Teammanager Steffen Friedrich wir auch zukünftig eine Rolle spielen

KSV-Kapitän Tobi Damm: Er wechselt die Seite

Er hört auf und bleibt doch da: Kapitän Tobias Damm beendet seine Karriere als Spieler, wird aber Co-Trainer der Löwen.

Kassel. Für viele Zuschauer im Auestadion kam dieser Abschied überraschend. Der, der da neben Henrik Giese und Piotr Gorczyca stand, der hatte sich an den Gedanken allerdings längst gewöhnt.

„Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass dies wahrscheinlich mein letztes Jahr sein wird. Im Februar habe ich dann mit Trainer Tobias Cramer gesprochen und ihm gesagt, dass mein Entschluss feststeht.“

So schildert Tobias Damm selbst, wie es dazu kam, dass nun Schluss ist beim KSV Hessen Kassel. Der Kapitän hört auf. Mit 33 Jahren. Nach 15 Jahren im Senioren-Fußball. Nach Stationen in Wabern, in Schwalmstadt, in Mainz, in Wuppertal. Nach neun Bundesliga-Einsätzen für die 05er. Und eben nach nun sieben Jahren für den KSV. Ausschlaggebend waren auch die steigenden beruflichen Belastungen im VW-Werk.

Aber, und das ist Teil zwei der Nachricht des Samstags: Damm bleibt ein Löwe. Nach dem Motto „niemals geht man so ganz“ wechselt er die Seite und wird ab der kommenden Saison Co-Trainer von Tobias Cramer. „Er hat mir diesen Vorschlag gemacht. Ich musste nicht lange darüber nachdenken. Nach einem Tag habe ich zugesagt,“ sagt Damm.

Sein letzter Tag als Spieler wurde ein langer. Und er hielt zumindest ein persönliches Erfolgserlebnis parat. Bei seinem ersten Einsatz nach der Verletzungspause wegen eines Fußbruches erzielte er den Ausgleichstreffer. „Wichtiger wäre natürlich, wir hätten hier auch einen Sieg gefeiert. Aber das Tor werde ich mir später sicher noch einige Male ansehen,“ sagt der Stürmer, der wie gewohnt ackerte, auch in der Defensive aushalf.

Um 15.42 Uhr verließ Damm zum letzten Mal den Rasen des Auestadions. Bei seiner Auswechslung wurde er von tosendem Applaus begleitet. Seine Familie hatte auf der Haupttribüne Plakate angebracht. „Papa, wir lieben dich,“ stand da. Später ging es auf eine Ehrenrunde, die nicht enden wollte. Damm genoss diese Momente: „Das war Gänsehaut pur, da vor den Fans zu stehen.“

Dass er in Zukunft an der Seitenlinie stehen wird, erleichtert den Abschied. Und hat übrigens auf eine andere Personalie keinen Einfluss. Teammanager Steffen Friedrich wir auch zukünftig eine Rolle spielen beim KSV. „Ich bleibe, in welcher Funktion, das werden wir noch sehen“, bestätigte Friedrich.

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