Keine Punkte im Auswärtsspiel

KSV Hessen hadert nach 0:1-Niederlage in Mannheim mit dem Schiedsrichter

Mannheim. Der KSV Hessen Kassel hat sich zum Auftakt der Rückrunde in der Fußball-Regionalliga Südwest trotz einer starken Leistung nicht belohnt.

Mit 0:1 (0:0) unterlag das stark ersatzgeschwächte Team von Trainer Tobias Cramer beim Tabellendritten und Vorjahres-Vizemeister SV Waldhof Mannheim. Vor 3540 Besuchern im Carl-Benz-Stadion fiel die Entscheidung zu Gunsten der Gastgeber nach einem umstrittenen Foulelfmeter, den Mannheims Daniel Di Gregorio in der 79. Minute verwandelte. 

Zuvor soll Sascha Korb Waldhofs Maurice Deville nach einer scharfen Linksflanke von SVW-Außenspieler Mete Celik im Strafraum zu Fall gebracht haben. Die Szene erhitze auch nach dem Abpfiff noch die Gemüter.

Dabei trat Cramers „Rumpfelf“, in der nicht nur die Gelb-gesperrten Sebastian Szimayer, Ingmar Merle und Adrian Bravo fehlten, von Beginn an couragiert auf. „Wir haben früh gestört, sind sehr engagiert in die Zweikämpfe, waren läuferisch und kämpferisch voll bei der Sache. Ich denke, damit haben wir Waldhof überrascht“, bilanzierte Kapitän Frederic Brill nach Spielende. Der Drahtzieher im Mittelfeld des KSV traf damit den Nagel auf den Kopf. 

Die Platzherren taten sich schwer im Spielaufbau. Auch, weil Kassel nach dem Erfolg im Verbandspokal unter der Woche sehr selbstbewusst auftrat, kompakt und stabil in allen Mannschaftsteilen stand, praktisch nichts zuließ. Im Gegenteil. Nach dem Wechsel hatte Lucas Albrecht nach einem Freistoß von Sascha Korb gar die Riesenmöglichkeit zur Führung. Doch sein Kopfball landete nur am Pfosten und wurde erst hinterher zu Beute von SVW-Schlussmann Markus Scholz (56.).

 Brill konnte mit Blick auf das anstehende Heimspiel gegen Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken trotz der unglücklichen Niederlage schon wieder positive Schlüsse ziehen: „Auf diese Leistung können wir stolz sein und aufbauen. Zuhause muss uns jeder erst einmal schlagen.“

Eklat bei Chinas erstem Spiel in der Regionalliga

Das Experiment mit Chinas U20-Nationalmannschaft in der Regionalliga begann währenddessen turbulent. Während der Partie gegen deb TSV Schott Mainz hatten Aktivisten tibetische Flaggen ausgerollt. Für die chinesischen Spieler ein Affront. Die Mannschaft weiterte sich, weiterzuspielen, bis die Aktivisten die Fahnen wieder einrollten. China hatte Tibet 1951 besetzt, der völkerrechtliche Status Tibets ist umstritten. 

Die Partie, die als Freundschaftsspiel angesetzt worden war, weil die chinesische U20-Mannschaft außer Konkurrenz antritt, endete 3:0 für die Mainzer.

Von Roland Bode und Sebastian Lammel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.