Auch Alzenau spielt nur 1:1

KSV Hessen nach dem 2:2 gegen Waldgirmes: Viel Pech und ein wenig Glück

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Ärger und Aufmunterung: Adrian Bravo Sanchez (links) motiviert Mahir Saglik nach einer vergebenen Chance. 

Kassel – Drei Spiele ohne Sieg – das gab es für den KSV Hessen Kassel in dieser Saison nur einmal. Am 8. September 2018 begann die erste kleine Negativserie mit einem 1:2 in Baunatal.

Es folgten zwei Unentschieden. Dieses Mal gab es einen 3:1-Sieg gegen Baunatal im Auestadion – und im Anschluss ein Remis, eine Niederlage und nun wieder ein Remis. Mit einem 2:2 (1:2) musste sich der Fußball-Hessenligist am Samstagnachmittag gegen den SC Waldgirmes zufriedengeben. Da war viel Pech dabei. Später am Tag kam eine glückliche Nachricht, weil auch der Konkurrent Punkte liegen ließ.

Das Pech

Nahm seinen Anfang schon früh in der Partie. Als sich Tolga Duran in der vierten Minute den Ball für einen Freistoß zurechtlegte. Als er antrat und von halbrechts traf, wobei dieser Freistoß zumindest haltbar aussah. Und so lagen die Löwen wie schon zuletzt in Fulda wieder früh zurück, obwohl sie sich ja einen Punktverlust nicht mehr erlauben durften.

Ein wenig Pech war auch beim zweiten Gegentreffer dabei: Bei einem Konter der Gäste kam es zu einem Kontakt zwischen Hartmann (Niklas, KSV) und Hartmann (Lucas, Waldgirmes). Kassels Torhüter schien mit der Hand am Ball, der Gäste-Stürmer fädelte ein und kam zu Fall (34.). Den Strafstoß verwandelte Volkan Öztürk zum 1:2 aus Kasseler Sicht.

Den Schiedsrichter für das Unentschieden verantwortlich zu machen, würde aber zu weit führen. Das sah auch KSV-Mittelfeldspieler Adrian Bravo Sanchez so: „Es liegt nicht am Schiedsrichter, es liegt nicht am Stadion oder an den Fans. Es liegt an uns“, sagte der hinterher. „Das zieht sich ja schon länger, dass wir nicht mehr richtig gut spielen. Es ist nicht nur die Chancenverwertung. Wir bekommen viele Möglichkeiten nur nach zweiten Bällen und erspielen uns zu wenig selbst“, sagte der 25-Jährige selbstkritisch.

Aber: Glück hatten die Löwen mit dem Schiedsrichter an diesem Tag auch nicht. Vor allem nicht, als einem Gäste-Spieler in der Schlussphase im Strafraum der Ball an die Hand sprang, die Pfeife aber stumm blieb. Bezeichnend war auch der Abschluss des eingewechselten Ioannis Mitrou, als der Ball wohl ins Tor gegangen wäre, aber von Mahir Saglik über den Kasten abgefälscht wurde. 

Das Glück

Die beiden Tore für den KSV als Glück zu bezeichnen, wäre nicht richtig. Aber zumindest war es glücklich, dass die Löwen nach den beiden Rückständen jeweils schnell zum Ausgleich kamen. Erst nach einer tollen Kombination über Saglik und Tim Brandner, die Marco Dawid zum 1:1 verwertete. Dann nach einem schönen Zuspiel von Bravo Sanchez auf Sebastian Schmeer, der trocken zum 2:2 abschloss.

Und als in der 61. Minute Waldgirmes’ Karl Cost mit Gelb-Rot vom Platz geschickt wurde – was übrigens nicht glücklich, sondern absolut richtig war – da hätte es doch endgültig reichen müssen. Doch im Anschluss wurde das Spiel des KSV schlechter und nicht besser. Weil sich Waldgirmes nur noch hinten verschanzte, die Löwen dagegen keine spielerischen Lösungen fanden.

Das große Glück kam dann später. Denn hätte Bayern Alzenau das Auswärtsspiel in Hünfeld gewonnen, dann wäre jede Hoffnung auf Platz zwei und die Aufstiegsrunde für den KSV wohl verloren gewesen. Fünf Punkte Rückstand bei zwei ausstehenden Partien – kaum möglich. Aber Alzenau erreichte nur ein 1:1. Und so bleibt die Situation unverändert. Die Löwen liegen drei Punkte zurück, müssen die verbleibenden Spiele gewinnen – und hoffen, dass Lohfelden oder Gießen Alzenau noch zum Stolpern bringen. Zumindest Meister Gießen hat gezeigt, dass er noch will – mit einem 12:0 gegen Friedberg.

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