Torwart ließ Rückpass ins Tor kullern 

KSV Hessen siegt mit freundlicher Hilfe von Astoria Walldorf 

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Hier fällt das 2:1: KSV-Mittelfeldspieler Sascha Korb (links) trifft zum Sieg gegen Astoria Walldorf im Auestadion. Tabe Nyenty (rechts) von den Gästen versucht noch, den Schuss zu blocken.  

Kassel. Wer den KSV Hessen vor dem Start in die zweite Jahreshälfte schon abgeschrieben hatte, der hat einen Fehler gemacht. Und wer an den Löwen nach dem Rückstand im Heimspiel gegen Astoria Walldorf gezweifelt hatte, der täuschte sich ebenfalls.

Der Fußball-Regionalligist bleibt nach dem 2:1 (1:1) 2018 im Auestadion ungeschlagen und brachte sich in Position für den Abstiegskrimi am kommenden Samstag in Koblenz.

Dass der KSV am Ende jubelte, verdankten er aber auch einem, dem das nicht gefallen haben wird: Gästetorwart Jürgen Rennar. Sein Fehler in der 24. Minute bereitete den Weg zum Ausgleich – und brachte auch die Wende in eine Partie, die den Löwen aus der Hand zu gleiten schien.

Denn nach einer guten Anfangsphase übernahm Walldorf das Geschehen. Erik Wekesser traf kurze Zeit später zur Führung (16.). Wirklich schwer machte ihm das die Hintermannschaft des KSV nicht. Wekesser spazierte an ein, zwei, drei Spielern vorbei bis in den Strafraum und verwandelte unten rechts.

Doch dann griff Rennar entscheidend in den Spielverlauf ein. Einen Rückpass des Verteidigers Philipp Strompf ließ er unter seinem Fuß durchkullern – bis ins Tor. Die Platzverhältnisse im Auestadion halfen mit. Eine Szene, die sicherlich noch hier und da im Fernsehen zu sehen sein wird. Bis zu Arnd Zeigler hatte sie es schon am Samstag geschafft.

Anschließend fand das Team von Trainer Tobias Cramer zurück ins Spiel. Nach der Pause war es eine ausgeglichene Begegnung. Und weil auch Neuzugang Cédric Mimbala, der schon jetzt einen eigenen Fangesang hat und nach dem Sieg in der Kurve das Megafon in die Hand gedrückt bekam, wieder eine starke Leistung zeigte, hielt die Abwehr in der zweiten Hälfte dicht. Vorn ergaben sich einige Chancen. Sascha Korb nutzte eine davon zur Führung (73.). Brian Schwechel hatte ihn vorher toll freigespielt. Da stand er im Strafraum, halbrechts, der Ball prallte noch einmal auf, Korb nahm ihn volley. Drin.

Am Ende hätte das Ergebnis noch deutlich höher ausfallen können. Die Löwen ließen gegen einen Gegner, der trotz des sicheren Klassenerhalts nach dem Rückstand auf Dreierkette umstellte, aber beste Möglichkeit aus.

Unschön waren dagegen noch einige harte Fouls. Zunächst an Mimbala, dann an Kapitän Frederic Brill. Gästetrainer Matthias Born wurde kurze Zeit später auf die Tribüne geschickt, weil er einen Kasseler aus Frust mit dem Ball abschoss.

KSV-Trainer Cramer regte sich darüber aber nicht weiter auf: „Jeder Spieler geht aufs Feld, um zu gewinnen. Das hat sich in dieser Partie so entwickelt und gehört dazu. Der 43-Jährige war mit seinen Gedanken an diesem Samstagnachmittag nicht nur beim Fußball.

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