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KSV Hessen Kassel verliert auch das zweite Derby gegen Frankfurt 

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Von: Frank Ziemke

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Er darf bleiben: KSV-Trainer Tobias Damm soll den Verein aus der Krise führen.
Sein Team verlor auch das zweite Derby: KSV-Trainer Tobias Damm. © Andreas Fischer

Was für eine ärgerlich Niederlage im Derby. Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel verlor trotz einer über weite Strecken ordentlichen Leistung auch das zweite Duell gegen den FSV Frankfurt.

1:3 (0:1) lautete das Ergebnis am Samstagnachmittag. Nils Stendera hatte nach der Pause den Ausgleich erzielt. Doch dann ließen die Gastgeber vor 1500 Zuschauern unerklärlich nach, ermöglichten den Gästen mit Patzern in der Defensive einen Doppelschlag und damit den Sieg. Das Team von Tobias Damm verpasste so die Möglichkeit, die Konkurrenz im Abstiegskampf etwas zu distanzieren.

Die Gastgeber waren defensiv geschwächt. Kapitän Frederic Brill und Innenverteidiger Kevin Nennhuber standen zwar im Kader, saßen aber auf der Bank. Trotzdem ging es eigentlich ordentlich los. Die Fans in der Kurve glänzten mit einer Choreo zum 75. Geburtstag ihres Klubs. Und die Partie hatte gerade erst begonnen, da hätten die Löwen bereits führen können. Alexander Mißbach flankte von links, Noah Jones stand dicht vor dem Tor frei, kam aber nicht richtig an den Ball und köpfte über das Tor. Der KSV war überlegen, holte einige Ecken heraus. Dann fiel das Tor.

Auf der anderen Seite! Mit dem ersten Angriff in der achten Minute gingen die Gäste in Führung. Wie schon im Hinspiel war es Jihad Boutakhrit, der mit seiner Wendigkeit die Löwen vor unlösbare Probleme stellte. Der Angreifer umdribbelte Hendrik Starostzik und schob zum 0:1 ein. Wieder einmal ein bitterer Rückschlag für die Gastgeber. Die zeigten sich aber nicht geschockt. Und sie hatten gleich zweimal die große Chance zum Ausgleich. In der 21. Minute kam der Ball zum rechts am Tor völlig frei stehenden Jon Mogge, der aber direkt auf Schlussmann Omer Hanin schoss. Nach einer Ecke von Nael Najjar (33.) verlängerte Jascha Döringer, doch Starostzik drosch den Ball aus der Drehung weit über das Tor.

Der Ausgleich wäre bis zur Pause durchaus verdient gewesen, zumal Nils Stenderas Schuss (41.) noch abgefälscht wurde und so über das Tor ging. Allerdings: Kurz danach köpfte FSV-Torjäger Cas Peters nach einer Ecke an die Latte.

Das hatten die Löwen Glück. Und direkt nach der Pause wurden sie dann richtig glücklich. Endlich fiel das 1:1. In der 49. Minute kam der KSV mit Wucht in den Strafraum, der Ball landete schließlich wieder bei Stendera - und diesmal traf der Mittelfeldspieler perfekt und erzielte den Ausgleich. Die Gastgeber nahmen den Schwung zunächst auch mit. Döringers Schuss aus der Drehung verfehlte sein Ziel nur um Zentimeter (60.). Dann allerdings nahm der FSV wieder mehr an Fahrt auf. Plötzlich waren die Gastgeber nicht mehr so präsent in den Zweikämpfen, verloren ihren offensiven Schwung. Frankfurt wurde offensiver, kam zunächst zwar nicht zu Torchancen - aber dann zu zwei sehr, sehr einfachen Toren.

Richtig ärgerlich war das. Bei einer Ecke kam Leon Müller völlig ungestört an den Ball und schob überlegt flach ein (76.). Kurz danach leistete sich Maurice Springfeld einen schlimmen Fehlpass, Jake Hirst lief allein Richtung Tor und überwandt Maurice Sündermann mit einem Heber. Innerhalb von nur fünf Minuten hatte der FSV ein Spiel entschieden, das der KSV lange im Griff hatte. Doch die Gastgeber, denen sonst so oft die Schlussphase gehört, hatten auch stark nachgelassen. Trotzdem hätte es noch einmal spannend werden können. Doch weil Marco Dawid nach toller Vorarbeit von Daniele Vesco den Ball aus wenigen Metern nicht über die Linie brachte, war die Heimniederlage perfekt.

So hat der KSV Hessen Kassel gegen den FSV Frankfurt gespielt

Kassel: Sündermann - Najjar, Springfeld, Starostzik, Mißbach - Rakk (82. Dawid), Döringer (82. Vesco), Stendera - Schmitt (73. Durna), Jones (73. Fischer), Mogge (73. Iksal)

Frankfurt: Hanin - Knothe, Awassi, Weissmann, Sannomiya (64. Ünlücifci) - Azaouhagh (64. Hirst), Müller, Del Vecchio, Reutter - Peters (90+3 Kuhinja), Boutakhrit (46. Khan Agha, ab 90. Messina)

SR: Schneider (Gelsdorf)

Z: 1589

Tore: 0:1 Boutakhrit (8.), 1:1 Stendera (49.), 1:2 Müller (76.), 1:3 Hirst (84.)

Gelbe Karten: Schmitt, Döringer, Springfeld - Awassi, Müller

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