Bis zur 89. Minute 2:0 in Dreieich geführt 

KSV Hessen kassiert 2:2 in der Nachspielzeit

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Torschütze zum 1:0: Alban Meha.

Was für eine Schlussphase, was für ein Drama – und die Erkenntnis, beim Auswärtsspiel des KSV Hessen Kassel in Dreieich am Mittwochabend wäre mehr drin gewesen für die Löwen als ein Punkt. Denn nach einer turbulenten Nachspielzeit trennten sich beide Teams mit 2:2 (1:0). Bitter für die Löwen: Sie hatten bis zur 89. Minute mit 2:0 geführt.

Fest steht zumindest: Es geht trotz des Unentschiedens in der Fußball-Hessenliga weiter aufwärts. Der neue Cheftrainer Tobias Damm bleibt im zweiten Spiel ungeschlagen. Auch zeigte sich: Mannschaftlich sind die Löwen wieder enger zusammengerückt, ebenso mit ihren Fans. Rund 90 Anhänger hatten ihr Team im Hahn Air Sportpark von Beginn an lautstark angefeuert, nach dem Abpfiff war Damm der Erste, der auf die Anhänger zulief. Die bedankten sich mit Sprechchören wie „Löwen geben niemals auf“.

Aber der Reihe nach. Beide Teams, als Aufstiegsaspiranten gestartet, laufen den eigenen Ansprüchen derzeit hinterher. Doch von Beginn an entwickelte sich ein höherklassiges Hessenligaspiel, in dem auch die Gastgeber immer wieder zeigten, dass sie eigentlich stärker sind als der Blick auf die Tabelle vermuten lässt.

Aufseiten der Hausherren entpuppte sich vor allem Zubayr Amiri zunächst als Gefahrenherd. Erst landete eine Hereingabe von der linken Seite bei ihm – doch KSV-Keeper Maximilian Zunker war zur Stelle. Dann landete Amiris Freistoß abgefälscht im Toraus.

Der KSV indes nutzte gleich die seine erste Chance zur Führung. Lukas Iksal startete durch, legte ab auf Adrian Bravo Sanchez, der den Ball nach links weiterleitete. Mahir Saglik ließ passieren, – wohl wissend, dass hinter ihm Alban Meha in Position gelaufen war. Freistehend traf er zum 1:0 (19.). Danach hatte noch zweimal Zunker die Gelegenheit, sich auszuzeichnen: Erst rettete er nach einem verunglückten Befreiungsschlag Nael Najjars, der im eigenen Strafraum weggerutscht war (40.), dann parierte einen Flachschuss von Toni Reljic, der sich gegen zwei Löwen durchgesetzt hatte (43.). Nach dem Seitenwechsel standen die Löwen defensiver, die Hausherren dominierten. Erst mit der Hereinnahme von Marco Dawid und Sebastian Schmeer kam wieder mehr Schwung ins Kasseler Spiel.

Die beste einer ganzen Reihe guter KSV-Chancen nutzten schließlich die beiden Eingewechselten: Schmeer legt ab auf Dawid, der aus zehn Metern unhaltbar abzieht – 2:0 (86.). Es hätte die Entscheidung sein können. War es aber nicht. Und es wird dramatisch: Denn Dreieich drückt. Und trifft. Per Kopf verkürzt Tino Lagator zum 1:2 (89.). Ein weiteres Tor der Hausherren wird nicht gegeben, denn Zunker hatte die Hand auf dem Ball (90.). Es geht in die Nachspielzeit. Und es wird bitter für die Löwen: Erst pariert der sichere Zunker einen Freistoß, die folgende Ecke aber schließt Toni Reljic erneut per Kopfball zum 2:2 ab (90.+2.). Der Schlusspunkt.

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