KSV Hessen Kassel enttäuscht gegen Walldorf

Freier Rasen, leere Ränge – hier im Kasseler Auestadion. Dass der heimische Fußball wie derzeit fast alles im Lockdown ist, wiegt schwerer als alles, worüber wir vor Jahresfrist nörgelten.
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Die Löwen haben ihr erstes Heimspiel in dieser Saison verloren.

Die Festung Auestadion ist gestürmt. Nach einer ganz schwachen Leistung verlor Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel erstmals in dieser Saison ein Heimspiel.

Kassel - Beim 0:2 (0:2) gegen den Tabellenvorletzten Astoria Walldorf gelang den Gastgebern fast nichts. Die Mannschaft von Trainer Tobias Damm rückt nach einem enttäuschenden Auftritt endgültig dicht an die Abstiegszone heran.

So verunsichert, so fehlerhaft wie von Beginn an hat man die Löwen diese Saison im Auestadion noch nicht gesehen. Fast alles, was die Gastgeber ablieferten, war Stückwerk. Fehlpässe, verlorene Zweikämpfe, bittere Ballverluste - es war, als würde der KSV von dem Wissen, gegen Walldorf nicht verlieren zu dürfen, regelrecht eingeschnürt.

Es konnte nicht verwundern, dass diese Unsicherheiten früh bestraft wurden. In der 12. Minuten reichte den Gästen ein langer Pass in den Strafraum zur Führung. Maximilian Waack nahm den Ball recht ungestört an und schoss zum 0:1 ein. 

Nach diesem Rückstand wirkte der Auftritt der Löwen wie die Stimmung in der Nordkurve - seltsam leblos. Der Fanblock hatte Protestplakate aufgehängt - gegen Schikane, für mehr Freiräume für Fankultur - und schwieg. Bei ihren Angriffsversuchen fanden die Gastgeber kaum freie Räume. Halbchancen von Mike Feigenspan, Serkan Durna und Jon Mogge, das war alles bis zur Pause. Aber schlimmer noch: Es stand zu diesem Zeitpunkt sogar 0:2, denn Walldorf legte in der 44. Minute nach. Ein Ballverlust von Ingmar Merle führte zu einem Konter, den Tim Fahrenholz vollendete.

Nach der Pause kehrten Fans und Gesänge zurück. Besser wurde aber nichts. In der 58. Minute verhinderte Nicolas Gröteke sogar das 0:3. Wieder reichte ein langer Ball, um die Defensive auszuhebeln. Dennis de Soussa lief Merle davon, doch der Torhüter klärte. Damm hatte zur Pause bereits Moritz Flotho gebracht, wechselte in der 61. Minute dreimal, stellte in der Abwehr auf Dreierkette um. Es nutzte aber alles nichts. Spielerisch fehlte es aber weiter an vielem. Um nicht zu sagen: an nahezu allem. Anders als in so vielen Heimspielen zuvor gab es kein Aufbäumen. Es blieb ein Spiel, in dem die Löwen keine einzige klare Chance herausspielten. So wurde es ein komplett gebrauchter Tag im Auestadion, das keine Festung mehr ist.

So hat der KSV Heasen Kassel gespielt

Kassel: Gröteke - Merle (61. Stendera), Starostzik, Springfeld, Najjar - Brill, Kahraman (61. Schwechel) - Döringer (61. Vesco), Feigenspan, Durna (46. Flotho) - Mogge (72. Fischer)

Walldorf: Lawall - Goß, Stich, Müller, Becker (84. Hanek) - Fahrenholz (72. Kabuya), Nag, Hillenbrand, de Sousa Oelsner (72. Weik) - Waack (80. Carl), Antlitz

Schiedsrichter: Dr. Robert Kampka (Görlitz), Z: 1581

Tore: 0:1 Waack (12.)

Gelbe Karten: Mogge, Brill, Flotho - Fahrenholz, Müller

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