Positives Fazit

Der KSV Hessen nach dem Rekordversuch: Applaus von allen Seiten

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Abklatschen: Die KSV-Spieler wie Kapitän Frederic Brill (vorn) und Sergej Evljuskin werden von den Fans gefeiert. 

Derbysieg, der Traum vom Aufstieg lebt, und dann natürlich diese fantastische Kulisse im Auestadion – Fußball-Hessenligist KSV Hessen Kassel bekam nach dem 3:1-Sieg gegen den KSV Baunatal am Ostermontag Applaus von allen Seiten.

Einer der Gratulanten heißt Timo Gerhold. Der Präsident des KSV Baunatal schrieb auf Facebook: „Glückwunsch an die Kollegen vom KSV Hessen Kassel zu diesem wahrhaften Fest des Amateurfußballs.“ Besser hätte es wohl keiner der 15.488 Zuschauer ausdrücken können.

Michael Krannich, Leiter Marketing KSV Hessen

Keine Frage, dieser Nachmittag war ein besonderes Erlebnis. „Die Zuschauerzahl hat gezeigt, was in der Region möglich ist“, sagt Michael Krannich, Marketingleiter des KSV Hessen und einer der Väter dieses Rekordspiels. Am Tag danach erhielt er zahlreiche Nachrichten: „Wir haben ein durch und durch tolles Feedback bekommen.“ Sein Dank richtet sich vor allem an die vielen ehrenamtlichen Helfer.

Krannich selbst zieht ein positives Fazit. Natürlich gäbe es ein paar Kleinigkeiten, die „wir beim nächsten Mal etwas anders machen würden“. Aber in Sachen Organisation sei alles reibungslos gelaufen. Dass der Weltrekord für ein Spiel in der fünften Liga knapp verfehlt wurde – geschenkt. Das Wetter, das Drumherum, die Stimmung und nicht zuletzt „der sportliche Spannungsbogen in diesem Derby hätten nicht besser sein können“, sagt Krannich.

Wie viel Geld der KSV Hessen mit dem Spiel eingenommen hat, lässt sich so kurz danach noch nicht sagen. Zumal der Fußball-Hessenligisten mehr Ausgaben hatte als bei einem normalen Heimspiel. Als Beispiel nennt Krannich die größere Anzahl an Sicherheitspersonal. Dafür habe der Verein mehr Fanartikel verkauft – vor allem die Legenden-Trikots seien sehr begehrt gewesen. „Genaue Zahlen können wir erst in ein paar Tagen bekannt geben“, sagt Krannich. Ein bisschen profitiert auch der Gegner. Von allen Karten, die über Baunataler Kanäle verkauft wurden, erhält der Nachbar die Vorverkaufsgebühr.

So viel zu den positiven Aspekten rund um das Derby. In sportlicher Hinsicht bekamen die Löwen und die Baunataler ebenfalls viel Lob. Schließlich waren es die Hauptdarsteller auf dem Platz, die für eine furiose zweite Halbzeit sorgten. Kassels Trainer Tobias Cramer war natürlich etwas zufriedener als sein Gegenüber Tobias Nebe. Cramer sagte: „In den ersten 15 bis 20 Minuten hatten wir keinen Zugriff. Es ist aber derzeit eines unserer Qualitätsmerkmale, dass wir aus dem Nichts dann kurz vor der Pause das 1:0 machen.“ Mit der zweiten Hälfte war der Coach dann zufriedener. „Das Pressing hat besser funktioniert und wir haben die Bälle früher gewonnen.“

Der Trainer der Löwen betonte aber auch noch einmal, dass sein persönlicher Saison-Höhepunkt erst noch kommt – nämlich, wenn Ende Mai und Anfang Juni die Aufstiegs-Relegationsspiele stattfinden. Dann, so hofft er, wird das Auestadion noch einmal so voll wie am Montag gegen Baunatal.

Von der sportlichen Seite gab es auch noch mal ein Lob an die Zuschauer. Das gab Kapitän Frederic Brill ab: „Wir sind von dieser Fankultur ohnehin verwöhnt. Aber das hat dem Ganzen die Kirsche obendrauf gesetzt. Für manche war das nicht das Spiel des Jahres, es war das Spiel des Lebens.“ Und auch Brill hofft: „Anfang Juni bitte noch einmal so etwas!“

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