Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

KSV Hessen Kassel: Von jetzt an Vorfreude auf das Pokalfinale

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In Aktion: Der Kasseler Ingmar Merle (links) versucht den Ball vor dem Lauterer Calogero Rizzuto zu erreichen.

Kassel. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Selten aber ist ein beendetes Spiel so schnell abgehakt und auf das folgende geschaut worden, wie am Samstag im Kasseler Auestadion.

Mit einem 0:0 gegen die U 23 des 1.FC Kaiserslautern hat Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel letzte Zweifel am Klassenerhalt beseitigt. Weil das Spiel in ungefähr zum Ergebnis passte – es war ziemlich ereignislos – ging der Blick schnell nach vorn, zum Finale im Hessenpokal am Mittwoch gegen Gießen. „Jetzt freuen wir uns auf ein Spiel, in dem wir etwas für das Geschichtsbuch des Vereins schaffen können“, sagt Matthias Mink.

Der Trainer war nicht zufrieden mit dem 0:0, auch wenn es für ein Durchatmen sorgte, da nun nur mit sehr viel Herumrechnen etwas passieren könnte im Abstiegskampf. „Es hat vieles nicht geklappt“, sagt Mink. Und: „Wir gehen derzeit etwas aauf dem Zahensfleisch.“ Das gilt vor allem in der Innenverteidigung. Nach Stefan Müller, der sich einen Bruch der Augenhöhle zugezogen hatte, verletzte sich Steffen Friedrich im Training am Knöchel. Letzte Untersuchungen stehen noch aus, doch auch ihm droht ein längerer Ausfall.

Im Abwehrzentrum standen so Nico Perrey und Henrik Giese. Immerhin: Gegen den Tabellenvierten aus der Pfalz ließen die Gastgeber wenig zu. Ein Kopfball vom Maurice Deville, den Torhüter Kevin Rauhut in der 30. Minute mit einem großartigen Reflex abwehrte, war die beste Chance der Gäste. Ansonsten ließ der KSV kaum etwas zu. „Wir haben zuletzt vier Spiele verloren. Da war es erst mal wichtig, kein Gegentor zu bekommen“, erklärte Giese. Umgekehrt hatte aber auch der KSV offensiv sehr wenig zu bieten. Ingmar Merle mit einem gefährlichen Schuss aus 25 Metern (30.) und nach der Pause mit einem Freistoß (65.) sowie Benjamin Girth, der in der 42. Minute nach einem Konter an Torhüter Julian Pollersbeck scheiterte, hatten noch die besten Chancen der Gastgeber. „Wie spielen zu wenig Situation im Strafraum heraus“, kritisierte Mink das ideenlose Spiel seiner Mannschaft.

Eines aber konnte auch das nicht Trüben: die Vorfreude auf das Pokalfinale. „Wir wollen das Tor zum Pokal aufstoßen“, sagt Mink. Und meint die Hauptrunde, die den Löwen neben erhöhter Aufmerksamkeit auch wichtige Einnahmen bringen könnte.

2500 Karten schon weg

Das elektrisiert offenbar die Region. Pressesprecher Torsten Pfennig berichtet, dass im Vorverkauf bereits über 2000 Karten weggegangen seien, 500 Tickets wurden zudem aus Gießen angefordert. Das Auestadion wird also endlich wieder gut gefüllt sein. Am Samstag verloren sich bei der Partie gegen Kaiserslautern gerade einmal 750 Zuschauer auf den Rängen. Aber das war halt grauer Liga-Alltag. Am Mittwoch folgt der Saisonhöhepunkt. Gegner VfB stimmte sich darauf mit einem 3:2-Sieg gegen Dietkirchen ein

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