Mit Trikotsponsor verlängert  

KSV Hessen vor dem letzten Heimspiel: Noch keine Lust auf Urlaub

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Am Kasseler Flughafen: (von links) KSV-Vorstandsmitglied Jens Rose, die Spieler Jon Mogge, Mahir Saglik und Frederic Brill sowie Geschäftsführer Michael Krannich.

Alle Zeichen auf Urlaub? Nicht ganz, wenn es nach dem KSV Hessen Kassel geht. Aus Sponsorensicht? Auf jeden Fall. Aus sportlicher Sicht? Auf keinen Fall.

Dafür muss morgen allerdings ein Sieg gegen Türk Gücü Friedberg im Auestadion her (14 Uhr). Dann wird die Entscheidung über Platz zwei in der Fußball-Hessenliga und die Aufstiegsrunde in die kommende Woche vertagt.

Der Trikotsponsor

Auch im kommenden Jahr wird Schauinsland-Reisen auf dem Trikot der Löwen werben. Die Zusammenarbeit mit dem Reiseveranstalter wurde um ein Jahr verlängert. Über Zahlen wollte KSV-Geschäftsführer Michael Krannich nicht sprechen. Er verriet aber so viel: Sollten die Löwen in die Regionalliga aufsteigen, erhöht sich auch der Umfang des Sponsorings.

Das Sorgenkind

Heißt Ingmar Merle und ist weiterhin fraglich. Merle wurde nach dem Derbysieg gegen Baunatal ein Bluterguss entfernt, der sich verkapselt hatte. Zehn Tage sollte der Alleskönner ausfallen, mittlerweile ist er wieder im Training. Coach Tobias Cramer sagt: „Wir klären noch mit der medizinischen Abteilung ab, wie groß das Risiko ist, wenn er spielen würde. Wenn ich ihn jetzt rauslasse, dann steigt die Wahrscheinlichkeit für kommende Woche. Lasse ich ihn spielen, kann er für den Rest der Saison ausfallen, wenn die Verletzung wieder aufbricht.“

Gedankenspiele, die den Trainer umtreiben. Er stellt klar: „Wenn es jetzt hart auf hart kommen würde, dann würde ich ihn reinschmeißen. Aber alle anderen sind fit.“ Klingt eher so, als würde Merle noch mal eine Pause bekommen. Ohne ihn hatte der KSV zuletzt dreimal nicht gewonnen.

Der Gegner

Verlor zuletzt 0:12 gegen Gießen. „Das macht sie brandgefährlich, mit diesem Ergebnis im Hinterkopf“, sagt Cramer. „Sie haben auch schon viele Punkte geholt – und spielen noch gegen den Abstieg.“ Zumindest theoretisch. Maximal vier Mannschaften müssen runter. Auf den Viertletzten Flieden hat Friedberg vier Punkte Vorsprung. Heißt aber auch: Nur bei einem weiteren Sieg aus den letzten beiden Partien sind die Gäste sicher gerettet.

Eine Woche vor dem 0:12 gewann Friedberg 4:2 gegen Waldgirmes. Das Team, gegen das die Löwen am vergangenen Samstag nur 2:2 spielten. Mit Younes Bahssou hat der Klub aus der Wetterau einen gefährlichen Angreifer (16 Tore). Der fiel zuletzt allerdings vier Spiele verletzt aus. Sein Einsatz in Kassel ist nicht sicher. Auffällig ist beim Marokkaner aber auch: Von seinen 16 Treffern machte er nur zwei nach dem 13. Oktober 2018.

Für die Löwen ist klar: Nur ein Sieg lässt auf einen verspäteten Urlaub hoffen. Der ist ausnahmsweise gewünscht. Aus sportlicher Sicht. Nicht beim Sponsor. Da soll alles pünktlich abheben.

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