Nach Absage von Jan Fießer 

KSV Hessen und der Trainer: Wieder geht die Suche los

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Hat abgesagt: Jan Fießer.

Die Suche nach einem neuen Trainer für den KSV Hessen Kassel geht wieder von vorne los. 

Vorstandsmitglied Jens Rose drückt es so aus: „Wir waren mit dem einen mal weiter, mit dem anderen mal weniger weit. Wir führen ständig Gespräche.“

Nach Informationen unserer Zeitung war der KSV Hessen Kassel mit dem einen – Jan Fießer – allerdings schon sehr weit. Doch als nur noch die Unterschrift unter dem Vertrag fehlte, machte der aktuelle Trainer der U17 von Eintracht Frankfurt einen Rückzieher. Und so haben die Löwen für die kommende Saison in der Fußball-Hessenliga mit Jörg Müller seit dem Wochenende zwar einen Sportlichen Leiter gefunden, zwei Tage vor dem Trainingsauftakt schwebt über dem Trainerstuhl aber weiterhin ein großes Fragezeichen.

Fießer ist 32 Jahre alt und hat eine Vergangenheit beim KSV. 2006 wechselte er selbst aus der Frankfurter Jugend nach Kassel und blieb bis 2008. Gebürtig stammt er aus Heidelberg, anschließend war er für Sandhausen, Wiesbaden, Bielefeld, Saarbrücken, Schalke 04 II und RW Frankfurt aktiv. Anfang 2018 beendete er seine aktive Karriere. Ab Sommer 2017 war er Co-Trainer bei der Eintracht – erst U17, dann U19, dann wieder U17. Immer unter Frank Leicht. Der soll laut Bild-Zeitung in einen Spionage-Skandal verwickelt gewesen sein und unerlaubt massenhaft Daten von RB Leipzig eingesehen haben. Leicht verließ Ende März die Frankfurter U17. Fießer übernahm interimsweise, holte in sechs Spielen fünf Siege – bei nur einer Niederlage. Gut möglich, dass ihm nun ein langfristiger Vertrag beim Bundesliga-Nachwuchs angeboten wurde und er deswegen den Löwen im letzten Moment noch abgesagt hat.

Auf jeden Fall wird er nicht kommen. Und mittlerweile ist es nicht mehr undenkbar, dass beim Trainingsauftakt am Donnerstag zunächst der neue Sportliche Leiter Müller und Co-Trainer Tobias Damm die Einheit leiten werden. „Wir haben keinen Druck“, meint Rose. „Natürlich wäre es schöner, wenn wir von Beginn an einen Trainer dabei hätten. Aber am Anfang wird ohnehin weniger im taktischen, sondern eher im Kraft- und Ausdauerbereich gearbeitet. Unser Gerüst steht. Und die, mit denen wir uns unterhalten, kennen das Gerüst“, sagt Rose.

Bereits gestern soll Aufsichtsratschef Enrico Gaede – nach Informationen unserer Zeitung – Gespräche mit weiteren Kandidaten geführt haben. Bekannt ist aber nur das Profil. Es soll demnach eher ein gestandener Trainer sein. Einer, mit einer härteren Hand – das sei auch der Wunsch der Mannschaft. Es sei zudem von vorherein das Ziel gewesen, eine Lösung mit zwei Personen zu finden. Also einem Sportlichen Leiter und einem Trainer. Beides in Vollzeit, damit diese sich um alle sportlichen Belange des Vereins kümmern können.

Alfons Noja, Trainer des FSC Lohfelden, und Christian Andrecht, Coach der KSV-A-Jugend, seien so keine Alternativen – auch wenn durchaus über diese Personalien nachgedacht worden sei. Sollte es aber zeitnah keine Lösung geben, könnten auch sie wieder in den Kandidatenkreis rücken. Das Gerüst – die Mannschaft des KSV – kennen beide zumindest.

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