Viele gute Nachrichten 

KSV Hessen nach der Mitgliederversammlung: Aller guten Dinge sind drei

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Er jubelt weiter für die Löwen: Ingmar Merle hat seinen Vertrag um drei Jahre verlängert. Der ist für die Hessen- und die Regionalliga gültig. Im Hintergrund: Sebastian Schmeer (links) und Nael Najjar. 

Sie hatten es mit der Drei. Für den Fußball-Hessenligisten KSV Hessen Kassel war die Drei bei der Mitgliederversammlung am Montagabend die magische Zahl.

Es war die dritte Versammlung in diesem Jahr. Ingmar Merles Vertragsverlängerung um drei Jahre wurde bekannt gegeben, dazu unterschrieben drei A-Jugendspieler Verträge für die erste Mannschaft – die ebenfalls drei Jahre gültig sind. Es ging aber auch um Geld, Schiedsrichter und um die sportliche Ausrichtung. Vorstand und Aufsichtsrat wurden ohne Gegenstimme entlastet. Ein Überblick:

Die Finanzen

Vorweg erst einmal zum bestimmenden Thema der vergangenen Monate: den Finanzen des Klubs. Da gab es nur positive Nachrichten. Weil der KSV sein Geschäftsjahr an das Spieljahr angepasst hat, wurde nur ein sogenanntes Rumpfwirtschaftsjahr betrachtet – einfach ausgedrückt: ein halbes, das vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2018. Diesen Redeanteil übernahm Finanzvorstand Swen Meier. Und er hatte nur Gutes zu erzählen.

Die Erlöse und Erträge für das Halbjahr liegen bei 834 182 Euro. Der größte Teil davon kommt durch Sponsoren zusammen (478 425 Euro), gefolgt von Ticketeinnahmen (164 638 Euro) und Spenden (105 498 Euro). Dem gegenüber stehen Aufwendungen von 771 874 Euro. Größter Kostenpunkt hier ist das Personal (563 676 Euro). Daraus ergibt sich ein Gewinn von rund 62 000 Euro – das alles aus dem operativen Geschäft und ohne insolvenzbedingte Buchungen. Für die laufende Spielzeit erwarten die Verantwortlichen einen gedeckten Haushalt. Die Prognose liegt bei Ausgaben von 941 000 und Einnahmen von 942 000 Euro.

Die Schiedsrichter

Auch wenn der Verein endlich wieder schwarze Zahlen schreibt und die Insolvenz überstanden ist: Ein Thema sorgt derzeit dennoch dafür, dass die Euphorie gebremst wird. Weil dem KSV Schiedsrichter fehlen, droht der Abzug von bis zu fünf Punkten. Vorstandsmitglied Jens Rose sagte dazu: „Am 19. Juni wurde die Insolvenz eingereicht, am 7. September wurde das Verfahren eröffnet. Bis dahin wussten wir gar nicht, ob es mit dem Klub weitergeht. Bis zum 30. Juni hätten wir die Schiedsrichter melden müssen, die beiden Verantwortlichen sind verstorben. Dennoch hätten wir natürlich erkennen müssen, dass wir etwas tun müssen. Schließlich gab es auch in den vergangenen Jahren schon die Abzüge.“

Nun wird aber etwas getan: Claus Wiegand wird Schiedsrichterbeauftragter, am 19. und 20. Januar richtet die Schiedsrichtervereinigung Kassel ihren Lehrgang im Auestadion aus, elf Anmeldungen gibt es bereits – dazu zählen auch Wiegand selbst und Jens Rose. Zur kommenden Saison werden sechs Schiedsrichter von anderen Vereinen zum KSV wechseln. In Zukunft wollen die Löwen auch Ausbildungsverein für Schiedsrichter in der Region sein. Das erklärte Ziel ist, mindestens zehn Unparteiische pro Saison zu stellen.

Das Sportliche

Die erste gute Meldung verkündete Rose gleich zu Beginn: Ingmar Merle hat seinen Vertrag um drei Jahre verlängert. Dieser ist für die Hessen- und Regionalliga gültig. „Ich bin in einem Alter, in dem man auch mal für drei Jahre unterschreiben kann. Der Verein war mein erster Ansprechpartner. Ich wollte hierbleiben“, sagt Merle.

Zudem haben die A-Jugendlichen Marcel Fischer, Marius Rohde und Luca Wendel Verträge für die erste Mannschaft unterschrieben. Die von Fischer und Rohde sind ab dem 1. Februar 2019 gültig, der von Wendel wegen einer Verletzung erst ab dem 1. Juli 2019.

Trainer Tobias Cramer erklärte zudem, dass in Zukunft schon in der Jugend auf die Qualitäten für das 4-1-4-1-System geachtet werden soll.

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