Sebastian Busch wird Assistenztrainer

KSV Hessen: Tobi Damm steigt zum Chefcoach auf

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In neuer Funktion: Jetzt haben Sebastian Busch (links, Co-Trainer) und Tobias Damm als neuer Chefcoach das Sagen beim KSV Hessen.

Die Personalien waren ja schon vor der Pressekonferenz am Nachmittag raus. Tobias Damm soll es also nun richten beim Fußball-Hessenligisten KSV Hessen Kassel. 

Nach der Entlassung von Trainer Dietmar Hirsch übernimmt der 35-Jährige, der bereits unter Hirsch wie unter dessen Vorgänger Tobias Cramer als Co-Trainer fungierte.

Als Stürmer bestritt Damm fast 200 Spiele für die Löwen bestritt. Assistieren wird Damm, der hauptberuflich im VW-Werk beschäftigt ist, ein weiterer Ex-Spieler der Löwen. Sebastian Busch spielte lange Jahre für die erste und zweite Mannschaft. Der 37-Jährige war bisher Co-Trainer von Thorsten Hirdes in der Gruppenliga-Reserve. Beide haben gemeinsam bei einem Trainer-Lehrgang die B-Lizenz erworben.

„Es waren aufregende 48 Stunden. Es gab viele Telefonate und eine gewisse Bedenkzeit. Ich habe mit meinen Arbeitgeber gesprochen und dann entschieden.“ So schildert Damm die Entscheidungsphase bis zur Zusage. Auch für Busch, den die Fans als Mittelfeldwühler kennen, war die Zusage keine Frage: „Wir beide werden an einem Strang ziehen. Ich freue mich auf diese Aufgabe.“

Trennung von Dietmar Hisch hat sich am Sonntag bei der Niederlage gegen Eddersheim angebahnt

Die natürlich keine leichte wird. Zu ernüchternd war der sportliche Verlauf. Zu negativ auch die Entwicklung der Stimmung. „Natürlich war das enttäuschend. Wir mussten reagieren. Es gibt jetzt einen Einschnitt. Und einen Neubeginn. Wir wollen das Ruder wieder herumreißen“, sagt der Sportliche Leiter Jörg Müller, der auch bei der entscheidenden Sitzung von Vorstand und Aufsichtsrat dabei war. Dass es mit Dietmar Hirsch nicht mehr weitergehen würde, hatte sich offenbar bereits am Sonntag nach der Niederlage gegen Eddersheim angebahnt.

„Es war eine erschreckende Situation, als unsere Fans auf den Platz gestürmt sind. Wir konnten nicht warten, bis alles zusammengefallen ist“, sagt Swen Meier, der zusammen mit seinem Vorstandskollegen Daniel Bettermann die Entscheidung begründet. Bettermann sagt: „Wir müssen jetzt den Schulterschluss wieder herstellen.“

Meier bezeichnet das Duo Damm/Busch als „die bestmögliche Konstellation“

„Beide bringen fachlich viel mit“, ergänzt Müller. Am Mittwochnachmittag machten sich die beiden verantwortlichen Trainer daran, die Mannschaft auf die nächste Aufgabe vorzubereiten. Am Samstag ab 14 Uhr geht es im Auestadion gegen den SV Steinbach. „Unser Hauptaugenmerk liegt jetzt darauf, die erste Mannschaft auf Kurs zu bringen“, betont Busch, der von Kollegen und Fans nur „Buschi“ gerufen wird.

Viel Zeit für große Veränderungen bleibt bis zur nächsten Partie nicht. Nachdem Damm gut eine Stunde mit Busch zusammensaß und das weitere Vorgehen besprach, stellte er fest: „Wir haben eine klare Spielidee.“ Wie genau die aussehen wird, verriet der frühere Mainzer Profi noch nicht.

Damm will die Kommunikation im Team fördern

Der erste Schwerpunkt seiner Arbeit wird sein, die Kommunikation im Team zu fördern. Er möchte viele Einzelgespräche bis zum Spieltag führen. „Ein offener Austausch ist wichtig“, sagt Damm. Das lässt schon mal daraufhin deuten, dass er für den Abwehrbereich klare Absprachen erwartet. Speziell nach Standards machten die Löwen in den vergangenen Spielen im eigenen Strafraum keine gute Figur – es mangelte an der nötigen Abstimmung.

Sebastian Busch hätte bestimmt nichts dagegen, wenn es für ihn und den KSV Hessen am Samstag so läuft wie im Herbst 2009. Seinerzeit gewann er als Wühler im defensiven Mittelfeld mit der Reserve der Löwen gegen den SV Steinbach 2:1.

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