KSV im Pokal gegen Offenbach: Parallelen zum Vorjahr

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Zwei Tore beim Saisonauftakt gegen Offenbach: Shqipon Bektashi, hier mit Trainer Matthias Mink.

Kassel. Das Pokalspiel am Dienstagabend bei den Offenbacher Kickers ist für den KSV Hessen wieder eine Chance.

Dieses 2:2 am 31. Juli des vergangenen Jahres vermittelte zum Saisonauftakt das, was Fußball im Auestadion eben auch sein kann. Das Flutlicht brannte, mehr als 5000 Zuschauer waren da - und der KSV Hessen Kassel lieferte eine mitreißende Schlussphase in dieser Partie gegen Offenbach. Die Gäste waren als Titelverteidiger da, sie führten lange 2:0. Dann brachte Trainer Matthias Mink in der 71. Minute Shqipon Bektashi auf das Feld. Der Stürmer traf erst in der 83. Minute und dann in der Nachspielzeit. 2:2, ein gelungener und emotionaler Saisonauftakt - Fußballherz, was willst du mehr?

Ein knappes Dreivierteljahr später geht es für die Löwen am Dienstag wieder gegen die Kickers (20 Uhr, Bieberer Berg). Diesmal ist es Pokal. Hessenpokal-Halbfinale. Und es ist für den KSV die letzte Chance, einer Saison noch Leben einzuhauchen, die derzeit mehr schlecht als recht vor sich hindümpelt.

Sehr vergleichbar ist das mit der Situation ein Jahr zuvor. Auch da war klar, dass die Nordhessen in der Liga keine besondere Rolle mehr spielen können. Auch da reisten sie im Pokal als Außenseiter an den Bieberer Berg - damals bereits im Viertelfinale. Zurück kamen sie mit einem 1:0-Sieg, gesichert durch ein frühes Kopfballtor von Verteidiger Stefan Müller, verteidigt mit einer bärenstarken Defensive. Der Erfolg war Grundstein des Pokalsieges und der Qualifikation für die erste Hauptrunde, die dem KSV das Los Hannover 96 und ein ausverkauftes Aue-stadion bescherten.

Eine weitere Parallele: Diese wie vergangene Saison haben die Kasseler ihre Meisterschaftsspiele in Offenbach verloren. Am 11. November 2014 kassierte der KSV im letzten Spiel der Hinrunde eine 0:1-Niederlage. Röser traf bereits in der 6. Minute, trotz eines engagierten Auftritts schafften die Gäste keine Wende. Mike Feigenspan, der damals erstmals in der Saison von Beginn an spielte, hatte in der 77. Minute sogar die Chance zum Ausgleich.

Eben dieser Mike Feigenspan war es auch, der den KSV am 1. Dezember 2015, es war ebenfalls ein Dienstag, früh 1:0 in Führung brachte. Diesmal war es das erste Spiel der Rückrunde - und wieder lief es sehr unglücklich für die Löwen. Die kassierten zunächst schnell den Ausgleich (Röser, 25.), hatten danach aber vor allem durch Sylvano Comvalius gute Chancen zur erneuten Führung. Nach dem Wechsel aber kippte die Partie. Pintol erzielte das 2:1-Siegtor (75.). Bitter zudem: Zunächst erlitt Verteidiger Steffen Friedrich kurzzeitig einen Zusammenbruch, musste ausgewechselt werden. Dann sah Torhüter Kevin Rauhut wegen einer Notbremse die Rote Karte. Und schließlich bekam Stürmer Tobias Damm, der für Rauhut in das Tor ging, ein Knie vor den Kopf und spielte stark benommen zu Ende.

Sie sind also stets brisant, die Duelle zwischen KSV und OFC. Und einmal immerhin hat der KSV auch in der Serie gewonnen in den letzten beiden Spielzeiten: 1:0 im Auestadion am letzten Spieltag der letzten Saison. Enno Gaede traf in seinem letzten Spiel. Und Offenbach stand bereits als Meister fest.

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