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KSV Hessen Kassel nach 4:0 gegen Hünfeld: Ein Jahr ohne Niederlage

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Von: Maximilian Bülau

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Stark auf den Flügeln: Marco Dawid (links) und Nael Najjar zeigten gegen Hünfeld immer wieder ihre Schnelligkeit und stellten den Gegner so vor große Probleme. Dawid traf einmal, Najjar doppelt.
Stark auf den Flügeln: Marco Dawid (links) und Nael Najjar zeigten gegen Hünfeld immer wieder ihre Schnelligkeit und stellten den Gegner so vor große Probleme. Dawid traf einmal, Najjar doppelt. © Christian Hedler

Es ist fast schon schade, dass die Spieler des KSV Hessen Kassel nun erst einmal Pause haben. Drei Monate sogar.

Denn erst am 23. Februar 2019 beginnt die Rückrunde zuhause gegen Neu-Isenburg. Die Löwen verabschiedeten sich in die freie Zeit mit einem tollen 4:0 (2:0)-Sieg gegen den Hünfelder SV und einer Serie von fünf Siegen am Stück. Gegen Hünfeld überzeugte die Mannschaft von Trainer Tobias Cramer auf allen Positionen. Das fiel auf:

• Die Flügel bringen Gefahr: Es war ein cleverer Schachzug von Cramer vor einigen Wochen, Nael Najjar von der Außenverteidigerposition nach vorn zu beordern. Seit Najjar und Marco Dawid gemeinsam auf den Flügeln wirbeln, hat der KSV noch einmal eine ganz andere Offensivqualität. Beide wechseln immer wieder die Seiten und bringen etwas mit, was vorher gefehlt hat: viel Tempo.

Es war kein Zufall, dass Najjar und Dawid für alle KSV-Tore an diesem Nachmittag verantwortlich waren. Erst traf Dawid den Pfosten, von dort sprang der Ball an den Oberschenkel von Hünfelds Torwart Sebastian Ernst – und ins Tor (22.). Keine 60 Sekunden später legte Najjar den zweiten Treffer nach. Hünfeld hatte direkt nach dem Anstoß das Spielgerät wieder verloren, der 22-Jährige war auf einmal frei vor dem Tor, schloss überlegt ab und traf unten links. 2:0.

Und nach einer kurzen Schwächephase nach der Pause machten die Löwen genauso weiter: Sie kombinierten, sie überzeugten, sie trafen. Das 3:0 machte Dawid dann selbst (56.). Der Höhepunkt stand aber noch aus: In der 74. Minute zog Najjar vom Mittelkreis einen Sprint bis zur Strafraumkante an, zog ab – der Ball landete wunderschön oben links im Tor. Solche Flugkurven sehen die Zuschauer im Auestadion sonst eher nach Ingmar-Merle-Schüssen.

Cramer war zufrieden: „Wir haben heute so gespielt, wie ich es sehen wollte. Das war ein tolles Spiel. Wir waren sehr präsent.“ Wer den Coach kennt, der weiß, dass dieses Lob für seine Person schon überschwänglich war. Dieses Mal gab es keine Euphoriebremse.

• Das Stadion ist eine Festung: Auch saisonübergreifend hat der KSV im Jahr 2018 kein Pflichtspiel im Auestadion verloren. Hünfeld war in dieser Hessenliga-Saison der achte Heimspiel-Gegner. Die Bilanz: sieben Siege, ein Unentschieden. In der Regionalliga gab es Anfang des Jahres ebenfalls sieben Siege und ein Unentschieden, die fast noch zum Klassenerhalt geführt hätten.

Cramer wünscht sich natürlich, dass das im Jahr 2019 so weitergeht – und er wünsche sich etwas mehr als die 1000 Zuschauer vom Samstag, sagte er. Das waren ohnehin seine einzigen Wünsche für die kommende Zeit. Er wolle nur in Ruhe weiterarbeiten dürfen – am besten einmal ohne Nebenschauplätze.

Übrigens: Während der Pressekonferenz nach dem Spiel wurde eine interessante Statistik angesprochen. Das letzte Mal als der KSV ein Jahr ohne Heimniederlage blieb, da spielte er noch in der 2. Bundesliga. 1981 war das – unter anderem mit Hans Wulf, Klaus Zaczyk und Helmut Hampl.

• Die Spitze rückt zusammen: Wer den Löwen in den vergangenen Wochen noch Aufstiegschancen ausrechnete, der wurde vor allem im Netz mit Spott bedacht. Doch weil Alzenau wieder zwei Punkte liegenließ, sind es nun nur noch zwei Zähler Rückstand aus Platz zwei – bei einem Spiel mehr. Alzenau tritt nun am kommenden Samstag in Baunatal an. Der Nachbar kann helfen, das Aufstiegsrennen wieder richtig spannend zu machen. Auch wenn natürlich die fünf Punkte Abzug noch ausstehen.

Das ist der aktuelle Stand in der Fußball Hessenliga

Die Übersicht: Das ist der Spielplan des KSV Hessen Kassel für die Saison 2018/2019.

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