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Keine Tore im Auestadion: KSV Hessen spielt unentschieden gegen Frankfurt

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Von: Frank Ziemke

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Kasseler Auestadion
Das Kasseler Auestadion, derzeit im Lockdown © Andreas Fischer/nh

Ohne Derbysieg in die Winterpause: Der KSV Hessen Kassel hat einen perfekten Jahresabschluss verpasst. Gegen den FSV Frankfurt ergatterten die Gastgeber beim 0:0 zumindest einen Punkt, enttäuschten aber in der Offensive. 

Kassel - Brian Schwechel trägt die Kapitänsbinde in diesem Derby. Klar, es ist sein letztes Spiel für die Löwen. Frederic Brill, der diese Binde sonst trägt, findet sich zudem in neuer Rolle wieder. Er vertritt den gesperrten Hendrik Starostzik in der Innenverteidigung. 

Seine Mannschaft kommt gut ins Spiel. Die Löwen lassen Frankfurt zu Beginn wenig Raum, haben früh zwei Chancen durch gefährliche Distanschüsse. Alexander Mißbachs Versuch aus 25 Metern (6.) geht aber ebenso knapp über das Tor von Daniel Endres wie kurz darauf der von Daniele Vesco, der sich an der Strafraumgrenze ein Herz fasst.

Nach und nach aber wird der Auftritt der Gastgeber unrunder. Die Löwen reiben sich in vielen Zweikämpfen auf. Der Spielfluss gerät ins Stocken. Wenn offensiv etwas geht, dann meist über die rechte Seite, wo Nael Najjar immer wieder den Weg Richtung Strafraum sucht. So wie in der 33. Minute, als der Außenverteidiger Richtung Grundlinie zieht, den Ball dann zurück an die Strafraumkante legt, wo Marcel Fischer steht. Dessen Schuss geht aber am Tor vorbei.

Von dieser Möglichkeit abgesehen ist der FSV mittlerweile längst die dominierende Mannschaft mit guten Chancen. Ein Schuss von Arif Güclü wird im Strafraum abgeblockt (27.) , einer von Dren Hodja geht über das Tor (30.). Und kurz vor der Pause hat der KSV gleich zweimal das Glück auf seiner Seite. Zunächst geht ein Kopfball von Innenverteidiger Alieu Sawaneh leicht abgefälscht am Pfosten vorbei (42.). Und bei der anschließenden Eckenserie verpasste auch Leonhard von Schrötter das Tor knapp.

Erst nach der Pause drängen die Gastgeber wieder etwas häufiger Richtung Frankfurter Tor. Zunächst fehlt noch die Zielstrebigkeit, wie bei der Aktion von Marcel Fischer, der sich schön durchsetzt und in den Strafraum zieht - sich dann aber viel zu leicht nach Außen abdrängen lässt (50.). In der 53. Minute aber ist es soweit: Torjubel im Auestadion. Najjar steckt den Ball schön durch auf Jascha Döringer. Der steht frei und lupft den Ball über Endres ins Tor. Doch der Jubel endet abrupt, wird abgelöst von „Schieber“-Rufen. Der Linienrichter hebt die Fahne. Abseits! Eine knappe Entscheidung.

Frankfurt lautert zunächst mehr auf Konter. Aber es ist dann wie in der ersten Hälfte: Es sind die Gäste, die nach und nach wieder besser in die Partie kommen. Und dann auch die Chancen zur Führung haben. Zunächst verfehlt Jake Hirst mit einem Seitfallzieher das Gehäuse (63.). Und dann ist es zweimal Maximilian Zunker, der seine Mannschaft vor dem Rückstand bewahrt. Hirsts Kopfball bugsiert der Schlussmann im Nachfassen zur Ecke (71.). Und bei Robin Williams Schuss aus der Drehung taucht er blitzschnell ab, lenkt den Ball um den Pfosten (79.).

In die Schlussminuten treiben die Fans die Löwen dann noch einmal energisch nach vorn. Mike Feigenspans Schuss in der Nachspielzeit stellt Endres vor Probleme. Doch ein Treffer will nicht gelingen. Dazu fehlte es im letzten Spiel des Jahres einfach an Durchschlagskraft und Genauigkeit in der Offensive. 

Statistik: So hat der KSV Hessen Kassel gespielt

Kassel: Zunker - Najjar, Springfeld, Brill, Mißbach - Kahraman (83. Stendera), Schwechel, Vesco (83. Iksal), Durna (73. Nennhuber) - Döringer (63. Feigenspan), Fischer (63. Flotho)

Frankfurt: Endres - von Schrötter, Sawaneh, Gottwalt, Williams - Reutter (70. Karahan), Azaouagh, Hodja (85. Konrad), Franjic - Hirst, Güclü

Schiedsrichter: Jan Dennemärker

Zuschauer: 1595

Gelbe Karten: Najjar, Brill - Hodja, Azaouagh, Franjic

Von Frank Ziemke

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