Unglücklicher Ausgleich hinnehmen

2:2 - KSV Hessen liefert sich packendes Duell mit Stuttgart

Gab sein Startelf-Debüt für den KSV Hessen: Brian Schwechel (Mitte), hier gegen den Stuttgarter Caniggia Ginola Elva (rechts), durfte von Beginn an ran. Links beobachtet Schwechels Teamkollege Sergej Schmik die Situation. Fotos:  Hedler

Kassel. Das breite Grinsen über sein Startelf-Debüt in der Regionalliga wich relativ schnell einer nüchternen Spielanalyse. „Ich freue mich, dass ich von Beginn an ran durfte.

Aber ich hätte mir natürlich lieber einen Sieg gewünscht“, sagte Brian Schwechel nach dem 2:2 (0:1) des KSV Hessen gegen die Reserve des VfB Stuttgart. Und fügte an: „Ich bin mir nicht sicher, ob der Freistoß, der für uns unglücklich zum Ausgleich geführt hat, wirklich berechtigt war.“

Klare Worte eines 19-Jährigen, mit denen er nicht allein dastand. Der Freistoß, den Schiedsrichter Mario Hildenbrand in der 77. Minute gegeben hatte, war zumindest was den Ort der Ausführung anging, mehr als umstritten. Zu diesem Zeitpunkt führten die Löwen mit 2:1 und hatten nach einer schwächeren ersten Halbzeit die Stuttgarter und das Spiel im Griff. Aber Regionalliga-Toptorjäger Nicolas Sessa markierte mit dem 2:2-Endstand seinen vierten Saisontreffer, der für die Gastgeber unglücklicher nicht fallen konnte. Denn die Mauer fälschte den Ball so unhaltbar ab, dass Torwart Niklas Hartmann keine Chance hatte.

„Das Ergebnis ist gegen eine starke Stuttgarter Mannschaft in Ordnung, aber zufrieden sind wir nicht. Wir wollten alle Heimspiele gewinnen, aber dann musst du eben auch mal ein 2:1 über die Zeit bringen“, sagte der starke Kapitän Frederic Brill nach einem insgesamt packenden und interessanten Spiel. Trainer Tobias Cramer meinte: „Die gegnerischen Mannschaften wissen nun, dass wir keine Laufkundschaft sind.“ Vor dem Hessenderby am Sonntag in Offenbach stehen noch fünf Minuspunkte zu Buche.

Mit viel Kampfgeist

Dass beim KSV der Kampfgeist und die Moral intakt sind, das bewies er wieder einmal eindrucksvoll. Das Team ließ sich nicht vom 0:1 durch Joel Sonora in der 29. Minute beirren, sondern spielte munter weiter. Und erarbeitete sich eine Chance nach der anderen. Vor allem nach der Pause und dann zwischen der 66. und 71. Minute schlugen die Löwen gnadenlos zurück. Nach einer Ecke von Adrian Bravo Sanchez hämmerte zunächst Ingmar Merle den Ball zum 1:1 unter die Latte, und wenig später verwandelte Sascha Korb wieder einmal einen Freistoß direkt – an allen Spielern vorbei ins lange Eck zum 2:1. Vier der fünf Saisontore des KSV gingen damit Standardsituationen voraus.

„Wir haben erneut gezeigt, zu was wir im Stande sind. Vielleicht hätten wir nach der Führung nachlegen müssen, dann wäre uns die Diskussion über den Freistoß zum 2:2 erspart geblieben“, sagte Merle, der bereits seinen zweiten Treffer im dritten Spiel erzielte. Brian Schwechel schoss zwar kein Tor, freute sich aber darüber, dass er die kompletten 90 Minuten durchspielen durfte. Fortsetzung in Offenbach nicht ausgeschlossen.

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