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KSV Hessen verliert Auftaktspiel in Hoffenheim

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Von: Frank Ziemke

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Kassels  Frederic Brill  liegt nach einem Foul mit Schmerzen am Boden
Umstrittene Szene: Frederic Brill wird gefoult, aber der Pfiff blieb aus. © IMAGO/Eibner/Memmler

Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel verliert trotz engagierter Leistung bei Hoffenheims Bundesliga-Reserve.

Der Auftakt ging daneben: Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel hat sein erstes Saisonspiel verloren. Bei der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim verlor das Team von Tobias Damm 0:2 (0:1). „Wir haben viel investiert, hohen Aufwand betrieben. Aber vor dem Tor hat uns einfach ein Tick gefehlt“, ärgerte sich der Trainer. Und: „Das macht schon schlechte Laune, ohne Punkte nach Hause fahren zu müssen.“ Der Nachwuchs der Gastgeber hat laut Transfermarkt.de den teuersten Kader der Liga. Der steigt noch, wenn Akteure wie Marco John in der Startelf stehen. Der gehört zur ersten Mannschaft, ist U21-Nationalspieler mit einem Marktwert von 2,5 Millionen. Zum Vergleich: Der der Löwen liegt bei rund einer Million.

Gelungener Einstand von Issa

Das alles muss aber nichts heißen, wenn die ersten 90 Minuten der Saison angepfiffen werden. Bei den Gästen steht Oliver Issa Schmitt sofort in der Startaufstellung. Der 22-jährige Offensivmann für den linken Flügel war erst am Freitag endgültig verpflichtet worden. Der Kölner trainiert allerdings seit zwei Wochen in Kassel mit, absolvierte auch das Testspiel in Wolfsburg. Und, so viel sei vorweggenommen: Sein Einstand war durchaus ansprechend. Von Damm kam dann auch ein Lob: „Ein guter erster Auftritt. Er hat die Bälle gut gehalten, war eigentlich an allen guten Szenen beteiligt. Er ist sehr oft gefoult worden. Aber das hat uns auch eine Menge guter Freistoßszenen gebracht.“

Ärger nach Foul an Brill

Die Gäste werden ins Kraichgau von zahlreichen Fans begleitet, die ihr Team lautstark unterstützen. Das allerdings ist von Beginn an schwer beschäftigt. Die jungen Gastgeber machen Druck. Und hoffen auf Tore ihres Oldies Nick Proschwitz. Der 35-Jährige war mit 20 Treffern in der letzten Saison Torschützenkönig der Regionalliga. Die Löwen verstecken sich nicht, kommen aber lange nicht zu Abschlüssen. In der 18. Minute aber wird es ärgerlich. Frederic Brill erobert einen Ball, geht allein richtig Strafraum und wird gefoult. Die Kasseler Bank fordert vehement einen Freistoß – der wegen einer Notbremse zwangsläufig eine Rote Karte hätte nach sich ziehen müssen. Der Pfiff von Schiedsrichter Tobias Huthmacher aber bleibt aus. Stattdessen erzielt Hoffenheim kurz darauf fast die Führung. Abdul Fesenmeyer trifft die Latte. Mit etwas Abstand sagt Damm zu dem Foul an Brill: „Er trifft Freddy und den Ball. Das ist eine 50:50-Entscheidung. Aber wenn er pfeift, dann ist es definitiv Rot.“

Der KSV tritt engagiert auf. Aber zielstrebiger sind die Gastgeber. Und kurz vor der Pause passiert es dann: Einen Angriff über die linke Seite schließt der 17-jährige Umut Tohumcu flach zum 1:0 ab. Fast kommt es sogar noch schlimmer. Aber in der Nachspielzeit lenkt Torhüter Nicolas Gröteke den Ball nach einem Schuss von Fisnik Asllani mit einer Glanztat über das Tor.

Auf der Linie geklärt

Dafür ist es dann der KSV, der den zweiten Durchgang fast mit einem Paukenschlag eröffnet. Nach einer Flanke von der linken Seite kommt Marco Dawid frei zum Abschluss, doch ein Hoffenheimer klärt vor der Linie. Es wird jetzt ein offenerer Schlagabtausch. Die Löwen haben ihre beste Phase ab der 65. Minute. Steven Rakk verfehlt das Gehäuse aus der Distanz ebenso wie Hendrik Starostzik nach einer Ecke. Und in der 77. Minute ist dann Schmitt, der freisteht, aber an Torhüter Noll scheitert. Damm wechselt immer offensiver. Doch der Ausgleich will nicht gelingen.

Stattdessen sorgt Hoffenheim für die Entscheidung. Gegen den eingewechselten Can Karatas kann Gröteke das 0:2 noch verhindern. Doch beim Schuss des ebenfalls eingewechselten Franko Kovacevic ist auch der Torhüter machtlos. Die Auftaktniederlage der Löwen ist perfekt.

Umstrittene Szene: Frederic Brill wird gefoult, aber der Pfiff blieb aus.
Umstrittene Szene: Frederic Brill wird gefoult, aber der Pfiff blieb aus. © IMAGO/Eibner/Memmler

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