Abstiegskrimi am Samstag

KSV Hessen trifft in Koblenz auf diesen Ex-Löwen

Einst beim KSV, jetzt in Koblenz: Nicolai Lorenzoni trifft am Samstag im brisanten Abstiegsduell auf seinen Ex-Klub. Foto:  Hedler

Kassel. Das nächste Endspiel für den KSV Hessen Kassel rückt näher: Noch zwei Tage, dann treten die Löwen im vorletzten Saisonspiel bei der TuS Koblenz an. Mehr Abstiegskampf geht nicht.

Besonders brisant dürfte das Duell (Samstag, 14 Uhr) für Nicolai Lorenzoni werden, der von 2015 bis 2017 insgesamt 54 Regionalligaspiele für den KSV absolvierte und seit vergangenem September das Trikot der Rheinländer trägt.

„Die Stimmung wird bei uns so ähnlich sein wie in Kassel. Beide Teams müssen in dieses Kampfspiel alles reinwerfen. Allerdings dürfte dem KSV am Samstag ein Unentschieden wesentlich mehr helfen als uns“, sagt der 26-Jährige. Abseits der sportlich prekären Situation lief die Saison für den Linksverteidiger persönlich richtig gut. Abgesehen von einer krankheitsbedingten Pause gehörte Lorenzoni fast immer zur Stamm-Elf, absolvierte 26 Partien. Nach einer ähnlich durchwachsenen Hinrunde wie beim KSV überzeugte Koblenz zuletzt vor allem mit Auswärtssiegen gegen Saarbrücken (1:0) und Offenbach (3:2).

„Nach zwei Niederlagen hat uns das 4:1 am vergangenen Spieltag in Ulm wieder Selbstvertrauen und Aufwind für das Spiel gegen Kassel zurückgegeben. Angst, dass das schiefgehen kann, haben wir nicht, auch wenn wir von außen immer wieder auf die aktuelle Situation angesprochen werden. Die Köpfe müssen einfach freibleiben“, sagt Lorenzoni, der die Lage in Kassel seit seinem Wechsel noch im Blick hat. „Da informiert man sich schon drüber. Mit Sascha Korb, Niklas Künzel, Tim Brandner, Sergej Evljuskin, Frederic Brill und Lucas Albrecht habe ich ja auch noch ein paar Kumpels, mit denen ich mich austauschen kann“, sagt Lorenzoni, der sich aktuell über regen Handy-Kontakt nicht beschweren kann.

Wie wichtig die Partie für Koblenz ist, lässt sich auch auf der Internetseite des Klubs ablesen. „Showdown auf dem Oberwerth: Schängel, seid ihr bereit?“ wird dort getitelt. Schängel bezeichnet mundartlich die in der Stadt Koblenz geborenen Jungs und Mädchen. Anel Dzaka stammt zwar aus Sarajevo, doch der TuS-Trainer wird auf der Homepage ebenfalls mit selbstbewussten und klaren Worten zitiert: „Wenn es tatsächlich einen Fußballgott gibt, dann muss er die Jungs am Ende auch belohnen. Das haben sie einfach verdient.“

Allein stehen die Koblenzer mit diesem Wunsch im Abstiegskampf nicht da. Und Nicolai Lorenzoni weiß, dass sich am Samstag viel entscheiden kann: „Vom Ausgang dieses Spiels kann auch meine Zukunft und die Zukunft meiner Mitspieler abhängen.“ Mit Michael Schüler und Andreas Glockner werden wohl zwei Stammkräfte gegen den KSV ausfallen – im Abstiegskrimi der Regionalliga Südwest.

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