Corona-Pandemie

KSV Hessen trainiert ab Montag, Land lockert Einschränkungen im Sport

Lokalsport Fußball Regionalliga 20/21 KSV Hessen Kassel - FC Astoria Walldorf Trainer Tobias Damm
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Ab Montag wieder ein gewohntes Bild: Trainer Tobias Damm kann mit den Kasseler Löwen wieder trainieren. (Archivbild)

Das Land Hessen lockert die Einschränkungen für den Sport. Ab Montag stehen auch die Regionalliga-Fußballer des KSV Hessen Kassel wieder gemeinsam auf dem Kasseler Trainingsplatz.

Kassel - Trainer Tobias Damm bestätigte gestern, dass der Verein von der Stadt Kassel nun grünes Licht bekommen habe. Hintergrund war, dass das Land Hessen die Regionalliga dem Profisport zugeordnet hatte, Training und auch Spiele für die Löwen deswegen erlaubt sind.

Theoretisch hätte der KSV auch schon gestern wieder zusammen auf den Platz gehen können. „Ich habe allen für diese Woche einen Trainingsplan zusammengestellt. Jetzt machen die Jungs Läufe. Und ab Montag steigen wir dann wieder ein“, sagt Damm.

Am Freitag hatten nach intensiven Beratungender Landessportbund und die hessische Landesregierung kurzfristige Lockerungen der Pandemiemaßnahmen beschlossen: Ab sofort können Amateur- und Freizeitsportler in Hessen wieder allein, zu zweit und mit Angehörigen des eigenen Hausstands auf und in allen Sportanlagen Sport treiben. Die Sportstätten bleiben nicht mehr grundsätzlich geschlossen. Möglich sind – wie bereits in den übrigen Bundesländern – beispielsweise Tischtennis im Einzel, Tennis, Paartanz, Golf mit zwei Personen und Judo. Auch Individualsport bleibt im öffentlichen Raum möglich – alles natürlich im Rahmen der geltenden Begrenzung für Personengruppen und mit besonderer Vor- und Umsicht. Dazu gehören u. a. auch Reiten, Rudern, Joggen, Radfahren, Segeln und Personal Training mit höchstens zwei Personen. Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen aber bleiben zu, nur medizinisch nötige Behandlungen (Rehasport, Physiotherapien) sind erlaubt.

Nach dem Beschluss des hessischen Corona-Kabinetts appellierten LSB-Vorsitzender Dr. Rolf Müller und Minister Peter Beuth (Inneres, Sport) an die Bürger, „die erweiterten Sportmöglichkeiten verantwortlich zu nutzen, die Hygienebestimmungen im Blick zu behalten, im Sport weiter zur Reduzierung des Infektionsgeschehens beizutragen.“

Der LSB will Sportverbände und -kreise kurzfristig im Detail informieren und Erläuterungen auf www.landessportbund-hessen.de veröffentlichen. Was dringend nötig ist, denn eine Nachfrage bei heimischen Behörden ergab eine unterschiedliche Auslegung der Beschlüsse. So wird die Stadt Kassel zunächst Sportplätze und -hallen weiter geschlossen halten. Ihr Sprecher Claas Michaelis verwies auf die Limitierung „allein, zu zweit und mit Angehörigen des eigenen Hausstands“ im Beschluss. „Demnach können auch weiterhin keine Gruppen oder Mannschaften gemeinsam trainieren“, sagt Michaelis – und fügt augenzwinkernd hinzu: „Es sei denn, eine Großfamilie mit vielen Kindern will Fußball spielen.“

Beim Landkreis Kassel indes ging es am Freitagnachmittag zunächst noch um die Weitergabe der neuen Regelungen, die hier aber großzügiger interpretiert werden. „Wir werden die Kommunen informieren, dass sie ihre Sportstätten wieder öffnen dürfen, aber nicht müssen“, erklärte Kreissprecher Harald Kühlborn. Angesichts der kurzfristigen Mitteilung am Freitag werde die Lockerung allerdings erst zu Beginn der neuen Woche umgesetzt werden können.

Die Bürger „sollen trotz Pandemie die Möglichkeit haben, sich fit zu halten und auch gemeinsam sportlich aktiv zu sein“, erklärte Minister Beuth zur Neuregelung. Sie erlaubt ab sofort auch den derzeit geschlossenen Musik- und Kunstschulen die Öffnung.
(mhb/sam/dpa)

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