In Flieden und gegen Alzenau 

KSV Hessen vor entscheidendem Spiel: Löwen haben gleich zwei Gegner

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So wollen sie sich auch in Flieden freuen können: Die Spieler des KSV Hessen stehen nach dem Sieg gegen Friedberg vor der eigenen Fankurve. Morgen fällt die Entscheidung über Platz zwei. 

Noch ein Tag, dann steigt das große Saisonfinale in der Fußball-Hessenliga. Mittendrin ist der KSV Hessen Kassel, der am Samstag ab 15 Uhr in Flieden noch auf Platz zwei springen und die Teilnahme an der Aufstiegsrunde perfekt machen will.

Wir haben die letzten Informationen vor dem Schlagabtausch in Osthessen, der maßgeblich vom Parallelspiel zwischen Gießen und Alzenau beeinflusst wird.

Die Konstellation: Eigentlich ist alles ganz einfach. Will der KSV Hessen noch die Aufstiegsrunde zur Regionalliga erreichen, muss er zwingend in Flieden gewinnen. Ein Unentschieden oder eine Niederlage würde das Ende aller Träume bedeuten. Gleichzeitig benötigen die Löwen Schützenhilfe vom Meister FC Gießen, der sich wiederum gegen Alzenau durchsetzen muss. Bei Punktgleichheit hätte der KSV dann den direkten Vergleich für sich entschieden. Den Bayern hingegen würde ein Unentschieden für Platz zwei und die Teilnahme an der am nächsten Donnerstag startenden Aufstiegsrunde reichen.

Die Gegner: Aus der Konstellation ergibt sich, dass der KSV am Samstag gleich zwei Gegner hat – Flieden im direkten und Alzenau im Fernduell. Ein Problem: Für beide Gegner geht es eben auch um alles. Flieden muss gegen den KSV gewinnen, wollen die Osthessen ihrerseits noch eine Chance auf den Klassenerhalt haben. Auch die Buchonia ist dabei allerdings auf Hilfe angewiesen: Friedberg muss zeitgleich gegen den KSV Baunatal verlieren.

In Alzenau wird derzeit tief gestapelt. Auf der Facebook-Seite des Vereins heißt es, allein der Vorsprung vor dem letzten Spieltag sei schon ein Erfolg. Sicher wäre Platz drei am Ende aber nun eine Enttäuschung.

Die Erfahrung:Aus dem aktuellen Kader des KSV Hessen haben zwar schon einige Akteure Regionalliga-Erfahrung. Bei einem Aufstieg in die vierte Liga war allerdings noch keiner dabei. Als die Löwen zuletzt den Sprung aus der fünften Liga schafften – im Jahr 2006 – war nur einer dabei, der heute auch noch bei der Mannschaft ist: Torwarttrainer Michael Gibhardt.

Bayern Alzenau spielte zuletzt in der Saison 2012/13 viertklassig. Damals stürmte der bundesligaerfahrene Jochen Seitz für die Nordbayern. Aus dem damaligen Kader ist heute kein Spieler mehr beim Tabellenzweiten aktiv. Auflaufen könnte in Gießen aber wieder Kapitän Salvatore Bari, der gegen Lohfelden schon spät eingewechselt wurde, vorher aber vier Partien verletzt verpasst hat.

Bei den Löwen sieht es personell gut aus – mit den Ausnahmen Ingmar Merle und Sergej Evljuskin. Merle ist für Samstag fraglich, wird eher nicht spielen. Evljuskin wird definitiv ausfallen. Der Merle-Vertreter in der Innenverteidigung zog sich gegen Friedberg zuletzt eine Knochenabsplitterung am Knöchel zu.

Die Anreise: Laut Buchonia Flieden werden am Samstag mindestens 1500 Zuschauer auf dem Sportplatz am Weiher erwartet. Aus Kassel sollen etwa 500 mitkommen. Allein das führt schon zu einer angespannten Verkehrssituation. Da aber im benachbarten Stadion die Blockmehrkampfmeisterschaften in der Leichtathletik ausgetragen werden, wird der große Parkplatz bereits in den Morgenstunden gut gefüllt sein. Wie der Verein gestern mitteilte, gibt es aber weitere Möglichkeiten in der Nähe des Sportplatzes sowie im Ort.

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