Am Samstag in Friedberg 

Der KSV Hessen stellt die beste Offensive der Liga: Stärke durch Ausgeglichenheit

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Der beste Torschütze: Mahir Saglik. 

Zwar sind bereits 17 Partien in der Fußball-Hessenliga absolviert, so richtig rum ist die Hinserie aber dennoch nicht.

Weil der vierte Spieltag nach hinten gelegt wurde und der letzte vor der Winterpause ist, tritt der KSV zweimal hintereinander gegen Bad Vilbel an. Dieses Duell fehlt noch zum richtigen Abschluss. Die Partie morgen in Friedberg (14.30 Uhr) ist also ein halber Rückrunden-Auftakt. Der Blick auf die Tabelle zeigt: Die Löwen haben den gefährlichsten Angriff der Liga. Wir vergleichen die Situation mit der Vorsaison.

Die Tore

Das einmal kurz vorab: Punkte und Tore dieser und der vorherigen Saison zu vergleichen, ist nicht ganz einfach. Die Hessenliga wurde zu dieser Saison auf 18 Mannschaften aufgestockt, es gibt also zwei Spiele mehr. Der Gesamteindruck zählt.

Dabei fällt direkt auf: Die Offensive der Löwen war im vergangenen Jahr mittelmäßig, die Defensive das Prunkstück. Das hat sich nun gewandelt. Nach 17 Partien hat der KSV mit 44 Toren den besten Angriff der Liga – den treffsichersten Stürmer hat er aber nicht. Die Stärke ist die Ausgeglichenheit.

Mahir Saglik steht mit zehn Treffern auf Platz fünf der Torschützenliste und ist gleichzeitig der beste Stürmer der Löwen. Es folgen Sebastian Schmeer mit sieben, Alban Meha mit sechs, Lukas Iksal mit fünf sowie Adrian Bravo Sanchez, Marco Dawid und Jon Mogge mit jeweils drei Treffern. Schmeer musste das Training am Mittwoch allerdings wegen muskulärer Probleme abbrechen und droht auszufallen.

Trainer Tobias Damm sagt: „Dass unsere Treffer auf viele verschiedene Schultern verteilt werden, ist eine unserer Stärken. Unsere vier Mittelfeldspieler sorgen ebenfalls immer für Gefahr und Tore. Das ist eine unserer Qualitäten. Und von der Bank können wir noch Spieler bringen, die auch schon mehrfach getroffen haben.“

Andersrum hat der KSV in der gesamten vorherigen Spielzeit nur 31 Gegentore kassiert, jetzt sind es schon 24. Das Prunkstück ist derzeit die Offensive.

Die Punkte

Die Euphorie rund um den KSV hat in den vergangenen Wochen ohnehin sichtlich zugenommen. Das Ziel Aufstieg ist wieder im Blick. Da macht dieser Fakt noch mehr Mut: Natürlich auch bedingt durch den Punktabzug hatte der KSV nach der ersten Halbserie der Vorsaison elf Punkte Rückstand auf Platz zwei. Auf Rang eins waren es sogar 15.

Derzeit stehen die Löwen sieben Zähler hinter Spitzenreiter Eddersheim, vier hinter dem Zweiten Stadtallendorf. Ohne Punktabzug hätte der KSV nach 17 Partien der abgelaufenen Spielzeit 34 Punkte geholt, dieses Mal sind es 32.

Ein weiterer Mutmacher: Anders als im vergangenen Jahr gibt es in dieser Saison keine Mannschaft wie den FC Gießen, der die Liga dominiert. Damm mutmaßt: „Es ist alles sehr ausgeglichen. Die Liga ist sehr eng und es wird sicher eng bis zum Schluss.“ Die Löwen haben in der Vergangenheit zumindest bewiesen, dass Aufholjagden in der Tabelle eine Kernkompetenz sind. Anders als zuletzt soll es in diesem Jahr natürlich ein glücklicheres Ende geben.

Dafür muss morgen zunächst einmal die nächste Aufgabe in Friedberg gelöst werden. Ingmar Merle und Niklas Hartmann werden dabei sicher fehlen. Schmeer ist wie erwähnt fraglich. 

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