Neuzugang Vesco trifft gegen Steinbach

KSV Hessen: Löwen bejubeln späten 1:1-Ausgleich

Jubel über den späten Ausgleich: Lukas Iksal (links) feiert mit dem Torschützen Daniele Vesco.
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Jubel über den späten Ausgleich: Lukas Iksal (links) feiert mit dem Torschützen Daniele Vesco.

1:1 zum Auftakt - wir blicken noch einmal auf das Heimspiel des KSV Hessen Kassel in der Fußball-Regionalliga gegen den TSV Steinbach Haiger.

Kassel – Tobias Damm ist eine ehrliche Haut. „Ein zweiter Treffer wäre des Guten etwas zu viel gewesen. 1:1 ist das gerechte Ergebnis“, sagte der Trainer des KSV Hessen Kassel nach dem Saisonstart in die Fußball-Regionalliga. Gegen den TSV Steinbach Haiger, einen Gegner, der allgemein in der Spitzengruppe erwartet wird, hatten die Löwen in der 88. Minute den Ausgleich erzielt, nachdem sie bereits in der 12. Minute in Rückstand geraten waren.

Der Treffer war der Lohn für eine Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte, in der die Gastgeber sich vor 1575 Zuschauern zunächst stabilisiert hatten, um dann in der Schlussphase einen Sturmlauf zu starten. Und es war der großartige Einstand für Daniele Vesco. Der Schweizer Neuzugang war unter der Wochen noch einmal in der Heimat, trainierte so nur einmal mit. Damm brachte ihn trotzdem in der 59. Minute, weil sein offensives Trio bis dahin wenig Gefahr verbreitete. Vesco hatte dann einige gute Szenen, die er in eben jener 88. Minute krönte: Ball mit der Brust angenommen, abgelegt, trocken eingeschossen. „Perfekt gemacht“, lobte Damm.

In der ersten Halbzeit war das Spiel an seiner Mannschaft nach gutem Start ziemlich vorbeigegegangen. „Wenn es schlecht gelaufen wäre, hätten wir da entscheidend zurückliegen können“, urteilte Damm. Mit Jörn-Hendrik Starostzik, Maurice Springfeld, Jascha Döringer und Steven Rakk hatte er vier Neuzugänge in der Startelf, die furios begann. In der zweiten Minute spielte Lukas Iksal von der Grundlinie vor das Gehäuse, wo Serkan Durna freistehend den Ball aber nicht traf. Einige Minuten waren die Gastgeber sehr präsent. Dann kamen die Gäste.

Mit ihrem schnellen Umschaltspiel, vor dem Damm gewarnt hatte, stürzten die Steinbacher den KSV immer wieder in Schwierigkeiten. Das Tor allerdings fiel aus einer eher harmlosen Situation. Nach einer missglückten Faustabwehr von Nicolas Gröteke landete der Ball bei Paul Stock, dessen Schuss von Dennis Chessa abgefälscht wurde. „Danach hätten wir das 2:0 machen müssen“, ärgerte sich Gästetrainer Adrian Alipour später.

In der Tat hatten die verunsichert wirkenden Löwen Probleme. Kapitän Frederic Brill rettete beim Schuss von Serhat Ilhan auf der Line (18.). In der Offensive ging lange Zeit wenig. Wenn es gefährlich wurde, dann fast immer über Iksals Flügelläufe.

Nach der Pause waren es aber vor allem Damms Maßnahmen, die die Wende einleiteten. Zunächst die Systemumstellung auf zwei Sechser, die für defensive Stabilität sorgte. Dann der Dreifachwechsel, bei dem neben Vesco noch Jon Mogge und Aram Kahraman kamen, der den Startschuss für die Schlussoffensive gab. Nach und nach wurden die Gastgeber druckvoller. Nils Stendera und Moritz Flotho kamen später auch noch. Und auch wenn klare Chancen zunächst Mangelware waren: Vescos Ausgleich brachte den verdienten Lohn.

Und wie war das mit dem zweiten Treffer? Der wäre wirklich drin gewesen. Beflügelt vom Ausgleich wirbelte der KSV die Steinbacher in der Nachspielzeit durcheinander. Mogge und Kahraman hatten tatsächlich das 2:1 auf dem Fuß, das die Krönung des Nachmittags gewesen wäre. Aber, wie Damm gestand: Es wäre des Guten wohl etwas zu viel gewesen. (Frank Ziemke)

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