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0:3 gegen Fulda - Die nächste bittere Enttäuschung für den KSV

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Von: Torsten Kohlhaase

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In die Zange genommen: KSV-Stürmer Noah Jones gegen die Fuldaer (von links) Aaron Frey, Marius Grösch und Eric Tavares.
In die Zange genommen: KSV-Stürmer Noah Jones gegen die Fuldaer (von links) Aaron Frey, Marius Grösch und Eric Tavares. © andreas fischer

Freitagabend, Flutlicht und Fulda/Lehnerz als Gast zum ersten Hessenderby im Auestadion: Eigentlich war vieles bis alles bereitet für die Wende des KSV in der Fußball-Regionalliga Südwest. Am Ende stand mit dem deutlichen 0:3 (0:1) gegen den Aufsteiger die achte Partie ohne Sieg.

Statt des ersten Dreiers blieben Enttäuschung, Ernüchterung und die Tatsache, dass die Situation rund um die Nordhessen immer trostloser wird.

Löwen-Trainer Tobias Damm tauschte sein Team nach dem 2:3 in Homburg auf zwei Positionen. Für den gesperrten Kevin Nennhuber rückte Paul Stegmann in die Innenverteidigung, bei Hendrik Starostzik hat es nicht gereicht. Außerdem durfte Marco Dawid ran, dafür blieb Jon Mogge auf der Bank.

Die Anfangsphase konnte dann gleich mal als Spiegelbild für den bisherigen Saisonverlauf herhalten. Beim ersten Angriff der Gäste über rechts wurde es sofort gefährlich. So gefährlich, dass es am Ende 0:1 stand. Moritz Reinhard brachte an die Flanke noch seinen Kopf, und der Ball senkte sich über Maximilian Zunker erst ans Aluminium und dann ins lange Eck (7.). Vier Minuten später überlupfte Serkan Durna auf der anderen Seite Ex-Löwen-Keeper Tobias Wolf, doch das Leder klatschte an die Latte.

Wer erneut auf eine gute erste Halbzeit der Gastgeber gehofft hatte, der sah sich diesmal gänzlich getäuscht. Unglaublich anfällig in der Abwehr und mit kaum Struktur im Spiel nach vorn – er war trist und ernüchternd, dieser erste Durchgang. Beinahe allen Spielern merkte man die Verunsicherung nun auch deutlich auf dem Platz an, die sich dann in vielen Quer- und Rückpässen ausdrückte. Dass ein Anspiel in die Tiefe von Maurice Springfeld auf Alexander Mißbach in der 28. Minute für Applaus von der Haupttribüne sorgte, benötigte keinerlei Erklärung mehr. Eine Drangphase der Osthessen hätte fast noch das 0:2 bedeutet.

Das folgte dann drei Minuten nach Wiederanpfiff, als Damm mit den Einwechslungen von Lukas Iksal, Daniele Vesco und Jascha Döringer schon vieles auf eine Karte setzte. Der Fuldaer Leon Pomnitz drang von links in den Strafraum ein, Stegmann ließ das Bein stehen, und es gab Elfmeter. Wie bereits gegen Balingen war Zunker wieder dran, aber Marius Grösch brachte den Ball dennoch im Tor unter. Wie bitter. In der 54. Minute dann fast das 0:3, nachdem Fulda mit Reinhard und Löbig gleich zwei Spieler vor Zunker verpasst hatten.

Bei den Löwen wurde es dann nochmal offensiver. Jon Mogge und Marcel Fischer sollten endgültig die Sturm- und Drangphase einläuten. Zumindest Vesco gelang mal ein Abschluss, der aber in der 69. Minute abgeblockt wurde. Wenig später zögerte dann Fischer an der Strafraumgrenze zu lang (71.). Ein kurzes Strohfeuer. Denn der K.o. folgte auf dem Fuß. In der Vorwärtsbewegung der Löwen kam der Ball zu Dominik Wüst, der die offene linke Seite vor sich hatte und mit einem Schlenzer ins lange Eck alles klar machte (73.). Dass Fischer noch mit einem Kopfball scheiterte? Dass es Vesco nochmal versuchte? Geschenkt. Als das Flutlicht ausging, senkte sich die Dunkelheit über dem Auestadion. An einem restlos bitteren Freitagabend.

KSV Hessen - SG Fulda/Lehnerz 0:3 (0:1)

Kassel: Zunker - Najjar, Stegmann, Springfeld, Mißbach (64. Fischer) - Brill - Dawid (46. Iksal), Rakk (46. Döringer), Kahraman, Durna (46. Vesco) - Jones (64. Mogge)

Fulda/Lehnerz: Wolf - Gaudermann, Grösch, Frey, Hillmann - Schaaf (83. Ziga), Tavares - Reinhard (89. Garic), Pomnitz (89. Fuchs), Löbig (74. Duran) - Siakam (46. Wüst)

SR: Prigan (Deizisau) - Z: 1553

Tore: 0:1 Reinhard (7.), 0:2 Grösch (48., Foulelfmeter), 0:3 Wüst (73.)

Gelbe Karten: Mißbach, Iksal / Siakam, Wüst

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