Löwen und Trainer Damm treffen auf Bundesliga-Reserve

KSV Hessen Kassel gegen Mainz am Samstag mit Fans

Fußballer Kevin Nennhuber wird von Trainer Tobias Damm mit Infos auf dem Platz im Auestadion versorgt
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Zwei, die im Blickpunkt stehen: KSV-Trainer Tobias Damm (rechts) trifft auf seinen ehemaligen Verein, Kevin Nennhuber könnte wieder eine Option sein.

Nach dem starken 1:1 in Aalen steht am Samstag für den KSV Hessen bereits das nächste Spiel auf dem Programm: Die Löwen empfangen ab 14 Uhr die Reserve des 1. FSV Mainz 05 - mit einer Überraschung. 

Die Überraschung: Der Partie dürfen sogar Zuschauer beiwohnen. Die wichtigsten Punkte:

Die Zuschauer: Sie dürfen, das war die Überraschung am Abend, wieder dabei sein. Und wie das so ist in Corona-Zeiten: Es gibt ständig neue Entwicklungen. KSV-Vorstandsmitglied Daniel Bettermann hatte am Nachmittag noch von der vagen Möglichkeit gesprochen, einige Fans zulassen zu können. Etwas später brachte Vorstand Jens Rose die Nachricht, dass die Stadt Kassel angesichts der sinkenden Sieben-Tage-Inzidenz das Auestadion für Zuschauer freigegeben habe. Aber: Noch wäre nicht klar, ob der KSV das organisatorisch so kurzfristig hinbekomme.

Hauptknackpunkt: der Ordnungsdienst. Am Abend durfte sich Rose dann aber freuen: „Wir bekommen so viele Ordner, dass wir die Haupt- und die Nordtribüne öffnen können“. Knapp 1000 Zuschauer dürfen so beim Spiel dabei sein. Catering wird es am Samstag allerdings nicht geben.

Die Geschichte: Sie ist natürlich eng mit KSV-Trainer Tobias Damm verbunden. Der spielte nämlich von 2005 bis 2007 für die Mainzer und erzielte unter anderen in neun Bundesligaspielen einen Treffer. „Natürlich ist das Spiel etwas Besonderes, ich würde lügen, wenn es nicht so wäre. Allerdings kenne ich im Umfeld bis auf Torwarttrainer Sven Hofmeister, mit dem ich immer auch wieder telefoniere, nicht mehr so viele Leute“, sagt Damm. Eine Premiere ist es für ihn auf jeden Fall: Erstmals tritt er als Chefcoach gegen die Rheinhessen an, für die er auch in der damals drittklassigen Regionalliga am Ball war.

Das aktuelle Personal der Löwen: So langsam lichtet sich das Lazarett. Denn mit den Verletzten Frederic Brill, Serkan Durna und Jan-Erik Leinhos sowie dem beruflich verhinderten Sergej Evljuskin fallen nur noch vier Spieler definitiv aus. „Kevin Nennhuber und Basti Schmeer sind wieder ins Training eingestiegen, bei Alex Mißbach hat sich herausgestellt, dass er sich nur eine Prellung zugezogen hat“, gibt Damm vorsichtige Entwarnung.

Die Stimmungslage: Trotz der zuletzt angespannten Personallage sei Damm auch vor der Partie in Aalen optimistisch gewesen. „Die Spieler, die bislang hinten dran waren, können sich nun beweisen. Und ich habe vollstes Vertrauen in diesen Kader. Nehmen wir zum Beispiel Luis Allmeroth, der als Innenverteidiger bisher nicht so zum Zug kam, wie er wollte. Immer wenn er gebraucht wird, hat er aber abgeliefert“, erklärt Damm.

Der Blick auf Mainz: Mit Reserveteams ist das ja immer so eine Sache, man weiß nie so richtig, was man bekommt. „Schaut man sich das Spiel unter der Woche an, dann sieht man, wie stark die Mainzer sein können. Da waren vier Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft dabei“, sagt Damm. Mit 2:0 gewann die FSV-Reserve gegen Eintracht Stadtallendorf. Dass am Samstag nochmal Akteure aus dem Bundesligateam abgestellt werden, scheint eher unwahrscheinlich, da die Mannschaft von Trainer Jan-Moritz Lichte ab 15.30 Uhr gegen Mönchengladbach antritt.

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