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KSV Hessen noch zweimal gegen Steinbach: Stolperstein oder Meilenstein?

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Von: Frank Ziemke

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Früher gemeinsam, heute gegeneinander: Matthias Mink (links) trainiert nun den TSV Steinbach, sein früher Co-Trainer Tobias Cramer hat nun selbst das Sagen beim KSV Hessen Kassel. © Hedler

Kassel. Es geht für den KSV Hessen Kassel noch zweimal gegen den Ex. Und es sind Spiele mit richtungsweisender Bedeutung. Der TSV Steinbach kann beides sein: Stolperstein und Meilenstein.

In der Meisterschaft treten die Kasseler am Mittwoch (19 Uhr, Sportzentrum Haarwasen in Haiger) an. Am 21. Mai tragen beide Mannschaften das Finale um den Hessenpokal aus.

Beide Partien sind von enormer Wichtigkeit. In seiner Aufholjagd im Abstiegskampf ist für den KSV, das betont Trainer Tobias Cramer immer wieder, jedes Spiel ein Endspiel. Und je näher das Saisonende rückt, desto mehr wächst die Bedeutung. Fakt ist: Überraschende drei Punkte bei einem Team aus dem oberen Tabellendrittel könnten den Löwen den entscheidenden Schub geben. Dazu gibt es noch das Pokalfinale. In dem es um nicht weniger geht als den Einzug in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals.

Auch hier wäre ein Erfolg gegen Steinbach mit Trainer Matthias Mink ein Meilenstein für die Kasseler. Weil sie sich auf ein sportliches Highlight in der kommenden Saison freuen könnten. Und natürlich vor allem, weil mit Blick auf die schwächelnden Finanzen eine wichtige Zusatzeinnahme lockt. Ein attraktives Los aus der ersten oder zweiten Bundesliga würde ein volles Auestadion garantieren. So wie es in der jüngsten Vergangenheit gegen Hannover 96 und Fortuna Düsseldorf der Fall war.

Davor aber steht eben Matthias Mink, der die Löwen von 2013 bis 2016 betreute. Und dessen Co-Trainer Cramer dann den Chefposten übernahm. Mink, der seinen Vertrag beim TSV bis 2020 verlängert hat, sagt: „Natürlich sind das besondere Spiele. Einfach weil man sich gut kennt.“ Das gilt für Cramer, viele Spieler, aber zum Beispiel auch für Aufsichtratschef Enrico Gaede. „Für uns hat die Partie sportlich natürlich nicht die Tragweite wie für Kassel“, erklärt Mink. Aber natürlich auch: „Wir wollen unsere Hausaufgaben machen.“ Auf Platz fünf vorrücken ist das erklärte Ziel. Und der Pokal? Der sei eine schöne Geschichte, so Mink, aber: „Das ist Ende Mai und spielt für mich derzeit noch überhaupt keine Rolle.“

Übrigens: In den bisherigen Duellen mit Minks Steinbach hat es für Tobi Cramer und den KSV Hessen Kassel noch keine Niederlage gegeben. Im letzten Jahr gab es ein 1:1 in Haiger und ein 0:0 im Auestadion. Beim Hinspiel in dieser Saison feierten die Löwen einen von 2800 Zuschauern bejubelten 3:0-Sieg. Sebastian Szimayer, Adrian Bravo Sanchez und Lucas Albrecht erzielten die Tore.

Die Hoffnung besteht also durchaus, dass die Spiele gegen den Ex für die Löwen zu einem Meilenstein werden können.

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