coronabedingt einlegen musste. Wenn die Spatzen nun Löwen empfangen, dann ist die Ausgangslage also anders, als es die Tiernamen verheißen würden.

Die Spatzen aus Ulm gehen am Samstag um 14 Uhr im Donaustadion als Favorit in die Partie gegen die Löwen des KSV Hessen Kassel.

Der KSV ist ja gerade beim 1:5 in Offenbach richtig gerupft worden. Holger Bachthaler, Trainer des SSV sagt trotzdem: „Wir machen keine Experimente, werden niemanden schonen. Dafür ist das Spiel gegen Kassel zu wichtig, dafür ist Kassel zu gut.“ Schonen? Ach richtig, da ist ja noch etwas. Am kommenden Dienstag steht für die Ulmer der Höhepunkt des Jahres an, wenn es in der zweiten Runde des Pokals gegen den Bundesliga-Krisenklub Schalke geht. In Runde eins hatte der Viertligist bereits beim 2:0 gegen den Zweitligisten Aue überrascht.

Bachthaler sagt trotzdem: „Wir denken nicht an Schalke. Das können wir dann ab 16 Uhr am Samstag machen.“ Klar, was soll ein Trainer sonst sagen. Und genau das wird er von seiner Mannschaft verlangen – schließlich steht der Klub, der vor dem Saisonstart zum erweiterten Kreis der Aufstiegskandidaten gezählt wurde, in der Tabelle auf Rang fünf noch aussichtsreich da. Der Trainer sieht da aber keinen Druck. „Mittelfristig ist es unsere Zielsetzung, aus der Regionalliga rauszukommen. Wir mussten aber auch schon einige Rückschläge in dieser Saison verkraften.“

Was er meint, sind die Niederlagen, die der SSV sich vor allem gegen Teams auf den hinteren Rängen der Tabelle einfing. 1:2 in Hoffenheim. 1:3 in Großaspach. 0:2 gegen Aalen. Auch beim 0:0 in Koblenz und in Walldorf blieben unerwartet Punkte liegen. Umgekehrt spielen die Ulmer gegen die Topteams der Liga richtig gut. 2:0 gegen Elversberg. 3:1 gegen den FSV Frankfurt. 1:1 in Steinbach. Und: 1:0 gegen Kassels letzten Gegner Offenbach. Mit nur elf Gegentoren stellt der Klub derzeit nach Offenbach die zweitbeste Defensive der Liga. Erstaunlich zudem: Bester Torschütze ist mit sechs Treffern Johannes Reichert – ein Innenverteidiger!

Bekanntester Spieler der Ulmer aber ist Anton Fink. Der 33-Jährige spielte bereits für 1860 München, die Spielvereinigung Unterhaching, den Karlsruher SC und beim Chemnitzer FC. In der Saison 2008/2009 wurde er Torschützenkönig der Dritten Liga.

Was dem KSV Hessen heute Hoffnung machen darf, ist ein Blick in die Bilanz. Die Traditionsklubs, die auch diverse Insolvenzen gemein haben, trafen in Spielklassen von der 2. Bundesliga bis zur Oberliga Süd aufeinander. In der Regionalliga Südwest gab es bisher acht Duelle. Und: Bei vier Siegen und vier Unentschieden sind die Löwen gegen die Spatzen ohne Niederlage.

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