KSV Hessen Kassel: Keine Insolvenz bis Saisonende

Kassel. Der erste Schritt ist getan: Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel wird in dieser Saison keinen Insolvenzantrag mehr stellen. Das erklärte Dirk Lassen, Finanzvorstand der Löwen, in einem Interview mit unserer Zeitung.

Aktualisiert um 16.45 Uhr. „Ich kann Ihnen definitiv sagen, dass wir bis zum letzten Spieltag nicht Insolvenz anmelden werden. Wir haben uns finanziell etwas Luft verschaffen können. Wir müssen diesen Schritt nicht gehen“, sagte Lassen, der auch beim Blick auf die kommende Saison sehr optimistisch ist – obwohl die Suche nach einem neuen Hauptsponsor bisher erfolglos verlief.

Der KSV kann damit am Samstag entspannt zu seiner letzten Partie nach Saarbrücken fahren. Bei einem Insolvenzantrag wären dem Klub wahrscheinlich nachträglich noch neun Punkte abgezogen worden – und im Saarland wäre es plötzlich noch um den Klassenerhalt gegangen. Das ist nach Lassens Worten nun vom Tisch. 

Die Fans dachten sich verschiedene Arten aus, um den Verein zu retten, unter anderen ließen sie sich tätowieren

Zwischenbilanz des KSV Hessen: 

Spenden: Die Löwen teilten mit, dass im Zuge der Rettungskampagne „Für Kassel unverzichtbar“ weitere Spenden eingegangen sind. Allein beim letzten Heimspiel am vergangenen Samstag gegen Astoria Walldorf seien 8000 Euro auf der der von Fans und Mitglieder organisierten Saisonabschlussparty zusammengekommen.

Option Rückzug in die Hessenliga: In der Pressemitteilung heißt es, dass die Löwen "einen rein rechnerisch möglichen Abstieg in die Hessenliga nicht in Kauf nehmen oder verantworten" werden. Somit sei auch ein freiwilliger Rückzug kein Thema. Zur Begründung heißt es: Dadurch wäre weder eine wirtschaftliche Konsolidierung möglich, noch könne der erfolgreiche Weg des regionalen Fußballs um Tobias Cramer und seine Mannschaft fortgesetzt werden.

Sponsoring: Noch fehlen neue Verträge für die Saison 2017/18. Diese müssen bis zum 30. Juni aber vorliegen, um weiterhin in der Regionalliga spielen zu können. "Ohne eine gesicherte Finanzierung der kommenden Saison kann die Notwendigkeit eines Insolvenzantrags zu einem späteren Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden", heißt es in der Pressemitteilung.

Neubesetzung der Gremien: "Über Jahre hinweg verdiente Aufsichtsräte und Vorstände werden nach der Mitgliederversammlung am 27. Juni nicht mehr zur Verfügung stehen", teilten die Löwen mit. Namen bleiben vorerst offen. Nur so viel: Mögliche Kandidaten für die Nachfolge stünden aber bereit.

Das komplette Interview lesen Sie am Donnerstag in der HNA. 

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