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KSV Hessen macht Hannover 96 das Siegen schwer

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Von: Maximilian Bülau

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Da war die Freude groß: Hier freuen sich die Löwen mit ihrem Torschützen Admir Saric (Mitte). © Hedler

Kassel. Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel hatte am Mittwochabend den Bundesligisten Hannover 96 zu Gast im Auestadion. Vor 2500 Zuschauern unterlagen die Löwen knapp mit 1:2.

An Saisonabschlüsse von Fußball-Bundesligisten hat der KSV Hessen Kassel keine schlechte Erinnerung. Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren – am 17. Mai 2016 – wurde der 1. FC Köln im Auestadion 5:3 geschlagen. Dieses Mal kam Hannover 96. Und dieses Mal gab es zwar keinen Sieg. Das 1:2 (1:0) gegen den Bundesligisten macht aber Mut für das Pokalfinale.

Für die Niedersachsen war es der letzte Auftritt, bevor es in den Urlaub geht. Bis auf einige bekannte Namen wie die wechselnden Salif Sané und Felix Klaus oder Stürmer Jonathas, der aber wie Klaus auf der Tribüne saß, hatte 96-Trainer André Breitenreiter fast das komplette Personal dabei – auch wenn nicht alle gleichzeitig auf dem Feld standen.

Es war eine abwartende Anfangsphase vor 2500 Zuschauern. Der Bundesligist wirkte etwas müde – einige Spieler sollen erst einen Tag zuvor von der Abschlussfahrt zurückgekehrt sein. Und er wurde geweckt. Erst versuchte es Arne Schütze aus 25 Metern, 96-Torwart Michael Esser klärte zur Ecke (16.). Drei Minuten später scheiterte Sascha Korb per Direktabnahme nach einer schönen Flanke von Frederic Brill nur knapp. Dann wurde Schütze geschickt und sein Rückpass im Strafraum auf Sebastian Szimayer im letzten Moment weggegrätscht (25.). Die Löwen bestimmten hier das Geschehen.

Doch so richtig wollte 96 immer noch nicht mitspielen. Martin Harnik legte mal ein Solo über den halben Platz hin (26.). Sein Querpass fand aber keinen Abnehmer. Als er in der 33. Minute vor Niklas Neumann auftauchte, war der ebenso zur Stelle wie 60 Sekunden später, als er aus fünf Metern Entfernung einen tollen Reflex zeigte. Harnik – viel mehr kam aber von Hannover auch nicht.

Und zwischendurch, da wurde dann eine Geschichte für Fußball-Romantiker geschrieben. Denn Admir Saric, der in dieser Saison nur fünfmal in der Regionalliga zum Einsatz kam, der durfte von Beginn an ran. Sein Vater ist Co-Trainer von Breitenreiter in Hannover. Und der 23-Jährige war es dann, der die Löwen sogar in Führung brachte. Nach einer Ecke kam Sergej Evljuskin zum Kopfball, Esser kann nur zur Seite abwehren – Saric ist da und schiebt ein (28.). Der Fußball schreibt eben immer wieder diese kleinen Märchen.

Dann wurde durchgewechselt. Und wie es immer so ist, kommt die Qualität eines Erstligisten dann doch irgendwann zum Tragen. Bei Hannover hatte diese Qualität vor allem einen Namen: Ihlas Bebou. Der Stürmer verpasste den Ausgleich erst noch per Hacke (60.). Dann war er aber zur Stelle und musste nur noch einschieben (66.). Kenan Karaman legte den zweiten Treffer nach: Eine Flanke von Sebastian Maier musste er am zweiten Pfosten nur noch einnicken (74.).

Aber dennoch: Auch danach war kein Klassenunterschied zu erkennen. Das lag natürlich daran, dass 96 an diesem Tag nicht sein volles Potenzial abrief. Aber das lag auch an einem couragierten Auftritt des KSV Hessen, der sich so sicher noch ein bisschen mehr Selbstvertrauen für das anstehende Hessenpokal-Finale am kommenden Montag in Stadtallendorf gegen Steinbach holte. Denn eines steht nach diesem Spiel fest: Löwen, das hat Mut gemacht.

Statistik

Kassel: Neumann - Leinhos, Mimbala, Evljuskin, Korb - Brill - Bravo Sanchez, Unzicker, Schütze, Saric - Szimayer (1. Halbzeit). Kliebe - Schmik, Rakk, Evljuskin, Voss - Baumgarten - Najjar, Schwechel, Lensch, Dawid - Schmeer (2. Halbzeit) 

Hannover: Esser - Sorg, Hübner, Felipe, Ostrzolek - Schmiedebach, Fossum - Maina, Maier - Dierßen, Harnik (1. Halbzeit). Tschauner - Korb, Hübers, Elez, Albornoz - Bakalorz, Fossum - Karaman, Maier, Maina - Bebou 

SR: Loschke (Ahnatal) - Z: 2500 

Tore: 1:0 Saric (28.), 1:1 Bebou (66.), 1:2 Karaman (74.)

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