Löwen erwarten in der Fußball-Regionalliga Schott Mainz

KSV-Hessen-Neuzugang Nils Pichinot und das erste Saison-Heimspiel

Vor seinem ersten Regionalliga-Heimspiel mit dem KSV Hessen: Nils Pichinot (hier eine Szene aus dem Pokalspiel der Löwen gegen Vellmar im August).
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Vor seinem ersten Regionalliga-Heimspiel mit dem KSV Hessen: Nils Pichinot (hier eine Szene aus dem Pokalspiel der Löwen gegen Vellmar Anfang September).

In der Fußball-Regionalliga absolviert der KSV Hessen heute ab 14 Uhr in der Auestadion sein erstes Saison-Heimspiel gegen den TSV Schott Mainz. Wir blicken im Vorfeld auf Neuzugang Nils Pichinot.

Kassel – Zweimal lief Löwen-Neuzugang Nils Pichinot schon im Auestadion auf – für die Fußball-Kreispokalspiele gegen den CSC 03 (5:1) und den OSC Vellmar (5:0). „Es war schön, das Ganze schon mal kennenzulernen. Aber die Partie am Samstag wird etwas ganz Anderes“, sagt der 31-Jährige. Ja, heute ist Regionalliga Südwest. Heute geht es ab 14 Uhr gegen den Mitaufsteiger TSV Schott Mainz um weitere wichtige Punkte.

„Nach diesem Start brauchen wir uns aber nicht zu verstecken“, erklärt Pichinot. Mit dem 2:0-Sieg beim VfB Stuttgart im Rücken blickt er auch dem ersten Saison-Heimspiel positiv entgegen. Umso mehr, weil er bislang einen guten Eindruck von seiner neuen Mannschaft bekommen hat. „Ich habe in meiner Karriere schon gemerkt, dass ich immer eine gewisse Anlaufzeit benötige“, stellt der ehemalige Nordhäuser fest, „in Kassel ging es aber jetzt relativ schnell: Es macht Spaß, ich habe sofort gut reingefunden und kann das Lob an die Mannschaft nur zurückgeben.“

Tatsächlich streicht sein Trainer Tobias Damm seit Pichinots ersten Tag bei den Löwen die charakterliche und sportliche Qualität des Offensivmanns heraus: „Man sieht, dass Nils viel Erfahrung besitzt. Er ist ein sehr schlauer Spieler, und selbst wenn er mit dem Rücken zum Tor steht, weiß er mit dem Ball etwas anzufangen.“ In Stuttgart bereitete der Neuzugang das 2:0 vor.

Bei seinem Wechsel im Sommer zum KSV hat ein ehemaliger Kasseler tatkräftig mitgeholfen: Tobias Becker, der frühere Kapitän der Löwen, stellte den Kontakt her. „Ich wollte kein Risiko eingehen, und Tobi und ich sind gute Freunde“, sagt Pichinot. Während ihrer gemeinsamen Zeit bei Wacker Nordhausen lernten sie sich kennen und schätzen. Als Becker im Januar dieses Jahres die Thüringer verließ, beerbte ihn Pichinot als Kapitän.

Nun also Kassel. „Das ist eine sehr homogene Truppe“, lobt Pichinot den Kader des Regionalliga-Neulings. Vier Kollegen waren ihm schon vor seinem Einstieg wohl bekannt. Mit Jon Mogge und Kevin Nennhuber spielte er bereits in Nordhausen, Sergej Evljuskin und Alexander Mißbach waren einst Mannschaftskameraden beim Goslarer SC.

Pichinots Wurzeln liegen deutlich nördlicher: geboren in Reinbek, aufgewachsen in Hamburg-Bergedorf. In seinem einzigen Zweitliga-Spiel für den FC St. Pauli gelang ihm im Anfang August 2009 gegen Rot-Weiss Ahlen in der Nachspielzeit der 2:1-Siegtreffer.

Der 31-Jährige lebt inzwischen mit seiner Frau und den beiden Kindern im thüringischen Diedorf – der kleine Ort im Unstrut-Hainich-Kreis liegt zwischen den Städten Eschwege und Mühlhausen. Zwar wohnt noch seine Familie in Norddeutschland, in den Raum Hamburg schafft er es aber nur noch zwei- bis dreimal pro Jahr.

Im Rückblick auf seine bisherige Laufbahn zieht Pichinot eine positive Bilanz. Er habe beispielsweise bei Drittligist Carl-Zeiss Jena „eine super Zeit“ gehabt. Nur in Halle war es enttäuschend verlaufen. Da sei „nicht stürmerfreundlich“ gedacht worden. Während seines Engagements beim Halleschen FC (2012 bis 2014) war Pichinot auch das einzige Mal in seiner Karriere schwerer verletzt: Bänderriss im Knöchel und Schultereckgelenkssprengung. Doch das ist Geschichte. Heute ist das erste Saison-Heimspiel. (Björn Mahr)

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