Hessenligist in Hünfeld

Auswärtstour des KSV Hessen Kassel: Geht die Siegesserie am Samstag weiter? 

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Abklatschen mit dem Kapitän: Frederic Brill und der KSV Hessen haben nach vier Auswärtsspielen zwölf Punkte auf dem Konto. Am Samstag steigt nun das fünfte Gastspiel in Folge beim Hünfelder SV.

Kassel. Vier Spiele, 9:2 Tore, zwölf Punkte – und das alles auf fremden Plätzen. Zur Halbzeit seiner Auswärtstour von acht Partien, die nur durch das Derby am kommenden Freitag gegen den FSC Lohfelden unterbrochen wird, weist Regionalliga-Absteiger KSV Hessen Kassel eine makellose Bilanz auf.

Nach dem 3:1-Erfolg am Mittwochabend in Eddersheim steht nun am Samstag das nächste Gastspiel an – ab 15 Uhr treten die Löwen dann beim Hünfelder SV an.

„In Eddersheim mussten wir die bislang schwerste Aufgabe bewältigen. Wie so oft schon hatten wir ungefähr 80 Prozent Ballbesitz und am Ende mehr Körner, um die Partie schließlich zu unseren Gunsten zu entscheiden“, sagte Kapitän Frederic Brill, der sich eine Schnittwunde am Auge zuzog, die im Krankenhaus noch geklebt werden musste. Auf der Rückfahrt fachsimpelten er und seine Kollegen dann, wann denn der KSV zuletzt mit vier Siegen in eine Saison gestartet sein könnte.

Noch gar nicht so lange her ist es, da gewannen die Löwen zu Beginn einer Spielzeit viermal auswärts, wenn auch nicht am Stück. Das war in der Regionalliga-Saison 2015/2016 unter Trainer Matthias Mink. Damals feierte das Team Dreier in Freiburg (2:0), Worms (1:0), Spielberg (1:0) und bei Saar Saarbrücken (1:0). Vier Auftakterfolge in zwei Heim- und zwei Auswärtsspielen gelangen dem KSV etwa in der Zweitliga-Saison 1983/1984 unter Trainer Jörg Berger. 3:0 gegen die Stuttgarter Kickers, 4:0 gegen den FC Remscheid, 3:2 gegen Rot-Weiß Oberhausen und 3:1 gegen den 1. FC Saarbrücken bedeuteten damals die Tabellenführung.

Doch was macht den KSV Hessen derzeit so stark? „Wenn man aus der Regionalliga kommt und dort alle Stadien mit ihren Gepflogenheiten kennt, ist es nicht einfach, sich Woche für Woche auf einen neuen Platz einzustellen. Zudem ist es für fast jede Heimmannschaft der Höhepunkt, gegen uns zu spielen. Ich denke aber, dass wir immer die Qualität haben, mindestens ein Tor zu schießen und so lange wie möglich die Null zu halten“, sagt Brill.

Die zweite Halbzeit der Auswärtstour hält nun allerdings mit Partien in Gießen, Baunatal und Alzenau echte Kracher parat – nicht nur wegen der Tabellenkonstellation. „Bislang hatten wir immer viel Ballbesitz, mussten das Spiel machen. Aber wir können uns auch mal zurückziehen und auf Konter lauern“, erklärt Brill. Was in Hünfeld besser werden muss, sei die Chancenverwertung. Keine Blöße gibt sich derzeit Stürmer Sebastian Schmeer. Vier Tore in vier Spielen – und das alles auf fremden Plätzen.

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