KSV-Spieler Niklas Neumann und Jan Erik Leinhos kehren in die USA zurück

Zwei Löwen nehmen wieder Abschied

KSV Hessen Torwart Niklas Neumann klatscht die Fans im Auestadion Kassel ab
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Geht zurück nach Maryland: Torwart Niklas Neumann verlässt den KSV wieder in Richtung USA.

Für zwei KSV-Spieler sind die Tage in Deutschland schon wieder gezählt. „Ja, ich werde in die USA zurückkehren, weil dort die Fußball-Saison Anfang des neuen Jahres beginnt. Mein Flieger von Frankfurt nach Washington geht am 2. Januar“, erzählt Torwart Niklas Neumann.

Und er weiß auch: „Jan Erik Leinhos ist ja in einer ähnlichen Situation, auch er wird Kassel in Richtung Nordamerika verlassen.“ Wegen der Corona-Pandemie und der Aussetzung der Spielzeit in den Vereinigten Staaten waren beide nach Kassel zurückgekehrt und hatten sich den Löwen angeschlossen.

Doch nun geht es zurück. Für Neumann heißt das Ziel „University of Maryland“, die auf halber Strecke zwischen Baltimore und Washington liegt. Der 21-Jährige studiert dort Sportwissenschaften, hat seit Sommer vergangenen Jahres ein Stipendium. „Beim KSV habe ich seit Herbst nicht mehr auf dem Mannschaftsbogen gestanden, weil sonst meine Spielberechtigung in den USA in Gefahr geraten wäre“, sagt Neumann, dem mit seinem Team viele englische Wochen bevorstehen, in denen auch zehntausende Kilometer mit dem Flugzeug zu Auswärtsspielen zurückgelegt werden müssen.

Das kennt Leinhos ebenfalls. Mit der Marshall University aus Huntington in West Virginia kam der 23-Jährige zuletzt sogar bis unter die besten zehn Teams der Vereinigten Staaten. Zurück bei seinen Eltern in Wolfershausen im Schwalm-Eder-Kreis setzte er dann sein Marketingstudium online fort. In der aktuellen Saison kam Leinhos für den KSV Hessen einmal in der Regionalliga und im Pokal zum Einsatz, zudem absolvierte er vier Partien in der Gruppenliga.

Neumann hingegen war kein Einsatz vergönnt. Er bereitet sich nun auf den Start der College-Liga vor. Ob er Angst hat, in der aktuell angespannten Corona-Lage in die USA zu fliegen? „Nein, ich gehe eigentlich mit einem guten Gefühl. Auch deshalb, weil wir dort regelmäßig getestet werden. Aber die Lage ist schon wesentlich prekärer als in Deutschland“, sagt der Torwart. Allerdings seien die Aussichten nun ein bisschen besser geworden, da mit der Impfung bereits begonnen wurde.

Neumann wirft auch einen Blick zurück und stellt fest, dass die Zeit in Kassel nicht nur schlechte Seiten hatte: „Ich konnte bei der Hochzeit meiner Schwester dabei sein, zudem freue ich mich, dass ich nun über Weihnachten und den Jahreswechsel noch zu Hause bei meiner Familie bleiben kann.“ Dann aber geht es zurück, vielleicht auch für länger. „Klar wäre es schön, wenn ich dort Fuß fassen könnte. Es gefällt mir richtig gut“, sagt Neumann, der am 28. Dezember noch einmal mit den Löwen trainiert und sich dann verabschiedet. Am 8. Januar steht schließlich schon das erste Pflichtspiel in den USA auf dem Programm. Die Tage in Deutschland sind also gezählt – für ihn und für Jan Erik Leinhos.

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